- Die Zusammenarbeit zwischen Zypern, Griechenland und Israel bei Organtransplantationen ist laut Dr. Andreas Soloukidis ausgezeichnet.
- Nach der Organspende einer jungen Zypriotin, die bei einem Verkehrsunfall ums Leben kam, erhielten fünf Menschen eine zweite Chance im Leben.
- Beteiligt waren Teams aus Zypern, Griechenland und Israel: Herz, Lunge, Leber und beide Nieren wurden erfolgreich transplantiert.
- Organe, die in Zypern nicht transplantiert werden können, gehen vorrangig an Griechenland, danach an Israel und bei Bedarf über eine Plattform an andere europäische Länder.
- In Zypern wurden dieses Jahr bereits 19 Nierentransplantationen durchgeführt; das Ziel des Transplantationsrates ist es, die Zahl potenzieller Spender weiter zu erhöhen.
Dr. Andreas Soloukidis: Fünf Menschen erhielten nach Organspende einer jungen Zypriotin eine zweite Chance im Leben
Die Zusammenarbeit zwischen Zypern, Griechenland und Israel im Bereich der Organtransplantationen ist nach Angaben von Dr. Andreas Soloukidis hervorragend. Der Leiter des Transplantationszentrums am Allgemeinen Krankenhaus von Nikosia und Vizepräsident des Cyprus Transplant Council erklärte gegenüber der Cyprus News Agency, dass die Kooperation der drei Länder in den vergangenen Jahren deutlich gestärkt worden sei und sowohl den Empfängern in den Partnerländern als auch zypriotischen Patienten zugutekomme.
Besonders deutlich wurde diese Zusammenarbeit nach der jüngsten Organspende einer jungen Zypriotin, die bei einem Verkehrsunfall ums Leben gekommen war. Durch eine außergewöhnliche gemeinsame Anstrengung chirurgischer Teams aus Zypern, Griechenland und Israel erhielten fünf Menschen eine zweite Chance im Leben. Nach Angaben von Dr. Soloukidis befinden sich alle Empfänger in sehr gutem gesundheitlichem Zustand.
Der Fall erregte besondere Aufmerksamkeit, weil das Herz der jungen Spenderin an eine 45-jährige Frau in Israel transplantiert wurde. Dr. Soloukidis erklärte, dass diese Transplantation das Ergebnis einer seit Jahren bestehenden Zusammenarbeit sei, die das zypriotische Gesundheitsministerium mit der Nationalen Transplantationsorganisation Israels und jener Griechenlands vereinbart habe.
Nach dieser Vereinbarung werden Organe, die in Zypern aufgrund der geringen Bevölkerungszahl und der Größe des Landes nicht transplantiert werden können, an Partnerländer weitergegeben. Dazu zählen insbesondere Organe wie Herz, Lunge oder Leber, da Zypern solche Transplantationen nicht selbst durchführt. Vorrangig werden diese Organe der Nationalen Transplantationsorganisation Griechenlands angeboten. Wenn sie dort nicht angenommen werden, gehen sie mit Priorität an Israel. Gibt es auch dort keinen passenden Empfänger, werden die Organe über eine Plattform angeboten, damit sie einem anderen europäischen Land zur Verfügung gestellt werden können.
Der jüngste Fall zeigte die praktische Bedeutung dieser grenzüberschreitenden Zusammenarbeit. Vier verschiedene medizinische Teams waren beteiligt: ein Team des Onassis-Krankenhauses in Athen entnahm die Lunge, ein Team aus einem Krankenhaus in Israel übernahm die Herztransplantation, ein Team des Ippokrateion General Hospital in Thessaloniki erhielt die Leber, und ein zypriotisches Team transplantierte die beiden Nieren.
„Alle Organe wurden transplantiert“, sagte Dr. Soloukidis. Die beiden zypriotischen Nierenempfänger seien ebenso wie die anderen Empfänger in ausgezeichnetem Zustand. Die Organe hätten sofort funktioniert. Dadurch hätten fünf Mitmenschen eine zweite Chance im Leben erhalten.
Ein Fall, der die Bedeutung der Organspende sichtbar macht
Die Organspende der jungen Zypriotin steht im Zentrum der aktuellen Aussagen von Dr. Soloukidis. Ihr Tod nach einem Verkehrsunfall führte zu einer Entscheidung, die das Leben von fünf anderen Menschen unmittelbar veränderte. Herz, Lunge, Leber und beide Nieren konnten transplantiert werden.
