Zypern: Geschichte der Mittelmeerinsel

Zypern, ein Land von unvergleichlicher Sch√∂nheit mit g√ľnstiger Lage im √∂stlichen Mittelmeer, hat eine reiche und vielf√§ltige Geschichte, die von der Urgeschichte bis zur Gegenwart reicht. Es ist gepr√§gt von einer Vielzahl von Kulturen und Einfl√ľssen, die die Insel im Laufe der Jahrhunderte beeinflusst haben. Wir werden Ihnen in diesem Artikel einen tieferen Einblick in die faszinierende Vergangenheit geben und die Schl√ľsselmomente und Entwicklungen in der Geschichte hervorheben. Sie werden zum Schluss auch erfahren, warum es nicht nur einen Teil Zyperns gibt.

Von der Jungsteinzeit bis zur römischen Herrschaft auf der Insel

Die faszinierende Geschichte Zyperns erstreckt sich √ľber Tausende von Jahren und ist gepr√§gt von bedeutenden kulturellen, wirtschaftlichen und politischen Entwicklungen. Angefangen bei den ersten Siedlern der Jungsteinzeit im Jahr 9500 v. Chr. bis hin zur Hellenisierung und mykenischem Einfluss im 13. Jahrhundert v. Chr., hat die Republik Zypern eine reiche und vielf√§ltige Vergangenheit. Trotz der Vorherrschaft m√§chtiger Besetzer wie dem Assyrischen, Persischen, Alexander- und schlie√ülich dem R√∂mischen Reich konnte Zypern stets eine gewisse Unabh√§ngigkeit bewahren. Die r√∂mische Herrschaft brachte ein Jahrhundert des Wirtschaftswachstums und die Christianisierung der Insel Zypern mit sich.

Das hatte einen tiefgreifenden Einfluss auf die kulturelle und religi√∂se Identit√§t Zyperns. Diese spannende Reise durch die Geschichte gew√§hrt einen Einblick in die Urspr√ľnge einer Insel, die heute f√ľr ihre reiche Kultur, ihr historisches Erbe und ihre strategische Bedeutung bekannt ist.

Erste Besiedlung in der Jungsteinzeit

Die faszinierende Geschichte Zyperns nimmt ihren Anfang in der Jungsteinzeit (ca. 11.000 bis 9.500 v. Chr.), als die ersten Siedler die Mittelmeerinsel betraten. Es handelte sich um J√§ger und Bauern, die von der √ľppigen Tier- und Pflanzenwelt der Insel angezogen wurden. Sie erlegten Wildschweine und V√∂gel und nutzten gleichzeitig die nat√ľrlichen Ressourcen wie Holz und Stein, um in der Antike ihre H√§user, Werkzeuge und Waffen zu fertigen. Im Laufe der Zeit begannen sie, Getreide wie Weizen und Gerste anzubauen. Die Produkte wurden zu einer wichtigen Nahrungsquelle f√ľr die Gemeinschaft.

Kupfer und Handel in der Bronzezeit

Mit dem Beginn der Bronzezeit im dritten Jahrtausend v. Chr. trat Zypern in eine neue √Ąra ein. Die Insel wurde zu einem wichtigen Lieferanten von Kupfer f√ľr das √∂stliche Mittelmeer und entwickelte bedeutende Handelsst√§dte wie Engomi. Dieser Metallreichtum trug wesentlich zur wirtschaftlichen Entwicklung bei und machte das Land zu einem bekannten Akteur in der Region. Die Zyprioten nutzten das Kupfer nicht nur f√ľr den Handel, sondern auch f√ľr die Herstellung von Waffen, Werkzeugen und Kunstwerken. Dank dieser technologischen Entwicklungen erweiterten sie ihre Handelsbeziehungen und st√§rkten ihre kulturellen und wirtschaftlichen Einfl√ľsse in der Region.

Späte Bronzezeit: Eine Zeit großer Veränderungen

Die sp√§te Bronzezeit (1650-1050 v. Chr.) f√ľhrte ebenfalls zu vielen Ver√§nderungen auf Zypern. W√§hrend dieser bedeutenden Periode wurden nicht nur die ersten K√ľstenst√§dte gegr√ľndet, sondern es begann auch ein intensiverer Abbau von Kupfer und anderen wertvollen Metallen. Diese wirtschaftliche Entwicklung brachte nicht nur Wohlstand, sondern auch einen Aufschwung in Kunst, Handwerk und Architektur mit sich. In dieser Zeit entstand eine Schrift, die es den Menschen erm√∂glichte, ihre Gedanken und Ideen aufzuzeichnen und weiterzugeben. Diese fr√ľhe Form der Kommunikation trug zur Entstehung einer eigenen zypriotischen Kultur bei.

