Last-minute bookings boost tourism, Larnaca lags behind

Last-Minute-Buchungen stützen den Tourismus in Zypern Larnaka bleibt hinter anderen Bezirken zurück

  • Last-Minute-Buchungen haben im August die Hotelauslastung in Limassol, Paphos und Famagusta deutlich gestärkt.
  • In Limassol liegt die Auslastung bei rund 90 % und damit etwa auf dem Niveau des Vorjahres; besonders der Inlandsmarkt gab zusätzlichen Schub.
  • Paphos erwartet im August eine Hotelauslastung von 85 bis 90 %, vor allem rund um den Feiertag am 15. August.
  • Im Bezirk Famagusta hat sich die Saison nach schwierigem Start verbessert; für August wird eine Auslastung von 80 bis 85 % erwartet.
  • Larnaka bleibt zurück: Die Auslastung liegt bei etwa 75 % statt rund 90 % im Vorjahr, doch neue Last-Minute-Buchungen und Vereinbarungen mit TUI UK und Jet2 sollen die Lage verbessern.

    Hotels in Limassol, Paphos und Famagusta profitieren im August von kurzfristiger Nachfrage, während Larnaka trotz erster Erholungssignale weiterhin niedrigere Auslastung meldet

    Last-Minute-Buchungen haben im August die Hotelauslastung in mehreren Tourismusregionen Zyperns deutlich gestützt. Besonders Limassol, Paphos und der Bezirk Famagusta profitieren nach Angaben lokaler Hotelverbände von kurzfristigen Reservierungen, die die Saisonleistung nahe an das Niveau des Vorjahres oder in einzelnen Regionen sogar auf vergleichbare Werte bringen. Larnaka hingegen bleibt hinter der Entwicklung anderer Bezirke zurück und verzeichnet weiterhin eine niedrigere Auslastung, auch wenn sich die Lage nach Angaben der Hoteliers allmählich verbessert.

    Vertreter der lokalen Hotelverbände erklärten gegenüber der Cyprus News Agency, dass die kurzfristigen Buchungen im August eine wichtige Rolle für die laufende Tourismussaison spielen. Während der Sommer zu Beginn von Unsicherheiten geprägt war, insbesondere durch geopolitische Entwicklungen und die Auswirkungen des Konflikts im Nahen Osten, zeigt sich in mehreren Regionen nun eine stärkere Nachfrage.

    In Limassol liegt die Hotelauslastung derzeit bei rund 90 Prozent. In Paphos wird für den August eine Auslastung zwischen 85 und 90 Prozent erwartet. Im Bezirk Famagusta hat sich die Lage nach einem schwierigen Saisonstart deutlich verbessert; dort wird für August eine Auslastung von etwa 80 bis 85 Prozent erwartet. In Larnaka dagegen liegt die Auslastung bei rund 75 Prozent und damit deutlich unter dem Vorjahresniveau, das im entsprechenden Zeitraum bei etwa 90 Prozent lag.

    Die Entwicklung zeigt ein differenziertes Bild des zypriotischen Tourismussektors. Während einige Bezirke die schwächere Entwicklung zu Beginn der Saison teilweise ausgleichen können, bleibt Larnaka stärker von Unsicherheiten und Rückgängen betroffen. Gleichzeitig setzen auch dort die Hoteliers auf eine Verbesserung durch kurzfristige Buchungen und neue Vereinbarungen mit britischen Reiseveranstaltern.

    Limassol: Erwartungen an Erholung bestätigen sich

    Der Präsident des Hotelierverbandes von Limassol, PASYXE, Christos Tsanos, sagte gegenüber CNA, dass sich die bereits früher im Sommer geäußerten Erwartungen an eine Erholung der Buchungen offenbar bestätigt hätten.

    „Das bestimmende Merkmal der diesjährigen Saison waren Last-Minute-Buchungen, und die Entwicklungen haben bestätigt, was wir Ende Juni gesagt haben“, erklärte Tsanos.

