- Zypern hat 40 moderne ABC-Gates für die Passkontrolle an den beiden Flughäfen bestellt; sie sollen bis Ende des Jahres geliefert und danach möglichst schnell in Betrieb genommen werden.
- Die neuen Systeme stehen im Zusammenhang mit der Vorbereitung auf das europäische Entry-Exit-System und dem Austausch der gesamten Passkontrollausrüstung.
- Die bisherigen Interactive Kiosks erfassen zwar Passagierdaten, Reisepass und Foto, benötigen aber weiterhin die endgültige Kontrolle durch einen Passkontrollbeamten.
- Laut Minister Costas Fytiris sind ABC-Gates vollständig automatisierte Grenzkontrollsysteme mit biometrischer Technologie und besonders hilfreich bei reduziertem Personal.
- Im Jahr 2025 entfielen 65,60 % der Kontrollen auf unauffällige Fälle, 13,00 % auf Minderjährige und 21,40 % auf Fälle, die weitere Kontrollen durch nationale oder europäische Datenbanken und Sicherheitsverfahren erforderten.
40 moderne ABC-Gates sollen bis Ende des Jahres eintreffen und an den Flughäfen der Insel in Betrieb genommen werden
Zypern bereitet sich auf eine umfassende Modernisierung der Passkontrollen an seinen Flughäfen vor. Die Behörden haben nach Angaben von Justiz- und Ordnungsminister Costas Fytiris eine Bestellung für 40 moderne Automated Border Control Gates, kurz ABC-Gates, aufgegeben. Diese sollen bis Ende des Jahres eintreffen und so schnell wie möglich in den Passagierhallen der beiden Flughäfen der Insel in Betrieb genommen werden.
Die Maßnahme steht im Zusammenhang mit den Vorbereitungen auf den Betrieb des europäischen Entry-Exit-Systems sowie mit dem Austausch der gesamten Ausrüstung für die Passkontrolle. Ziel ist es, die Grenzkontrollen effizienter, moderner und besser an die kommenden europäischen Anforderungen anzupassen.
Fytiris äußerte sich in einer schriftlichen Antwort auf eine parlamentarische Anfrage des DISY-Abgeordneten George Pamborides. Dieser hatte Fragen zur Wirksamkeit des derzeitigen Kontrollsystems gestellt. Im Mittelpunkt stand dabei die Tatsache, dass Passagiere nach der Nutzung des automatisierten Systems weiterhin zusätzlich von einem Polizeibeamten kontrolliert werden.
Der Minister erklärte, dass die derzeit verwendeten sogenannten Interactive Kiosks mit dem Beitritt Zyperns zum Schengen-Raum und der Aufhebung der Kontrollen an den Binnengrenzen nicht mehr weiterbetrieben würden. Diese Kiosks seien zum Zeitpunkt ihrer Auswahl aufgrund eines Vergleichs der damals verfügbaren technologischen Lösungen bevorzugt worden. Ausschlaggebend seien insbesondere ihre Geschwindigkeit und ihr deutlich geringeres Volumen gewesen. Wegen der begrenzten Platzverhältnisse in den Passagierhallen seien sie gegenüber den Automated Border Control Gates ausgewählt worden.
Die Kiosks sind Selbstbedienungssysteme. Sie werden verwendet, um Passagierdaten zu erfassen und zu verarbeiten. Dazu gehören das Lesen des Reisepasses, die Aufnahme eines Fotos und verschiedene zusätzliche Überprüfungen. Nach Abschluss dieses Verfahrens ist jedoch weiterhin die Einschaltung eines Passkontrollbeamten erforderlich. Dieser muss die Identität des Reisenden überprüfen, das Reisedokument kontrollieren und die endgültige Entscheidung über Einreise oder Ausreise treffen.
Im Unterschied dazu sind ABC-Gates vollständig automatisierte Grenzkontrollsysteme, die ebenfalls biometrische Technologien nutzen. Nach Angaben des Ministers gelten sie insbesondere bei reduziertem Personalbestand als wirksam, weil sie zur Verbesserung der Passagierabfertigung und zu einem effizienteren Einsatz der verfügbaren Humanressourcen beitragen können.