Solche Fälle zeigen, wie tiefgreifend die Wirkung einer Organspende sein kann. Aus einem tragischen Ereignis kann für andere Menschen Hoffnung entstehen. Dr. Soloukidis sprach von einer „titanischen“ Anstrengung der beteiligten chirurgischen Teams. Diese Formulierung macht deutlich, wie komplex und anspruchsvoll die medizinische, organisatorische und zeitliche Koordination bei einer Mehrorgantransplantation ist.
Bei einer solchen Spende müssen verschiedene medizinische Teams, Krankenhäuser, Transplantationsorganisationen, Transportwege und Empfängerlisten miteinander abgestimmt werden. Die CNA-Meldung nennt keine Details zu den einzelnen Abläufen, doch die Beteiligung von Teams aus drei Ländern verdeutlicht den hohen Koordinationsaufwand.
Besonders wichtig ist, dass alle Organe transplantiert werden konnten und nach Angaben von Dr. Soloukidis sofort funktionierten. Die beiden zypriotischen Empfänger der Nieren sind in ausgezeichnetem Zustand. Auch die übrigen Empfänger befinden sich in sehr guter Gesundheit.
Vorrang für Griechenland, danach Israel
Die Zusammenarbeit folgt einer klaren Reihenfolge. Organe, die in Zypern nicht transplantiert werden können, werden vorrangig Griechenland angeboten. Erst wenn die griechische Organisation das Organ ablehnt, wird es Israel angeboten. Wenn auch dort kein Empfänger verfügbar ist, erfolgt die Weitergabe über eine europäische Plattform.
Diese Struktur zeigt, dass Zypern trotz seiner begrenzten eigenen Transplantationsmöglichkeiten in ein größeres internationales System eingebunden ist. Die Insel kann dadurch Organe, die im Land selbst nicht genutzt werden können, in lebensrettende Behandlungen in anderen Ländern einbringen.
Gleichzeitig entsteht ein Netzwerk gegenseitiger Unterstützung. Denn die Kooperation nützt nicht nur Empfängern in Griechenland oder Israel. Auch zypriotische Patienten, die Organe benötigen, die auf Zypern nicht transplantiert werden, stehen auf Wartelisten in Griechenland oder Israel.
Damit ist die Zusammenarbeit keine Einbahnstraße. Sie schafft Chancen für Patienten in mehreren Ländern.
Vier Teams aus drei Ländern beteiligt
Bei den jüngsten Transplantationen arbeiteten vier unterschiedliche Teams zusammen. Ein Team des Onassis-Krankenhauses in Athen entnahm die Lunge. Ein Team aus Israel übernahm das Herz. Ein Team des Ippokrateion General Hospital in Thessaloniki erhielt die Leber. Das zypriotische Team transplantierte die beiden Nieren.
Diese Verteilung zeigt, wie spezialisiert und international solche Abläufe sind. Verschiedene Organe gehen an unterschiedliche Empfänger und unterschiedliche Kliniken. Für jedes Organ müssen medizinische Eignung, Transport, Zeitfenster und chirurgische Bereitschaft koordiniert werden.
Dr. Soloukidis betonte, dass alle Organe transplantiert wurden. Die beiden zypriotischen Nierenempfänger befinden sich wie die anderen Empfänger in ausgezeichnetem Zustand.
Dass die Organe sofort funktionierten, ist ein besonders wichtiger medizinischer Hinweis. Es bedeutet, dass die Transplantationen erfolgreich verliefen und die Organe ihre Aufgabe unmittelbar aufnahmen.
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Mehr InformationenFünf Menschen erhalten eine zweite Chance
Der menschliche Kern der Meldung liegt in der Zahl der Empfänger: fünf Menschen erhielten eine zweite Chance im Leben. Diese Formulierung verwendete Dr. Soloukidis ausdrücklich.
Bei den transplantierten Organen handelte es sich um Herz, Lunge, Leber und zwei Nieren. Die Empfänger befinden sich nach seinen Angaben in sehr gutem Gesundheitszustand.
Die Geschichte zeigt, wie eine einzelne Organspende mehrere Leben beeinflussen kann. Eine Spenderin kann durch die Entnahme mehrerer Organe mehreren Patienten helfen. In diesem Fall profitierten Menschen in Zypern, Griechenland und Israel.