    Nach seinen Angaben bewegen sich die Buchungen im August auf demselben Niveau wie im August 2025. Die Hotelauslastung in Limassol und im umliegenden Bezirk liegt derzeit bei rund 90 Prozent.

    Zusätzliche Nachfrage kam nach Angaben von Tsanos besonders in der Woche vom 10. bis 17. August hinzu. Diese wurde zu einem großen Teil durch Buchungen aus dem Inlandsmarkt getragen. Damit spielt nicht nur der internationale Tourismus, sondern auch die Nachfrage zypriotischer Gäste eine wichtige Rolle für die Auslastung.

    Tsanos hatte bereits Ende Juni Optimismus geäußert, dass sich der Tourismusmarkt nach der Überarbeitung von Reisehinweisen mehrerer Länder wieder erholen werde. Diese Reisehinweise waren nach dem Konflikt im Iran angepasst worden und hatten zuvor Unsicherheit geschaffen. Damals hatte Tsanos gesagt, dass die Sommermonate voraussichtlich besser abschneiden würden als zunächst erwartet. Zugleich hatte er gewarnt, dass „drei gute Monate nicht ein ganzes Jahr retten können“.

    Diese Einschätzung bleibt für die Einordnung wichtig. Auch wenn der August in Limassol stark verläuft, bedeutet dies nicht automatisch, dass die gesamte Saison alle früheren Verluste ausgleichen kann. Dennoch zeigen die aktuellen Werte eine deutliche Stabilisierung.

    Limassol erreicht rund 90 Prozent Auslastung

    Die Auslastung von rund 90 Prozent in Limassol zeigt, dass der Bezirk im August eine starke Nachfrage verzeichnet. Der Wert liegt laut Tsanos auf dem Niveau des Vorjahresmonats.

    Für Hoteliers ist dies besonders wichtig, weil der August traditionell zu den stärksten Monaten der Tourismussaison gehört. Eine hohe Auslastung in diesem Zeitraum kann dazu beitragen, schwächere Monate teilweise abzufedern.

    Die Last-Minute-Buchungen sind dabei der zentrale Faktor. Viele Reisende entscheiden sich offenbar kurzfristiger als früher. Gründe dafür können Unsicherheit, Preisvergleiche oder wirtschaftlicher Druck sein. Während dies die Planbarkeit für Hotels erschwert, kann es kurzfristig dennoch zu einer deutlichen Verbesserung der Belegung führen.

    Limassol profitiert zusätzlich vom Inlandsmarkt. Die Woche vom 10. bis 17. August erhielt laut Tsanos einen weiteren Schub durch lokale Buchungen. Dies zeigt, dass der Inlandstourismus in Spitzenzeiten eine wichtige Ergänzung zur internationalen Nachfrage sein kann.

    Paphos erwartet starke Nachfrage im gesamten August

    Auch in Paphos bleibt die Tourismustätigkeit im August stark. Nach Angaben des Präsidenten des Hotelierverbandes von Paphos, Euripides Loizides, wird die Hotelauslastung im Bezirk für den Monat zwischen 85 und 90 Prozent erwartet.

    Besonders rund um den Feiertagszeitraum am 15. August rechnet Loizides mit einer sehr starken Nachfrage. In dieser Phase werden erhöhte Besucherzahlen und eine hohe Nachfrage nach Unterkünften erwartet.

    Die hohen Auslastungsraten bestätigen nach seinen Angaben, dass der August weiterhin einer der wichtigsten Monate der Tourismussaison für Paphos ist. Dies gilt trotz der Belastungen, mit denen der breitere Markt konfrontiert ist.

    Loizides äußerte sich vorsichtig optimistisch für den restlichen Monat. Auch er verwies darauf, dass ein erheblicher Teil der Buchungen weiterhin kurzfristig erfolgt. Diese Entwicklung führt er vor allem auf finanziellen Druck bei Verbrauchern zurück. Viele Menschen würden ihre Urlaubsentscheidungen hinauszögern und nach den besten verfügbaren Preisen suchen.