Die Menschen kn√ľpften Kontakte und Handelsbeziehungen zu den nahe gelegenen Regionen √Ągypten, dem Mittleren Osten, der √Ąg√§is und dem √∂stlichen Mittelmeerraum. Seitdem war Zypern ein wichtiger Knotenpunkt des internationalen Handels und wurde zur Heimat einer bl√ľhenden Kultur, deren Spuren noch heute sichtbar sind. Um 1400 vor Chr. wurde au√üerdem Paphos gegr√ľndet.

Hellenisierung und mykenischer Einfluss

Mit der Ankunft der Griechen vom Festland im 13. Jahrhundert v. Chr. begann die Hellenisierung. Die mykenischen Einfl√ľsse f√ľhrten zur Entstehung der lokalen Keramikherstellung und anderen kulturellen Entwicklungen. Doch die Naturkatastrophen Mitte des 2. Jahrtausends v. Chr. zerst√∂rten alle gro√üen St√§dte der sp√§ten Bronzezeit. Die Menschen bauten jedoch neue Orte auf und siedelten sich weiterhin auf der Insel an. Letztendlich wurden die Bewohner Zyperns vollst√§ndig hellenisiert. Die griechische Kultur und die Sprache wurden dabei √ľbernommen.

Assyrische und persische Herrschaft

Im 8. Jahrhundert v. Chr. fiel die Mittelmeerinsel in die H√§nde des Assyrischen Reichs. Trotz allem behielt Zypern einen gewissen Grad an Unabh√§ngigkeit. W√§hrend der klassischen Epoche erlebte die Insel eine F√ľlle von Turbulenzen und befand sich im Herzen der griechisch-persischen Kriegswirren. Zwischenzeitlich war das Land sogar Teil des persischen Reichs. Es konnte jedoch trotzdem auch nach der Eroberung durch die Perser eine relative Eigenst√§ndigkeit in puncto Politik bewahren. Die wechselvolle Geschichte Zyperns unter assyrischer und persischer Herrschaft z√§hlt zweifelsohne zu den spannendsten Kapiteln. Sie ist aber viel zu komplex, um sie hier im Detail zu erl√§utern.

Das Zeitalter Alexanders und die Ptolemäer (vor Chr.)

Das Zeitalter Alexanders des Gro√üen markiert das Ende der Perserherrschaft und den Beginn einer neuen Epoche in der Geschichte von Zypern. Die Mittelmeerinsel wurde in das Reich des ber√ľhmten Eroberers, der im Laufe seines Feldzugs zahlreiche Gebiete besetzte und seine Macht ausweitete, integriert. Nach dem Zerfall des Reiches fiel Zypern an die Ptolem√§er, die eine der m√§chtigsten hellenistischen Dynastien waren. W√§hrend dieser Zeit diente die Insel haupts√§chlich als milit√§rischer St√ľtzpunkt und die wertvollen Ressourcen wurden stark ausgebeutet.

Römische Herrschaft in Zypern

Im Jahr 58 v. Chr. wurde Zypern unter r√∂mische Herrschaft gebracht. Dies hatte f√ľr die Insel immense Auswirkungen auf die Wirtschaft und Handelsbeziehungen. √úber dreihundert Jahre lang erlebte Zypern ein kontinuierliches Wirtschaftswachstum unter der r√∂mischen Herrschaft. Gleichzeitig begann auch die Christianisierung der Insel, die eine pr√§gende Rolle in der kulturellen und religi√∂sen Identit√§t Zyperns spielen sollte. Die Auswirkungen sind sogar heute noch in Form von einflussreichen Kirchen und religi√∂sen Br√§uchen zu beobachten. Die r√∂mische Herrschaft hinterlie√ü also nicht nur Spuren in der historischen Landschaft Zyperns. Sie pr√§gte auch nachhaltig die Identit√§t der Insel und ihrer Bewohner.