Die CNA-Meldung nennt keine weiteren persönlichen Angaben zu den Empfängern, außer dass das Herz an eine 45-jährige Frau in Israel ging. Der Schutz der Privatsphäre der Patienten bleibt damit gewahrt.
Stärkung der Zusammenarbeit durch den Transplantationsrat
Dr. Soloukidis sagte, dass sich die Zusammenarbeit mit Griechenland und Israel in den vergangenen Jahren durch die Aktivierung des Cyprus Transplant Council verstärkt habe. Besonders die Kooperation mit Israel habe an Bedeutung gewonnen.
Israel habe in den vergangenen zwei Jahren sehr häufig, mindestens zweimal, ein Herz erhalten. Dazu gehöre der aktuelle Fall der zypriotischen Spenderin. Im vergangenen Jahr sei außerdem eine Lunge nach Israel gegangen, nachdem sie von Griechenland abgelehnt worden sei.
Darüber hinaus erklärte Dr. Soloukidis, dass etwa 50 Prozent der Lebertransplantate, die Griechenland aus verschiedenen Gründen nicht akzeptiere, letztlich nach Israel gingen.
Diese Angaben zeigen, dass Israel ein wichtiger Partner für Zypern im Bereich der Transplantationsmedizin geworden ist. Gleichzeitig bleibt Griechenland der erste Empfänger im vorgesehenen Prioritätssystem.
Kooperation mit Griechenland und Israel als tragende Säule
„Wir haben eine ausgezeichnete Zusammenarbeit sowohl mit der Nationalen Transplantationsorganisation Griechenlands als auch mit Israel“, sagte Dr. Soloukidis.
Wenn nötig, werde eine „titanische Koordinationsanstrengung“ der chirurgischen Teams unternommen. Diese Aussage unterstreicht, dass internationale Transplantationskooperation weit mehr erfordert als formale Abkommen. Sie hängt von schneller Kommunikation, medizinischer Bereitschaft, eingespielten Abläufen und Vertrauen zwischen den beteiligten Institutionen ab.
Die Zusammenarbeit umfasst nicht nur die Weitergabe von Organen, sondern auch die Abstimmung von Wartelisten, medizinischen Teams, Transportsystemen und klinischen Kapazitäten. Die CNA-Meldung beschreibt diese Abläufe nicht im Detail, macht aber deutlich, dass sie in kritischen Momenten funktionieren.
Nutzen auch für zypriotische Patienten
Dr. Soloukidis betonte ausdrücklich, dass die Kooperation auch zypriotischen Patienten zugutekommt. Zypriotische Patienten, die eine Transplantation eines Organs benötigen, das auf Zypern nicht transplantiert wird, stehen auf Wartelisten in Griechenland oder Israel.
Dies betrifft insbesondere Organe wie Herz, Lunge oder Leber. Da solche Transplantationen in Zypern nicht durchgeführt werden, sind Patienten auf die Zusammenarbeit mit ausländischen Zentren angewiesen.
Die internationale Kooperation erhöht somit die Chancen zypriotischer Patienten auf eine lebensrettende Transplantation. Sie ermöglicht den Zugang zu spezialisierten medizinischen Verfahren, die im eigenen Land aufgrund der Größe und Bevölkerungszahl nicht angeboten werden.
Warum Zypern bestimmte Transplantationen nicht selbst durchführt
Dr. Soloukidis erklärte, dass Zypern aufgrund seiner kleinen Bevölkerung und Größe bestimmte Transplantationen nicht selbst durchführt. Dazu gehören Herz-, Lungen- und Lebertransplantationen.
Solche Eingriffe erfordern hochspezialisierte medizinische Infrastruktur, Teams mit entsprechender Erfahrung, ausreichend Fallzahlen und komplexe Nachsorge. Die Pressemitteilung nennt diese Aspekte nicht im Detail, verweist aber auf die strukturellen Gründe: kleine Bevölkerung und geringe Landesgröße.
Für ein kleines Land kann es medizinisch und organisatorisch sinnvoller sein, bestimmte hochkomplexe Verfahren in Kooperation mit größeren Zentren im Ausland abzuwickeln. Gleichzeitig kann Zypern im Bereich der Nierentransplantationen eigene Leistungen erbringen, wie die zwei jüngsten Nierentransplantationen zeigen.
Nierentransplantationen in Zypern
Bei den jüngsten Transplantationen wurden die beiden Nieren der Spenderin in Zypern transplantiert. Die Empfänger befinden sich nach Angaben von Dr. Soloukidis in ausgezeichnetem Zustand. Die Organe funktionierten sofort.