    Paphos profitiert von August-Feiertagen

    Der Zeitraum um den 15. August ist für Paphos besonders wichtig. Der Feiertag bringt traditionell stärkere Reisebewegungen und eine höhere Nachfrage nach Unterkünften mit sich. Nach den Angaben von Loizides wird diese Phase auch im Jahr 2026 besonders geschäftig erwartet.

    Die prognostizierte Auslastung zwischen 85 und 90 Prozent zeigt, dass Paphos trotz eines herausfordernden Marktumfelds gut durch den August kommt. Der Bezirk bleibt damit einer der stärkeren Tourismusstandorte der Insel.

    Auch hier zeigt sich das Muster der kurzfristigen Buchungen. Reisende warten länger ab, bevor sie sich festlegen. Für Hotels bedeutet dies, dass der endgültige Verlauf eines Monats schwerer vorhersehbar ist. Gleichzeitig können kurzfristige Reservierungen die Auslastung in kurzer Zeit deutlich verbessern.

    Loizides bleibt deshalb vorsichtig optimistisch. Die Nachfrage ist vorhanden, aber sie wird kurzfristiger sichtbar als in früheren Jahren.

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Finanzielle Belastung verändert Buchungsverhalten

Ein wichtiger Punkt in den Aussagen aus Paphos betrifft das Verhalten der Verbraucher. Loizides führte die Zunahme von Last-Minute-Buchungen vor allem auf finanzielle Belastungen zurück. Viele Verbraucher verschieben demnach ihre Urlaubsentscheidung und suchen nach den besten verfügbaren Preisen.

Diese Entwicklung kann mehrere Folgen haben. Hotels erhalten Buchungen später, was die Planung erschwert. Preise und Verfügbarkeit werden stärker beobachtet. Reisende vergleichen länger und entscheiden sich erst kurzfristig.

Für den Markt bedeutet dies, dass frühere Buchungsstände weniger aussagekräftig sein können. Eine schwächere Buchungslage im Juni oder Juli muss nicht zwangsläufig bedeuten, dass der August schwach bleibt. Gleichzeitig entsteht Unsicherheit, weil Last-Minute-Buchungen nicht garantiert sind.

Der diesjährige August zeigt jedoch, dass kurzfristige Nachfrage in mehreren Bezirken einen wichtigen Beitrag zur Stabilisierung der Auslastung leisten kann.

Famagusta: Deutliche Verbesserung nach schwierigem Start

Im Bezirk Famagusta hat sich die Tourismussaison nach einem schwierigen Jahresbeginn deutlich verbessert. Das sagte Panayiotis Constantinou, Präsident des Hotelierverbandes von Famagusta und Vizepräsident von PASYXE.

Nach seinen Angaben wird die Hotelauslastung im August voraussichtlich etwa 80 bis 85 Prozent erreichen. Der Tourismusverkehr habe sich im Juli und August erheblich verstärkt.

Getragen wurde diese Entwicklung vor allem von Besuchern aus dem Vereinigten Königreich, Israel, Polen, Skandinavien und Mitteleuropa. Rückgänge gab es dagegen bei Ankünften aus der Schweiz und den Niederlanden. Diese seien teilweise auf reduzierte Sommerflugkapazitäten zurückzuführen.

Die Angaben zeigen, dass Famagusta zwar nicht ganz die Auslastungswerte von Limassol oder Paphos erreicht, sich aber nach einem schwachen Start deutlich stabilisiert hat.

Famagusta setzt auf September und mögliche Saisonverlängerung

Auch die Aussichten für September werden im Bezirk Famagusta positiv bewertet. Constantinou verwies auf eine Zunahme von Last-Minute-Buchungen. Zugleich warnte er, dass noch Boden gutzumachen sei.