Die Zeit der Republik Zypern nach Christus bis ins 16. Jahrhundert

Im 1. Jahrhundert, als Zypern unter r√∂mische Herrschaft war, erlebte die Insel eine Bl√ľtezeit des Wachstums und der Entwicklung. Mit der Einf√ľhrung des Christentums pr√§gte sich auch die kulturelle und religi√∂se Identit√§t der Insel stark aus. Als Zypern im Jahr 395 Teil des Byzantinischen Reiches wurde, begann eine √Ąra des Friedens und der urbanen Entwicklung. Im 12. Jahrhundert wechselte die Herrschaft zu den Lusignans, wobei Zypern als letzter christlicher St√ľtzpunkt in der Region eine bedeutende Rolle im Mittelalter spielte. K√∂nig Guy de Lusignan war ein franz√∂sischer Adliger aus dem Hause Lusignan, der im 12. Jahrhundert lebte. Er ist bekannt daf√ľr, dass er von 1186 bis 1192 K√∂nig von Jerusalem war.

Guy kam durch seine Heirat mit Sibylle von Jerusalem, der Schwester des kinderlosen K√∂nigs Balduin IV., auf den Thron. Seine Herrschaft war gepr√§gt von Konflikten und politischen Intrigen, und er verlor schlie√ülich die Kontrolle √ľber Jerusalem nach der verheerenden Niederlage in der Schlacht von Hattin gegen Saladin im Jahr 1187. Nachdem er Jerusalem verloren hatte, wurde er zum K√∂nig von Zypern ernannt, wo er bis zu seinem Tod im Jahr 1194 regierte. Auf der Insel heiratete sogar der bekannte Richard L√∂wenherz seine Verlobte Berengaria von Navarra. Im 15. Jahrhundert √ľbernahmen die Venezianer die Kontrolle und sicherten ihre Handelsrouten im √∂stlichen Mittelmeer.

Die Geschichte bis zum 16. Jahrhundert zeigt eine Insel, die sich an der Kreuzung von Kulturen, Religionen und politischen Mächten befindet.

Die Osmanische √Ąra auf der Insel Zypern (1571 - 1878)

Die osmanische √Ąra auf Zypern war nicht nur f√ľr die Geschichte des Inselstaates, sondern auch f√ľr seine Menschen und seine Kultur ein wichtiger Zeitabschnitt. Diese faszinierende √Ąra begann 1571, als eine m√§chtige Gruppe von Eroberern aus dem Osmanischen Reich in Zypern einzog und schlie√ülich bis 1878 alle Aspekte des Lebens dort beherrschte. Was w√§hrend dieser mehr als zwei Jahrhunderte dauernden Besatzung folgte, war eine Zeit, die von Widrigkeiten, Widerstandsf√§higkeit, Eroberung, Ver√§nderung und schlie√ülich Fortschritt gepr√§gt wurde. W√§hrenddessen k√§mpften die Zyprioten darum, ihre eigene einzigartige Identit√§t trotz des Drucks um sie herum zu bewahren. Die Herrschaft pr√§gte die Insel jedoch nachhaltig.

Die osmanische Invasion und die Folgen f√ľr die Insel Zypern

Die osmanische Invasion im Jahr 1571 (nach Chr.) markierte einen bedeutenden Wendepunkt in der Geschichte. Mit dieser Eroberung begann die osmanische Herrschaft auf der Insel und ver√§nderte die demografische Zusammensetzung erheblich. Ein Vertrag, der 1573 mit der Republik Venedig abgeschlossen wurde, besiegelte die √úbergabe Zyperns an das Osmanische Reich und f√ľhrte zur Unterdr√ľckung der Katholiken aus der ehemaligen Kolonialmacht. Dieses Ereignis hinterlie√ü massive Auswirkungen. Es fand eine Ansiedelung einer muslimischen Gemeinschaft, die sich zum ersten Mal auf Zypern niederlie√ü, statt.

Heute ist die Teilung der Insel zwischen der T√ľrkischen Republik Nordzypern und der Republik Zypern noch immer eine Konsequenz jener Zeit.