Für das laufende Jahr berichtete Dr. Soloukidis, dass in Zypern bisher 19 Nierentransplantationen durchgeführt wurden. Weitere Transplantationen sind bis zum Jahresende geplant.
Diese Zahlen zeigen, dass Zypern im Bereich der Nierentransplantation über eine aktive Transplantationspraxis verfügt. Während bestimmte andere Organe im Ausland transplantiert werden müssen, können Nierentransplantationen im Land durchgeführt werden.
Die CNA-Meldung enthält keine Vergleichszahlen zu den Vorjahren. Sie nennt jedoch die Zahl von 19 Nierentransplantationen im laufenden Jahr und die Erwartung weiterer Eingriffe bis Jahresende.
Rund zehn posthume Spender pro Jahr
Dr. Soloukidis sagte, dass es in Zypern üblicherweise rund zehn posthume Spender pro Jahr gibt. Diese Zahl platziert Zypern nach seinen Angaben ungefähr im Mittelfeld der EU-Liste.
Das Ziel des Transplantationsrates sei es, die Zahl potenzieller Spender weiter zu erhöhen, damit Zypern zu den Spitzenreitern in der EU gehören könne.
Posthume Spender sind für viele Organtransplantationen entscheidend, insbesondere für Organe wie Herz, Lunge und Leber. Die Erhöhung der Spenderzahlen kann daher direkte Auswirkungen auf die Zahl der möglichen Transplantationen haben.
Die Meldung nennt keine konkreten Maßnahmen des Transplantationsrates, verweist aber auf verschiedene Aktionen, mit denen sowohl posthume als auch lebende Spenden gefördert werden sollen.
Zypern bei lebenden Spendern hoch im europäischen Vergleich
Während Zypern bei posthumen Spendern ungefähr im Mittelfeld der EU liegt, steht das Land bei lebenden Spendern nach Angaben von Dr. Soloukidis sehr hoch im europäischen Ranking.
Lebendspenden betreffen vor allem Organe oder Gewebe, bei denen eine Spende durch lebende Personen medizinisch möglich ist. Die CNA-Meldung nennt keine Details zur Aufteilung oder zu konkreten Zahlen der lebenden Spender. Sie hält jedoch fest, dass Zypern in dieser Kategorie sehr gut abschneidet.
Das Ziel sei, in beiden Kategorien noch höher zu kommen: sowohl bei posthumen als auch bei lebenden Spendern. Dafür seien verschiedene Aktionen vorgesehen.
Bedeutung des Transplantationsrates
Der Cyprus Transplant Council spielt nach den Aussagen von Dr. Soloukidis eine wichtige Rolle. Mit seiner Aktivierung habe sich die Zusammenarbeit mit Griechenland und Israel verstärkt.
Der Rat arbeitet daran, die Zahl potenzieller Spender weiter zu erhöhen. Gleichzeitig unterstützt er offenbar die Koordination und Weiterentwicklung der Transplantationspolitik. Die CNA-Meldung nennt keine detaillierten institutionellen Zuständigkeiten, macht aber deutlich, dass der Rat im Zentrum der Bemühungen steht.
Dr. Soloukidis ist selbst Vizepräsident des Cyprus Transplant Council und Leiter des Transplantationszentrums am Allgemeinen Krankenhaus von Nikosia. Seine Aussagen verbinden daher medizinische Praxis und institutionelle Perspektive.
Medizinische Kooperation über Grenzen hinweg
Der Fall der jungen zypriotischen Spenderin zeigt, wie wichtig medizinische Kooperation über nationale Grenzen hinweg ist. Kein Land arbeitet in einem solchen Bereich völlig isoliert, besonders wenn es um seltene, hochkomplexe und zeitkritische Eingriffe geht.
Zypern kann durch Kooperationen sicherstellen, dass Organe, die im Land nicht transplantiert werden können, anderen Patienten zugutekommen. Gleichzeitig erhalten zypriotische Patienten Zugang zu Wartelisten in Ländern, die bestimmte Transplantationen durchführen.
Diese wechselseitige Zusammenarbeit erhöht die Effizienz des Systems. Sie kann verhindern, dass verfügbare Organe ungenutzt bleiben, und verbessert die Chancen von Patienten auf eine passende Transplantation.