Wenn sich der Trend fortsetzt, könnte auch der September relativ starke Auslastungswerte erreichen. Für Oktober sei es jedoch noch zu früh, um eine verlässliche Prognose abzugeben.

Einige größere Hotels im Bezirk prüfen laut Constantinou, ob sie ihren Betrieb bis in den November verlängern. Damit sollen Verluste ausgeglichen werden, die in den schwächeren Anfangsmonaten der Saison entstanden sind.

Diese Überlegung zeigt, dass der Sektor versucht, die starke spätere Nachfrage zu nutzen, um frühere Rückgänge abzufedern. Eine Verlängerung der Saison kann für Hotels sinnvoll sein, wenn genügend Nachfrage vorhanden ist und die zusätzlichen Betriebskosten gedeckt werden können.

Einnahmen in Famagusta nahe am Vorjahresniveau

Constantinou sagte, die Einnahmen im Juli und August dürften weitgehend auf dem Niveau von 2025 liegen. Im August könnten sie aufgrund gestiegener Preise sogar höher ausfallen.

Gleichzeitig steht der Sektor weiterhin unter Druck durch steigende Betriebskosten. Das bedeutet, dass höhere Einnahmen nicht automatisch zu einer entsprechend besseren Ertragslage führen müssen.

Für Hotels zählen nicht nur Auslastung und Umsatz, sondern auch Kosten für Personal, Energie, Lebensmittel, Instandhaltung und weitere Betriebsbereiche. Die Pressemitteilung nennt keine konkreten Kostenzahlen, macht aber deutlich, dass steigende Betriebskosten weiterhin ein Problem für den Sektor darstellen.

Famagusta erlebt damit eine Erholung bei Nachfrage und Belegung, muss aber weiterhin wirtschaftliche Herausforderungen bewältigen.

Larnaka bleibt deutlich unter Vorjahresniveau

Weniger positiv ist das Bild in Larnaka. Nach Angaben des Präsidenten des Hotelierverbandes von Larnaka, Marios Polyviou, lag die Hotelauslastung sowohl im Juli als auch im August rund 15 Prozent unter dem entsprechenden Zeitraum des Vorjahres.

Der Bezirk sei erheblich vom Konflikt im Nahen Osten und der breiteren geopolitischen Lage betroffen gewesen. Diese Entwicklungen hätten Unsicherheit auf dem Tourismusmarkt geschaffen.

Zwar stabilisierte sich die Lage nach dem ersten Schock, doch der Juli endete mit einer Auslastung, die etwa 15 Prozent unter dem Niveau von 2025 lag. Auch der August begann verhalten. Die Auslastung lag bei rund 75 Prozent, gegenüber etwa 90 Prozent im gleichen Zeitraum des Vorjahres.

Damit bleibt Larnaka der Bezirk mit der schwächsten Entwicklung unter den genannten Regionen.

Larnaka hofft auf stärkeren Monatsabschluss

Trotz der schwierigen Lage zeigte sich Polyviou vorsichtig hoffnungsvoll. Last-Minute-Buchungen verbesserten allmählich den Ausblick. Er äußerte die Hoffnung, dass der Monat deutlich stärker enden werde, als er begonnen hat.

Diese Einschätzung ähnelt den Entwicklungen in anderen Bezirken, allerdings startet Larnaka von einem niedrigeren Niveau. Während Limassol rund 90 Prozent und Paphos 85 bis 90 Prozent erreichen, liegt Larnaka bei rund 75 Prozent.

Geopolitische Unsicherheit belastet Larnaka besonders

Polyviou führte die schwächere Entwicklung in Larnaka auf den Konflikt im Nahen Osten und die breitere geopolitische Lage zurück. Diese hätten Unsicherheit im Tourismusmarkt ausgelöst.

Die Pressemitteilung liefert keine detaillierte Erklärung, warum Larnaka stärker betroffen ist als andere Bezirke. Sie stellt jedoch klar, dass die Region die Auswirkungen der geopolitischen Situation besonders spürt.