Verwaltung unter der osmanischen Herrschaft

Die Verwaltung auf Zypern war direkt dem Oberbefehlshaber der Marine, der auch f√ľr Rhodos und Kreta zust√§ndig war, unterstellt. Die Offiziere des osmanischen Heeres, die bei der Eroberung der Insel halfen, blieben dort und √ľbernahmen die Verantwortung f√ľr die Steuereintreibung. Dies f√ľhrte zu einer engen Bindung zwischen der osmanischen Verwaltung und der Inselbev√∂lkerung. Die Hauptstadt Nikosia wurde zum Regierungssitz ernannt und war das politische und wirtschaftliche Zentrum der Insel. Diese Verwaltungsstruktur pr√§gte die Geschichte und die T√ľrken beeinflussten die Identit√§t und die Kultur der Menschen, die dort leben.

Kulturelle, soziale und wirtschaftliche Veränderungen auf Zypern

Die Verwaltung unter der osmanischen Herrschaft auf Zypern brachte bedeutende Ver√§nderungen in der sozialen und wirtschaftlichen Landschaft mit sich. Die Bauern wurden von ihren Verpflichtungen gegen√ľber den venezianischen Grundherren befreit. Sie durften ihre Felder weiterhin bewirtschaften. Die einzige Bedingung war, dass sie Steuern zahlen mussten. Daf√ľr durften sie sich frei bewegen. Die Osmanen brachten auch t√ľrkische Siedler mit und gr√ľndeten Gemeinden. In kultureller Hinsicht war die osmanische Herrschaft wahrscheinlich der bedeutendste √§u√üere Einfluss seit den R√∂mern. Viele christliche Zyprioten konvertierten zum Islam, um Zugang zu Regierungs- und Verwaltungs√§mtern zu erhalten.

Dies f√ľhrte auch zur Integration von Konvertiten in die muslimische Gesellschaft und zu interreligi√∂sen Beziehungen. Die osmanische Herrschaft hat zweifellos zum einzigartigen kulturellen Erbe der Insel beigetragen.

Zypern unter britischer Herrschaft (1878 ‚Äď August 1960)

Mit der Er√∂ffnung des Suezkanals im Jahr 1869 erlangte das Mittelmeer eine neue Bedeutung – pl√∂tzlich verband es Ost und West auf direktem Weg. F√ľr Gro√übritanniens gr√∂√üte √úberseekolonie Indien verk√ľrzte sich die Reisezeit drastisch. Das erh√∂hte unter anderem die Sicherheit der H√§ndler beim Transport ihrer Waren. F√ľr die Insel Zypern war jedoch der 4. Juni 1878 in der Kolonialzeit wegweisender. An diesem historischen Tag schlossen Gro√übritannien und das Osmanische Reich in Konstantinopel ein Abkommen: Zypern w√ľrde unter britische Kontrolle kommen, w√§hrend die Osmanen einige Souver√§nit√§tsrechte behielten.

Es handelte sich um einen Austausch, der als notwendig erachtet wurde, damit Gro√übritannien seine Verteidigungslinie in Asien gegen eine m√∂gliche russische Expansion aufrechterhalten konnte. Was hat aber dazu gef√ľhrt, wie haben beide Parteien davon profitiert und welche Auswirkungen hatte es auf die Zukunft Europas und auf Zypern?

Einflussnahme durch den Russisch-Osmanischen Krieg

Im Russisch-Osmanischen Krieg, der zwischen 1877 und 1878 stattfand, bedrohten russische Truppen die Stadt Istanbul und erzwangen letztendlich den Frieden von San Stefano. Dieser Friedensvertrag brachte f√ľr die Osmanen enorme territoriale Verluste auf dem Balkan. Deshalb suchten sie Verb√ľndete und traten Zypern an Gro√übritannien ab. Als Gegenleistung erhielt das Osmanische Reich eine sp√§tere Tributzahlung von 92.746 Pfund Sterling. Diese Zahlung hatte zur Folge, dass das britische K√∂nigreich in der Region einen strategischen Vorteil erhielt. Die Osmanen erlangten daf√ľr einen Verb√ľndeten im Kampf gegen die russische Expansion und die Unruhen auf dem Balkan.