Vorbereitung auf das europäische Entry-Exit-System
Die geplante Installation der 40 ABC-Gates erfolgt im Rahmen der Vorbereitung auf das europäische Entry-Exit-System. Dieses System wird in der Mitteilung als wesentlicher Hintergrund für die Modernisierung der Passkontrolle genannt.
Mit dem neuen System sollen die Grenzprozesse an die künftigen Anforderungen angepasst werden. Zypern tauscht in diesem Zusammenhang die gesamte Ausrüstung für die Passkontrolle aus. Die bestellten ABC-Gates sollen an den beiden Flughäfen der Insel eingesetzt werden.
Die Pressemitteilung nennt keine Namen der Flughäfen, doch sie spricht ausdrücklich von den zwei Flughäfen Zyperns. Die Gates sollen in den Passagierhallen installiert und nach ihrer Lieferung möglichst schnell in Betrieb genommen werden.
Die Investition in neue Kontrolltechnik zeigt, dass die Behörden die Abläufe an den Flughäfen neu strukturieren wollen. Dabei geht es nicht nur um technische Modernisierung, sondern auch um die Anpassung an europäische Grenzmanagementsysteme.
40 hochmoderne ABC-Gates bestellt
Nach Angaben von Minister Fytiris wurde eine Bestellung für 40 moderne ABC-Gates aufgegeben. Diese sollen bis Ende des Jahres erhalten werden. Danach sollen sie so schnell wie möglich in den Passagierhallen der beiden Flughäfen der Insel in Betrieb gehen.
Die Zahl 40 zeigt, dass es sich nicht um eine kleine Ergänzung des bestehenden Systems handelt, sondern um eine umfangreiche Erneuerung der Kontrollinfrastruktur. Die Gates sollen die bisher verwendeten interaktiven Kiosks ersetzen, die unter den künftigen Bedingungen nicht mehr betrieben werden.
Die Pressemitteilung enthält keine Angaben zu Kosten, Lieferant, genauer Verteilung auf die beiden Flughäfen oder technischem Modell der Gates. Sie macht jedoch deutlich, dass die Bestellung bereits erfolgt ist und der Empfang der Geräte bis Ende des Jahres erwartet wird.
Warum die bisherigen Kiosks ersetzt werden
Ein zentraler Punkt in der Antwort des Ministers betrifft die Frage, warum Passagiere nach der Nutzung des aktuellen automatisierten Systems weiterhin von einem Polizeibeamten kontrolliert werden. Die Antwort liegt in der Funktionsweise der Kiosks.
Die Interactive Kiosks sind keine vollständig automatisierten Grenzkontrollsysteme. Sie erfassen und verarbeiten Passagierdaten, lesen Reisepässe, nehmen Fotos auf und führen zusätzliche Prüfungen durch. Sie können damit einen Teil des Kontrollprozesses vorbereiten.
Die endgültige Entscheidung über Einreise oder Ausreise bleibt jedoch einem Passkontrollbeamten vorbehalten. Dieser muss die Identität des Reisenden überprüfen, das Dokument kontrollieren und die abschließende Entscheidung treffen.
Das erklärt, warum das aktuelle System trotz Automatisierung weiterhin menschliche Kontrolle erfordert. Die Kiosks dienen der Unterstützung und Vorverarbeitung, ersetzen den Beamten aber nicht vollständig.
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Mehr InformationenUnterschied zwischen Kiosks und ABC-Gates
Minister Fytiris erläuterte den Unterschied zwischen den derzeit eingesetzten Kiosks und den künftigen ABC-Gates. Die Kiosks sind Selbstbedienungssysteme zur Datenerhebung und -verarbeitung. ABC-Gates dagegen sind vollständig automatisierte Grenzkontrollsysteme.
Beide Systeme nutzen technologische Verfahren und biometrische Elemente. Der Unterschied liegt jedoch in der Tiefe der Automatisierung. Bei Kiosks ist nach Abschluss des Vorgangs weiterhin die Kontrolle durch einen Beamten erforderlich. Bei ABC-Gates handelt es sich um automatisierte Kontrollsysteme, die die Grenzabfertigung stärker eigenständig durchführen können.
Die Einführung der ABC-Gates soll daher die Effizienz erhöhen, insbesondere wenn weniger Personal verfügbar ist. Sie können nach Aussage des Ministers zur besseren Passagierbetreuung und zu einem wirkungsvolleren Einsatz der vorhandenen personellen Ressourcen beitragen.