Nach der ersten Belastung habe sich die Lage stabilisiert. Dennoch blieb die Auslastung im Juli um etwa 15 Prozent unter dem Vorjahr, und auch der August begann schwächer.

Diese Entwicklung zeigt, dass externe Faktoren wie Konflikte, Reiseunsicherheit oder veränderte Flug- und Buchungsmuster unmittelbare Auswirkungen auf regionale Tourismusmärkte haben können.

Vereinbarungen mit TUI UK und Jet2 als Hoffnungssignal

Ein positives Signal für Larnaka sieht Polyviou in jüngsten Vereinbarungen zwischen Hotels in Larnaka und den britischen Reiseveranstaltern TUI UK und Jet2. Diese Vereinbarungen bezeichnete er als besonders wichtig.

Sie sollen dem Tourismussektor des Bezirks in den kommenden Saisons einen bedeutenden Schub geben. Die Pressemitteilung nennt keine Details zu Umfang, Laufzeit oder konkreten Angeboten dieser Vereinbarungen. Dennoch werden sie als strategisch relevant für die Zukunft Larnakas dargestellt.

Für Larnaka könnten solche Kooperationen helfen, die internationale Nachfrage zu stärken und die Abhängigkeit von kurzfristigen Buchungen zu verringern. Besonders der britische Markt spielt für viele Tourismusregionen Zyperns traditionell eine wichtige Rolle.

Regionale Unterschiede im August

Die Aussagen der Hotelverbände zeigen deutliche regionale Unterschiede innerhalb Zyperns.

Limassol erreicht derzeit rund 90 Prozent Auslastung und liegt damit auf Vorjahresniveau. Paphos erwartet für August eine Auslastung zwischen 85 und 90 Prozent. Famagusta kommt nach einem schwächeren Start auf voraussichtlich 80 bis 85 Prozent. Larnaka liegt dagegen bei etwa 75 Prozent und rund 15 Prozent unter dem Vorjahr.

Diese Unterschiede zeigen, dass die Tourismussaison 2026 nicht einheitlich verläuft. Einige Bezirke profitieren stärker von Last-Minute-Buchungen und lokaler Nachfrage. Andere bleiben stärker von geopolitischer Unsicherheit und schwächerer Nachfrage betroffen.

Last-Minute-Buchungen als prägendes Merkmal der Saison

Mehrere Vertreter der Hotelverbände nennen Last-Minute-Buchungen als prägendes Element der diesjährigen Saison. In Limassol sagte Tsanos ausdrücklich, dies sei das bestimmende Merkmal des Jahres. In Paphos verwies Loizides ebenfalls auf einen erheblichen Anteil kurzfristiger Reservierungen. In Famagusta und Larnaka verbessern Last-Minute-Buchungen die Aussichten für August und September.

Diese Entwicklung zeigt eine Veränderung im Buchungsverhalten. Reisende entscheiden sich später, beobachten Preise länger und reagieren stärker auf aktuelle Entwicklungen. Für Hotels bedeutet dies eine geringere Planbarkeit, aber auch die Möglichkeit, schwächere frühere Buchungsstände kurzfristig auszugleichen.

Last-Minute-Buchungen können allerdings nicht jede strukturelle Schwäche kompensieren. Tsanos hatte bereits im Juni gewarnt, dass drei gute Monate nicht ein ganzes Jahr retten können. Diese Aussage bleibt für die Bewertung der Saison wichtig.

Inlandsmarkt unterstützt Limassol

Ein besonderer Faktor in Limassol ist die Nachfrage aus dem Inlandsmarkt. Die Woche vom 10. bis 17. August erhielt laut Tsanos einen zusätzlichen Schub durch inländische Buchungen.

Dies zeigt, dass zypriotische Gäste in bestimmten Spitzenzeiten eine wichtige Rolle spielen können. Der Inlandsmarkt kann helfen, kurzfristige Lücken zu schließen und Auslastungsspitzen zu erreichen.