Die Rolle Griechenlands
Griechenland ist in der Vereinbarung der erste Prioritätspartner für Organe, die in Zypern nicht transplantiert werden können. Die Nationale Transplantationsorganisation Griechenlands erhält diese Organe vorrangig.
Bei den jüngsten Transplantationen waren zwei griechische Teams beteiligt. Das Onassis-Krankenhaus in Athen entnahm die Lunge. Das Ippokrateion General Hospital in Thessaloniki erhielt die Leber.
Diese Beteiligung zeigt die praktische Rolle Griechenlands im Kooperationssystem. Griechenland ist sowohl institutionell als auch medizinisch ein zentraler Partner Zyperns.
Die Rolle Israels
Israel ist der zweite prioritäre Partner, wenn ein Organ von Griechenland nicht angenommen wird. In den vergangenen Jahren hat sich die Zusammenarbeit mit Israel nach den Worten von Dr. Soloukidis besonders verstärkt.
Israel erhielt im jüngsten Fall das Herz der jungen zypriotischen Spenderin, das einer 45-jährigen Frau transplantiert wurde. In den vergangenen zwei Jahren habe Israel mindestens zweimal ein Herz erhalten. Im vergangenen Jahr sei zudem eine Lunge nach Israel gegangen, nachdem Griechenland sie abgelehnt hatte.
Außerdem gehen nach Angaben von Dr. Soloukidis etwa 50 Prozent der Lebern, die Griechenland aus verschiedenen Gründen nicht akzeptiert, nach Israel.
Diese Zahlen und Beispiele zeigen, dass Israel eine wichtige Rolle im Netzwerk der Organweitergabe spielt.
Europäische Plattform als weiterer Weg
Wenn weder Griechenland noch Israel einen verfügbaren Empfänger haben, kann ein Organ über eine Plattform einem anderen europäischen Land zur Verfügung gestellt werden. Damit bleibt die Möglichkeit offen, dass ein Organ auch über die beiden unmittelbaren Partner hinaus genutzt wird.
Die Pressemitteilung nennt keine Einzelheiten zu dieser Plattform. Sie macht jedoch deutlich, dass die Prioritätsreihenfolge nicht dazu führt, dass Organe ungenutzt bleiben, wenn in Griechenland oder Israel kein Empfänger verfügbar ist.
Dieser Mechanismus erweitert den Kreis möglicher Empfänger und stärkt die internationale Verfügbarkeit lebensrettender Organe.
Die menschliche Dimension der Organspende
Neben den institutionellen und medizinischen Details steht die menschliche Dimension im Mittelpunkt. Eine junge Frau verlor bei einem Verkehrsunfall ihr Leben. Aus ihrer Organspende erhielten fünf andere Menschen eine neue Chance.
Für die Empfänger und ihre Familien bedeutet eine erfolgreiche Transplantation oft einen tiefgreifenden Einschnitt. Sie kann Leben retten, Lebensqualität zurückgeben und neue Zukunftsperspektiven eröffnen.
Dr. Soloukidis hob hervor, dass alle Empfänger in sehr gutem Zustand sind. Die Organe funktionierten sofort. Diese medizinische Entwicklung gibt dem tragischen Ereignis eine hoffnungsvolle Bedeutung.
Bedeutung von Spenderbereitschaft
Die Meldung zeigt indirekt auch die Bedeutung der Spenderbereitschaft. Ohne Organspende wären die fünf Transplantationen nicht möglich gewesen.
Dr. Soloukidis verwies darauf, dass Zypern üblicherweise rund zehn posthume Spender pro Jahr hat. Ziel ist es, diese Zahl weiter zu erhöhen. Je mehr Menschen als potenzielle Spender infrage kommen, desto mehr Patienten können eine Chance auf ein neues Leben erhalten.
Die Steigerung der Spenderzahlen ist daher ein wichtiges Anliegen des Transplantationsrates.
Herausforderungen kleiner Länder
Zypern steht als kleines Land vor besonderen Herausforderungen im Bereich der Transplantationsmedizin. Die begrenzte Bevölkerungszahl bedeutet, dass bestimmte hochspezialisierte Eingriffe im eigenen Land nicht durchgeführt werden. Zugleich ist die Zahl verfügbarer Spender naturgemäß kleiner als in größeren Staaten.
Internationale Kooperation ist daher besonders wichtig. Sie ermöglicht es Zypern, Teil eines größeren medizinischen Netzwerks zu sein. Organe können effizienter vermittelt werden, Patienten erhalten Zugang zu spezialisierten Zentren, und medizinische Teams können eng zusammenarbeiten.