Auswahl der Kiosks erfolgte wegen Geschwindigkeit und Platzersparnis
Fytiris erklärte, dass die Kiosks ursprünglich auf Grundlage eines Vergleichs der damals verfügbaren technologischen Lösungen ausgewählt wurden. Zwei Gründe waren besonders ausschlaggebend: ihre Geschwindigkeit und ihr deutlich kleineres Volumen.
Die Platzverhältnisse in den Passagierhallen spielten dabei eine wichtige Rolle. Aufgrund begrenzter Flächen wurden die Kiosks gegenüber den ABC-Gates bevorzugt.
Diese Erklärung ist wichtig, weil sie zeigt, dass die damalige Entscheidung nicht willkürlich war. Sie beruhte auf den technischen Möglichkeiten und räumlichen Bedingungen zum Zeitpunkt der Auswahl. Mit den neuen Anforderungen, insbesondere im Zusammenhang mit Schengen und dem europäischen Entry-Exit-System, ändert sich nun die technologische Ausrichtung.
Schengen-Beitritt verändert die Anforderungen
Der Minister erklärte, dass mit dem Beitritt Zyperns zum Schengen-Raum und der Aufhebung der Kontrollen an den Binnengrenzen die Interactive Kiosks nicht mehr betrieben werden. Damit wird deutlich, dass die künftige Grenzarchitektur eine andere technische Lösung verlangt.
Der Schengen-Bezug ist ein wichtiger Bestandteil der Antwort. Wenn interne Grenzkontrollen aufgehoben werden, müssen die Außengrenzen besonders effizient, sicher und mit den europäischen Systemen kompatibel kontrolliert werden.
Die Umstellung auf ABC-Gates ist daher Teil einer größeren Anpassung. Sie betrifft nicht nur Passagierkomfort, sondern auch rechtliche und operative Anforderungen der europäischen Grenzkontrolle.
Effizienz bei reduziertem Personalbestand
Fytiris sagte, dass die Nutzung von ABC-Gates besonders wirksam sei, wenn weniger Personal zur Verfügung steht. Dies liegt daran, dass automatisierte Systeme bestimmte Kontrollschritte übernehmen und so Personalressourcen entlasten können.
Für Flughäfen ist dies besonders relevant. Zu Spitzenzeiten müssen viele Reisende in kurzer Zeit kontrolliert werden. Gleichzeitig stehen Polizeikräfte und Passkontrollbeamte nicht unbegrenzt zur Verfügung. Automatisierte Gates können helfen, den Passagierfluss zu verbessern und Personal gezielter dort einzusetzen, wo menschliche Entscheidung weiterhin notwendig ist.
Nach Aussage des Ministers tragen ABC-Gates zur Verbesserung des Passagierservices und zur effizienteren Verwaltung verfügbarer Humanressourcen bei.
Daten aus 2025: 65,60 Prozent mit „Passenger Granted“-Referenzcode
Der Minister legte auch Zahlen für das Jahr 2025 vor. Im Rahmen der über Border Patrol durchgeführten Passkontrollen entfielen 65,60 Prozent auf den Referenzcode „Passenger Granted“. Dieser entspricht laut Minister einer nicht positiven Anzeige.
Damit zeigte bei knapp zwei Dritteln der Fälle das automatisierte Verfahren offenbar keine problematische oder positive Auffälligkeit. Dennoch ist auch in diesen Fällen beim derzeitigen System ein Beamter beteiligt, da die finale Entscheidung nicht durch den Kiosk getroffen wird.
Diese Zahl ist wichtig, weil sie zeigt, dass ein großer Teil der Passagiere im aktuellen System keine weiterführende Auffälligkeit aufweist. Ein stärker automatisiertes System könnte in solchen Fällen helfen, den Ablauf zu beschleunigen.
13 Prozent betreffen Minderjährige
Weitere 13,00 Prozent der Fälle entfielen auf den Referenzcode „Ml“, also Minor. Dieser Code betrifft Minderjährige und stellt nach Angaben des Ministers wichtige Informationen für Passkontrollbeamte bereit.
Er hilft, Zeit zu sparen, weil Beamte damit bestätigen können, dass ein Minderjähriger von seinen Eltern oder Erziehungsberechtigten begleitet wird. Dies dient der Verhinderung elterlicher Entführung und anderer schwerwiegender damit verbundener Straftaten.