Gerade in Zeiten internationaler Unsicherheit kann der lokale Markt für Hotels stabilisierend wirken. Die Pressemitteilung nennt jedoch keine genauen Zahlen zum Anteil inländischer Gäste.

Herkunftsmärkte in Famagusta

Für den Bezirk Famagusta nennt Constantinou mehrere wichtige Herkunftsmärkte. Die stärkere touristische Nachfrage im Juli und August wurde vor allem von Besuchern aus dem Vereinigten Königreich, Israel, Polen, Skandinavien und Mitteleuropa getragen.

Rückgänge gab es bei Ankünften aus der Schweiz und den Niederlanden. Diese Entwicklung wird teilweise auf reduzierte Sommerflugkapazitäten zurückgeführt.

Die Angaben machen deutlich, dass die Zusammensetzung der Herkunftsmärkte eine große Rolle für die regionale Auslastung spielt. Wenn bestimmte Märkte schwächer werden, können andere Märkte die Entwicklung teilweise ausgleichen.

August bleibt Schlüsselmonat für den Tourismus

Der August bleibt nach den Aussagen der Hoteliers einer der wichtigsten Monate der Tourismussaison. Besonders Paphos sieht im August einen zentralen Zeitraum für die Saisonleistung. Auch Limassol und Famagusta profitieren stark von der Nachfrage in diesem Monat.

Die hohen Auslastungen in Limassol und Paphos zeigen, wie wichtig der August für die Hotellerie ist. Gleichzeitig bleibt die Entwicklung in Larnaka ein Hinweis darauf, dass starke Monatsnachfrage nicht alle Regionen gleichermaßen erreicht.

Für den gesamten Sektor ist entscheidend, ob die positiven Entwicklungen im August und möglicherweise im September ausreichen, um schwächere frühere Monate auszugleichen.

September mit positiven Aussichten in Famagusta

Für Famagusta sind die Erwartungen für September positiv. Constantinou verwies auf steigende Last-Minute-Buchungen. Wenn dieser Trend anhält, könnte der September relativ starke Auslastungswerte erreichen.

Für Oktober bleibt die Lage unklar. Es sei noch zu früh für eine zuverlässige Prognose. Diese Vorsicht zeigt, dass die Buchungslage weiterhin kurzfristig und schwer planbar bleibt.

Die mögliche Verlängerung des Betriebs einiger größerer Hotels bis November hängt ebenfalls von der Nachfrage ab. Sie könnte helfen, Verluste aus den schwachen Anfangsmonaten auszugleichen.

Steigende Betriebskosten bleiben Belastung

Auch bei verbesserter Auslastung bleibt der Tourismussektor mit steigenden Betriebskosten konfrontiert. Constantinou wies darauf hin, dass die Einnahmen im Juli und August zwar weitgehend auf dem Niveau von 2025 liegen und im August wegen höherer Preise sogar höher ausfallen könnten, der Sektor aber weiterhin steigende Betriebskosten tragen müsse.

Dies ist ein wichtiger Hinweis für die wirtschaftliche Bewertung. Hohe Auslastung allein bedeutet nicht automatisch höhere Profitabilität. Wenn Kosten stark steigen, kann die Rentabilität trotz guter Buchungslage unter Druck bleiben.

Die Pressemitteilung nennt keine konkreten Zahlen zu Kostensteigerungen, weist aber darauf hin, dass sie ein anhaltendes Thema für die Branche sind.

Vorsichtiger Optimismus trotz Unsicherheit

Insgesamt zeigen sich die Hotelvertreter vorsichtig optimistisch, allerdings mit regionalen Unterschieden. Limassol sieht die Erwartungen an eine Erholung bestätigt. Paphos erwartet eine starke Nachfrage im August. Famagusta hat sich nach einem schwierigen Start deutlich verbessert. Larnaka bleibt zurück, hofft aber auf eine bessere zweite Monatshälfte und auf künftige Impulse durch neue Vereinbarungen mit britischen Reiseveranstaltern.