Widerstand auf Zypern: Großbritannien - Griechenland

Im sp√§ten 19. Jahrhundert etablierten die Briten unter Sir Garnet Wolseley ein Hochkommissariat auf Zypern, was jedoch bald auf Widerstand stie√ü. Die griechischen Bewohner unter Erzbischof Sophronios III. w√ľnschten sich eine Vereinigung mit Griechenland – der sogenannten Enosis. Nach dem Tod des Hochkommissars im Jahr 1900 kam es zu einem zehnj√§hrigen Streit um seine Nachfolge. Im Ersten Weltkrieg im Jahr 1914 annektierten die Briten das Land vollst√§ndig. Unruhen im Jahr 1921 f√ľhrten zur Verbannung einiger Journalisten und Historiker, w√§hrend die Annexion durch den Friedensvertrag von Lausanne im Sommer 1923 von der T√ľrkei legitimiert wurde.

Zypern wurde im Jahr 1925 offiziell zur britischen Kronkolonie. Bis heute haben die Briten zwei gro√üe Milit√§rbasen auf der Insel. Die ‚ÄěDehellenisierung‚Äú im Jahr 1928 und die Oktoberrevolte von 1931 stellten weitere Eskalationen zwischen den griechischen Bewohnern und den britischen Kolonialherren dar.

Zyperns Kampf gegen die Kolonialmacht: Ein Weg zur Unabh√§ngigkeit und dar√ľber hinaus (1933 - heute)

Hier h√∂rte die turbulente und unstete Zeit nicht auf. Der Inselstaat litt fortw√§hrend unter Konflikten. Das Volk konnte sich mit der britischen Kolonialmacht nicht einigen. Das f√ľhrte zu diesen Ereignissen:

Der Weg zur Unabhängigkeit von der Republik Zypern

Die Geschichte nach dem Tod des griechisch-orthodoxen Erzbischofs im Jahr 1933 war von Unruhen gepr√§gt. Die zyprische Bev√∂lkerung durfte keinen Nachfolger w√§hlen. Das war erst mit dem Ausbruch des Zweiten Weltkrieges im Jahr 1939 abermals m√∂glich. In den darauffolgenden Jahren gab es immer wieder politische Turbulenzen, die 1955 in der Gr√ľndung der nationalen Organisation der zyprischen K√§mpfer (EOKA) gipfelten. Die Forderung nach Anschluss an Griechenland wurde von den Briten nicht akzeptiert. Das f√ľhrte schlie√ülich zu einer Volksabstimmung im Jahr 1950. Die √ľberwiegende Mehrheit der griechischen Zyprioten stimmte damals f√ľr die sogenannte Enosis (Vereinigung mit Griechenland).

Doch erst die Vertr√§ge von Z√ľrich und London im Jahr 1959 brachten schlie√ülich die Gr√ľndung der unabh√§ngigen Republik Zypern und die Wahl des griechisch-zyprischen Erzbischofs Makarios III. zum ersten Pr√§sidenten.

Makarios III: Der erste Pr√§sident von Zypern und ein B√ľrgerkrieg - Grund der Teilung der Insel

Im August 1960 wurde Erzbischof Makarios III. zum ersten Staatspr√§sidenten gew√§hlt und die Republik Zypern gegr√ľndet. Die Verfassung, die durch den Einfluss Gro√übritanniens ma√ügeblich gepr√§gt wurde, gew√§hrte der t√ľrkischen Volksgruppe feste Repr√§sentationsrechte. Besonders erw√§hnenswert war die Tatsache, dass der Vizepr√§sident immer aus den Reihen der t√ľrkisch-zyprischen Bev√∂lkerung gew√§hlt werden musste und umfangreiche Vetorechte hatte. Trotzdem versuchte Makarios III. im Jahr 1963 eine neue Verfassung durchzusetzen und dabei das Vetorecht der t√ľrkisch-zyprischen Minderheit abzuschaffen.

Diese Entscheidung f√ľhrte zu Spannungen und einem B√ľrgerkrieg, in dem sich die t√ľrkisch-zyprischen Mitglieder aus der Regierung zur√ľckzogen. Die t√ľrkischen Truppen marschierten ins Land ein und sie gr√ľndeten eine illegale Verwaltung in der Republik Zypern.

T√ľrkische Republik Nordzypern: Die Teilung Zyperns als Folge des Konflikts

Die T√ľrkische Republik Nordzypern ist das Ergebnis des langwierigen Konflikts, der die Insel in zwei Teile spaltet. Um die anhaltenden Auseinandersetzungen zwischen den beiden Volksgruppen zu schlichten, entschied sich der UN-Sicherheitsrat bzw. die Vereinten Nationen im Jahr 1964, Friedenstruppen auf der Insel zu stationieren. Trotz ihrer Bem√ľhungen konnten sie allerdings nicht verhindern, dass sich der Zypernkonflikt weiter versch√§rfte. Im Juli 1974 wurde der damalige Pr√§sident Makarios III. gest√ľrzt. Daraufhin intervenierte die T√ľrkei und besetzte den Norden Zyperns.