Dieser Punkt zeigt, dass Passkontrolle nicht nur Dokumentenprüfung ist. Sie dient auch dem Schutz von Minderjährigen und der Verhinderung besonderer Risiken. Automatisierte Systeme können Hinweise liefern, doch die endgültige Bewertung bleibt besonders in sensiblen Fällen wichtig.
21,40 Prozent der Fälle benötigen weitere Kontrolle
Die verbleibenden 21,40 Prozent der Fälle erforderten weitere Kontrollen. Gründe waren positive Hinweise im Rahmen automatisierter Prüfungen in nationalen und europäischen Datenbanken, Sicherheitsprüfungen sowie zusätzliche Kontrollen nach den festgelegten Verfahren der Passkontrollbeamten.
Diese Fälle zeigen, warum eine vollständig reibungslose automatische Abfertigung nicht in jedem Fall möglich ist. Wenn Datenbanken Treffer oder Hinweise liefern, müssen Beamte weitere Prüfungen durchführen, bevor sie eine endgültige Entscheidung treffen.
Die Zahl von 21,40 Prozent verdeutlicht, dass ein relevanter Anteil der Kontrollen zusätzliche Aufmerksamkeit benötigt. Die neuen ABC-Gates sollen zwar Prozesse verbessern, doch auch künftig wird es Fälle geben, in denen menschliche Kontrolle und sekundäre Überprüfung erforderlich bleiben.
Rolle der Passkontrollbeamten bleibt entscheidend
Auch mit moderner Technik bleibt die Rolle der Passkontrollbeamten wichtig. Im aktuellen System treffen sie die endgültige Entscheidung über Einreise oder Ausreise. Bei auffälligen Fällen, Minderjährigen oder Sicherheitsprüfungen sind sie besonders relevant.
Fytiris erklärte, dass nach dem Vorgang am Kiosk weiterhin die Intervention eines Passport Control Officer nötig ist. Dieser überprüft Identität, Reisedokument und entscheidet abschließend.
Die geplanten ABC-Gates sollen den Ablauf stärker automatisieren. Dennoch zeigt die Antwort des Ministers, dass Grenzkontrolle weiterhin aus einem Zusammenspiel von Technologie, Datenbanken und menschlicher Verantwortung besteht.
Frontex-Personal an Flughäfen
In einer weiteren Frage ging es um das Personal der Europäischen Agentur für die Grenz- und Küstenwache, Frontex, das an den Flughäfen eingesetzt wird. Fytiris erklärte, dass diese Grenzschützer auf Ersuchen der Republik Zypern auf Grundlage einer EU-Verordnung abgeordnet wurden.
Sie dienen unter der Verwaltung des Aliens and Immigration Service der zyprischen Polizei. Das bedeutet, dass sie während ihres Einsatzes den nationalen Behörden unterstellt sind.
Die Frontex-Beamten führen Kontrollen an dem Posten durch, der vom zuständigen Dienstoffizier festgelegt wird. Dazu gehört auch die Kontrolle der gedruckten Belege, die an den Kiosks ausgegeben werden.
Frontex mit exekutiven Befugnissen unter nationaler Anordnung
Fytiris erklärte weiter, dass Frontex-Personal auf Grundlage der Verordnung exekutive Befugnisse besitzt. Mit der Abordnung werden diese Beamten jedoch den Anordnungen der nationalen Behörden unterstellt.
Sie erfüllen Aufgaben eines Einwanderungsbeamten bei der Passkontrolle. Dazu gehören die Prüfung der Echtheit von Reisedokumenten und die Durchführung sekundärer Kontrollen unter Anleitung des Dienstoffiziers des Passport Control Center.
Die endgültige Verantwortung für die Grenzkontrolle liegt bei diesem Dienstoffizier. Damit bleibt die nationale Behörde für die abschließende Kontrolle verantwortlich, auch wenn Frontex-Personal unterstützend und operativ eingebunden ist.
Kontrolle der Kiosk-Belege
Ein Teil der Aufgaben des eingesetzten Personals betrifft die Kontrolle der gedruckten Belege, die von den Kiosks ausgegeben werden. Diese Belege enthalten Ergebnisse oder Hinweise aus dem automatisierten Kontrollprozess.