Die Unsicherheiten sind jedoch nicht vollständig verschwunden. Geopolitische Entwicklungen, finanzielle Belastungen der Verbraucher, reduzierte Flugkapazitäten in einzelnen Märkten und steigende Betriebskosten bleiben wichtige Faktoren.

Überblick über die regionale Lage

Die aktuelle Lage lässt sich regional wie folgt zusammenfassen:

Limassol verzeichnet rund 90 Prozent Hotelauslastung und liegt im August etwa auf dem Niveau von 2025. Die Nachfrage wurde zusätzlich durch den Inlandsmarkt gestützt.

Paphos erwartet für August eine Auslastung von 85 bis 90 Prozent. Der Zeitraum um den 15. August wird besonders stark erwartet. Last-Minute-Buchungen spielen weiterhin eine große Rolle.

Famagusta hat sich nach einem schwierigen Jahresstart deutlich erholt. Für August wird eine Auslastung von 80 bis 85 Prozent erwartet. Wichtige Herkunftsmärkte sind das Vereinigte Königreich, Israel, Polen, Skandinavien und Mitteleuropa.

Larnaka bleibt schwächer. Die Auslastung liegt bei etwa 75 Prozent und damit deutlich unter den rund 90 Prozent des Vorjahreszeitraums. Last-Minute-Buchungen verbessern jedoch allmählich den Ausblick.

Keine einheitliche Tourismussaison für alle Bezirke

Die Aussagen der Hotelverbände machen deutlich, dass es keine einheitliche Tourismussaison für ganz Zypern gibt. Die Entwicklung unterscheidet sich je nach Bezirk, Herkunftsmärkten, Flugkapazitäten, Buchungsverhalten und Auswirkungen geopolitischer Ereignisse.

Während Limassol und Paphos nahe am Vorjahresniveau liegen, arbeitet Famagusta daran, einen schwächeren Saisonstart auszugleichen. Larnaka bleibt weiterhin im Rückstand.

Diese regionale Differenzierung ist für die Bewertung der Saison entscheidend. Gesamtzahlen allein würden das unterschiedliche Bild in den Bezirken nicht vollständig abbilden.

Fazit: Last-Minute-Buchungen retten wichtige Teile des Augustgeschäfts

Last-Minute-Buchungen haben im August entscheidend dazu beigetragen, die Hotelauslastung in Limassol, Paphos und Famagusta zu stärken. In Limassol liegt die Auslastung bei rund 90 Prozent und damit auf dem Niveau des Vorjahres. Paphos erwartet Werte zwischen 85 und 90 Prozent, während Famagusta nach einem schwierigen Saisonstart auf etwa 80 bis 85 Prozent kommt.

Larnaka bleibt dagegen deutlich zurück. Die Auslastung lag im Juli und August rund 15 Prozent unter dem Vorjahreszeitraum. Der August begann mit etwa 75 Prozent Auslastung, verglichen mit rund 90 Prozent im entsprechenden Zeitraum 2025. Dennoch verbessern kurzfristige Buchungen auch dort langsam den Ausblick.

Die diesjährige Saison wird von kurzfristigen Buchungsentscheidungen geprägt. Finanzielle Belastungen der Verbraucher, geopolitische Unsicherheit und veränderte Flugkapazitäten beeinflussen die Nachfrage. Gleichzeitig zeigen die hohen Auslastungen in mehreren Bezirken, dass der August weiterhin ein Schlüsselmonat für den zypriotischen Tourismus ist.

Für die kommenden Wochen bleibt entscheidend, ob die Last-Minute-Nachfrage anhält und ob insbesondere Famagusta und Larnaka weitere Verbesserungen erzielen können. In Larnaka richten sich Hoffnungen zudem auf neue Vereinbarungen mit TUI UK und Jet2, die in den kommenden Saisons zusätzliche Impulse bringen sollen.

Quelle: CYPRUS NEWS AGENCY (CNA)

 

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