Trotz der V√∂lkerrechtswidrigkeit der Proklamation der T√ľrkischen Republik Nordzypern im November 1983 erkennt die T√ľrkei diese (als einziger Staat) an. Somit hat dieser Konflikt zur Spaltung der griechischen und der t√ľrkischen Menschen gef√ľhrt.

Der Annan-Plan f√ľr beide Teile, der EU-Beitritt und erste Schritte zur √Ėffnung der Insel nach der Teilung Zyperns

Im Mai 2004 hat der Annan-Plan einer Friedenstruppe der Vereinten Nationen zur Wiedervereinigung der geteilten Insel in Zypern in einer Volksabstimmung keinen Erfolg gehabt. Dieser wurde vom gleichnamigen Generalsekret√§r Kofi Annan mit Experten entworfen.¬† Obwohl die T√ľrkische Republik Zypern mit dem damaligen Pr√§sidenten Mehmet Ali Tal√Ęt bzw. die Bewohner im Norden der Insel daf√ľr stimmten, lehnten die Bewohner der griechischen Seite den Plan zur Wiedervereinigung und Abschaffung der Green Line ab. Ungeachtet dessen trat die Republik Zypern mit dem griechischen Teil am 1. Mai 2004 der EU als ein de facto geteiltes Land neben anderen Inseln wie Malta bei. Erst im Jahr 2007 wurde die Grenze zwischen den beiden Teilen wieder ge√∂ffnet und im Jahr 2008 begannen beide Seiten erneut die Verhandlungen √ľber eine Vereinigung.

Die T√ľrkische Republik Nordzypern und der S√ľden, der Mitglied der EU ist, verstehen sich seit den intensiveren Gespr√§chen mit der Friedenstruppe nach der Teilung Zyperns immer besser. Es gibt aber immer noch keine dauerhafte L√∂sung des Konflikts auf Zypern. Zwischen den einzelnen Gebieten in Europa gibt es aber bis heute eine sogenannte verbotene Zone, um die Grenzen zu sichern.

Die Zukunft von Zypern: Ein Ausblick

Wir werden Sie aber auf der Website informieren, falls sich die T√ľrkische Republik Nordzypern und der griechische Teil weiter ann√§hern oder die Vereinten Nationen auf der Insel intervenieren und der Status Quo sich zwischen Nord und S√ľd √§ndert. Bei uns finden Sie zu den aktuellen Themen einen √úberblick. Wir k√∂nnen Sie aber beruhigen: Obwohl es einen Konflikt zwischen dem S√ľden und Norden, die sogenannte Zypernfrage der Insel-Republik gibt, ist insbesondere der griechische Teil auf Zypern ein sicheres Urlaubsziel mit modernsten Annehmlichkeiten. Genie√üen Sie die Besichtigung der √úberreste vom Aphrodite-Denkmal mit Tempel oder erleben Sie ein romantisches Abendessen an der K√ľste ‚Äď von den Folgen des Zypernkonflikts oder m√∂glichen Spannungen zwischen Griechenland und der T√ľrkei merken Sie nichts.

Deshalb k√∂nnen Sie die Sehensw√ľrdigkeiten in Ruhe besuchen und die Einwohner kennenlernen. Die verschiedenen Bev√∂lkerungsgruppen, die das Land beeinflusst haben, machen es zu einem einzigartigen Ziel in Europa. Die Vereinten Nationen sind zurzeit auch nicht aktiv. Seit 2007 wurde die Insel nicht mehr von gr√∂√üeren Unruhen erfasst. Griechisch ist √ľbrigens die offizielle Amtssprache und die Hauptstadt Nikosia ist der Regierungssitz. Die griechischen Zyprer sind dar√ľber hinaus herzlich und gastfreundlich.

M√∂chten Sie mehr √ľber die Insel erfahren und denken Sie an einen Umzug ins Ausland? Dann nehmen Sie gerne Kontakt auf. Wir sind Ihr Zypern-Experte, der sich mit dem lokalen Recht und den Steuergesetzen auskennt.

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