Die Kontrolle solcher Belege ist ein Bestandteil des derzeitigen Systems, weil die Kiosks nicht selbst die endgültige Entscheidung treffen. Passagiere durchlaufen zunächst den Kioskprozess, erhalten einen Beleg und werden anschließend weiter kontrolliert.
Das erklärt, warum das Verfahren für Reisende unter Umständen als doppelte Kontrolle erscheint. Tatsächlich handelt es sich um ein zweistufiges System: automatisierte Vorprüfung und anschließende Entscheidung durch einen Beamten.
QR-Code-System wurde geprüft, aber nicht genehmigt
Der Minister beantwortete auch eine Frage zur Möglichkeit, die von den Kiosks ausgegebenen Belege elektronisch über QR-Codes zu scannen und über elektronische Gates, sogenannte e-Gates, weiterzuverarbeiten.
Diese Möglichkeit wurde geprüft. Sie wurde jedoch nicht genehmigt, weil sie die gesamte Bearbeitungszeit der Passkontrolle verlangsamt hätte.
Diese Entscheidung zeigt, dass nicht jede zusätzliche technologische Lösung automatisch zu mehr Effizienz führt. Ein QR-Code-System hätte zwar den Ablauf digitaler machen können, hätte aber nach Prüfung der Behörden offenbar mehr Zeit gekostet als gespart.
Daher wurde dieser Ansatz verworfen.
Ziel: Optimale Passkontrolle
Der Kern der geplanten Maßnahmen ist die Verbesserung der Passkontrolle. Die neuen ABC-Gates sollen die Abfertigung effizienter machen, die Passagierbetreuung verbessern und vorhandenes Personal besser einsetzen.
Gleichzeitig müssen Sicherheitsanforderungen erfüllt bleiben. Grenzkontrolle dient nicht nur der Geschwindigkeit, sondern auch der Identitätsprüfung, Dokumentensicherheit, Datenbankprüfung und der endgültigen Entscheidung über Einreise oder Ausreise.
Die Herausforderung besteht darin, Geschwindigkeit und Sicherheit zu verbinden. Die Regierung sieht in den ABC-Gates offenbar eine geeignete Lösung, um diesen Ausgleich unter den kommenden europäischen Anforderungen besser zu erreichen.
Bedeutung für Passagiere
Für Passagiere könnten die neuen ABC-Gates langfristig schnellere und effizientere Abläufe bedeuten. Vollautomatische Kontrollsysteme können Warteschlangen reduzieren und den Durchfluss in den Passagierhallen verbessern.
Gleichzeitig wird es weiterhin Fälle geben, in denen zusätzliche Kontrollen notwendig sind. Minderjährige, Datenbankhinweise, Sicherheitsprüfungen oder Dokumentenfragen können eine weitere Überprüfung durch Beamte auslösen.
Passagiere sollten daher nicht erwarten, dass jede Kontrolle vollständig ohne menschliche Beteiligung abläuft. Der Unterschied besteht darin, dass Standardfälle künftig stärker automatisiert bearbeitet werden können.
Bedeutung für die Flughäfen
Für die Flughäfen der Insel bedeutet die Installation von 40 ABC-Gates eine erhebliche Modernisierung der Infrastruktur. Die Passagierhallen werden mit neuen Systemen ausgestattet, die an europäische Standards angepasst sind.
Die Pressemitteilung nennt keine konkreten Installationsorte innerhalb der Terminals. Sie macht jedoch deutlich, dass die Gates in den Passagierhallen der beiden Flughäfen in Betrieb genommen werden sollen.
Für Flughafenbetreiber und Grenzbehörden ist eine solche Modernisierung wichtig, weil Passagieraufkommen, Sicherheitsanforderungen und europäische Systeme miteinander koordiniert werden müssen.
Bedeutung für die Polizei
Die zyprische Polizei bleibt über den Aliens and Immigration Service und die Passkontrollzentren zentral in den Prozess eingebunden. Auch Frontex-Personal arbeitet unter der Verwaltung und nach den Anweisungen der nationalen Behörden.
Die neuen Gates können Personal entlasten, aber sie ersetzen nicht die Verantwortung der zuständigen Behörden. Besonders bei sekundären Kontrollen und endgültigen Entscheidungen bleibt menschliche Expertise erforderlich.
Die Antwort des Ministers macht deutlich, dass Technologie und Personal zusammenwirken müssen. Automatisierung soll nicht die Kontrolle abschaffen, sondern sie effizienter machen.
Keine Angaben zu Kosten und Lieferanten
Die Pressemitteilung enthält keine Angaben zu den Kosten der 40 ABC-Gates. Auch der Hersteller oder Lieferant wird nicht genannt. Ebenso fehlen Angaben zur genauen technischen Ausstattung, zur Verteilung auf die Flughäfen oder zum geplanten Startdatum des Betriebs.
Nicht genannt werden:
- Gesamtbudget,
- Beschaffungsverfahren,
- Hersteller,
- genaue technische Spezifikationen,
- Verteilung zwischen den beiden Flughäfen,
- genaue Inbetriebnahmedaten,
- Schulungsmaßnahmen für Personal,
- erwartete Zeitersparnis pro Passagier.
Der Artikel beschränkt sich daher auf die Angaben aus der Antwort des Ministers.
Zusammenfassung der wichtigsten Zahlen
Die wichtigsten Zahlen und Angaben aus der Mitteilung lauten:
Zypern hat 40 moderne ABC-Gates bestellt. Sie sollen bis Ende des Jahres geliefert und anschließend so schnell wie möglich an den beiden Flughäfen der Insel in Betrieb genommen werden.
Im Jahr 2025 entfielen 65,60 Prozent der über Border Patrol durchgeführten Passkontrollen auf den Referenzcode „Passenger Granted“, der einer nicht positiven Anzeige entspricht. Weitere 13,00 Prozent betrafen den Referenzcode „Ml“ für Minderjährige. Die verbleibenden 21,40 Prozent erforderten zusätzliche Kontrollen aufgrund positiver Hinweise, Datenbankprüfungen, Sicherheitskontrollen oder weiterer Verfahren.
Frontex-Personal ist auf Ersuchen der Republik Zypern auf Grundlage einer EU-Verordnung an den Flughäfen eingesetzt und arbeitet unter nationaler Verwaltung. Es übernimmt unter Anleitung Aufgaben bei der Passkontrolle, Dokumentenprüfung und sekundären Kontrolle.
Fazit: Zypern modernisiert die Grenzkontrolle an seinen Flughäfen
Zypern wird 40 moderne ABC-Gates an seinen beiden Flughäfen installieren. Die Geräte sollen bis Ende des Jahres eintreffen und möglichst rasch in den Passagierhallen in Betrieb genommen werden. Die Maßnahme steht im Zusammenhang mit den Vorbereitungen auf das europäische Entry-Exit-System und dem Austausch der gesamten Passkontrollausrüstung.
Justiz- und Ordnungsminister Costas Fytiris erklärte in seiner Antwort auf eine parlamentarische Anfrage, dass die derzeitigen Interactive Kiosks mit dem Beitritt Zyperns zum Schengen-Raum und der Aufhebung der Kontrollen an den Binnengrenzen nicht weiterbetrieben werden. Diese Kiosks erfassen zwar Daten, lesen Reisepässe, nehmen Fotos auf und führen zusätzliche Prüfungen durch, erfordern aber weiterhin die endgültige Kontrolle durch einen Passkontrollbeamten.
ABC-Gates sind dagegen vollständig automatisierte Grenzkontrollsysteme, die ebenfalls biometrische Technologien nutzen. Sie gelten besonders bei reduziertem Personalbestand als effektiv, weil sie Passagierabfertigung und Personaleinsatz verbessern können.
Die Zahlen für 2025 zeigen, dass 65,60 Prozent der Fälle eine nicht positive Anzeige erhielten, 13,00 Prozent Minderjährige betrafen und 21,40 Prozent weitere Kontrollen benötigten. Frontex-Personal unterstützt die Kontrollen an den Flughäfen unter nationaler Verwaltung und nach den Anweisungen der zyprischen Behörden.
Ein geprüftes QR-Code-System für Kiosk-Belege wurde nicht genehmigt, weil es die gesamte Bearbeitungszeit der Passkontrolle verlangsamt hätte.
Mit der Bestellung der neuen ABC-Gates bereitet Zypern seine Flughäfen auf moderne europäische Grenzkontrollanforderungen vor und will zugleich Passagierabfertigung, Sicherheit und Ressourceneinsatz verbessern.
Quelle: CYPRUS NEWS AGENCY (CNA)