Der Fall der jüngsten Organspende zeigt, dass dieses System funktionieren kann.
Keine Angaben zu weiteren Empfängerdetails
Die CNA-Meldung nennt aus Datenschutzgründen nur wenige Angaben zu den Empfängern. Bekannt ist, dass das Herz an eine 45-jährige Frau in Israel transplantiert wurde. Außerdem wurden zwei Nieren an zypriotische Empfänger transplantiert. Lunge und Leber gingen an Teams aus Griechenland.
Weitere persönliche Angaben zu Alter, Herkunft oder medizinischer Vorgeschichte der Empfänger werden nicht genannt. Der Artikel bleibt daher bei den veröffentlichten Informationen.
Ausblick auf weitere Transplantationen in Zypern
Für das laufende Jahr wurden in Zypern bereits 19 Nierentransplantationen durchgeführt. Weitere Transplantationen sind bis Jahresende geplant.
Diese Aussage zeigt, dass das Transplantationszentrum in Nikosia weiterhin aktiv ist und in den kommenden Monaten weitere Eingriffe erwartet werden. Die Meldung nennt keine genaue Zahl der geplanten Transplantationen.
In Verbindung mit den Bemühungen des Transplantationsrates, die Zahl der Spender zu erhöhen, zeigt sich ein fortgesetzter Ausbau der transplantationsmedizinischen Arbeit in Zypern.
Zusammenfassung der wichtigsten Punkte
Die Aussagen von Dr. Andreas Soloukidis lassen sich in mehreren zentralen Punkten zusammenfassen.
Die Zusammenarbeit zwischen Zypern, Griechenland und Israel bei Organtransplantationen wird als ausgezeichnet beschrieben. Eine jüngste Organspende einer jungen Zypriotin, die bei einem Verkehrsunfall ums Leben kam, ermöglichte fünf Menschen eine zweite Chance im Leben. Vier Teams aus drei Ländern waren beteiligt. Herz, Lunge, Leber und beide Nieren wurden transplantiert, und alle Empfänger befinden sich in sehr gutem Zustand.
Zypern gibt Organe, die im Land nicht transplantiert werden können, vorrangig an Griechenland weiter. Wenn Griechenland ein Organ ablehnt, geht es mit Priorität an Israel. Ist auch dort kein Empfänger verfügbar, wird das Organ über eine Plattform einem anderen europäischen Land angeboten.
Die Kooperation hilft auch zypriotischen Patienten, die für bestimmte Transplantationen auf Wartelisten in Griechenland oder Israel stehen. Im laufenden Jahr wurden in Zypern bereits 19 Nierentransplantationen durchgeführt. Üblicherweise gibt es im Land rund zehn posthume Spender pro Jahr.
Fazit: Internationale Kooperation rettet Leben
Die Aussagen von Dr. Andreas Soloukidis machen deutlich, wie wichtig die Zusammenarbeit zwischen Zypern, Griechenland und Israel im Bereich der Organtransplantationen ist. Der jüngste Fall einer jungen zypriotischen Spenderin zeigt, dass ein gut koordiniertes internationales System Leben retten kann.
Fünf Menschen erhielten durch diese Organspende eine zweite Chance: Das Herz wurde einer 45-jährigen Frau in Israel transplantiert, die Lunge wurde von einem Team des Onassis-Krankenhauses in Athen übernommen, die Leber ging an ein Team des Ippokrateion General Hospital in Thessaloniki, und die beiden Nieren wurden in Zypern transplantiert.
Nach Angaben von Dr. Soloukidis sind alle Empfänger in sehr gutem Zustand. Die Organe funktionierten sofort. Der Fall war das Ergebnis einer intensiven Zusammenarbeit chirurgischer Teams aus Zypern, Griechenland und Israel.
Die seit Jahren bestehende Vereinbarung des zypriotischen Gesundheitsministeriums mit den nationalen Transplantationsorganisationen Griechenlands und Israels ermöglicht es, Organe, die in Zypern nicht transplantiert werden können, sinnvoll und lebensrettend weiterzugeben. Zugleich profitieren auch zypriotische Patienten von der Kooperation, weil sie für bestimmte Transplantationen auf Wartelisten in Griechenland oder Israel stehen.
Zypern hat in diesem Jahr bereits 19 Nierentransplantationen durchgeführt, weitere sollen folgen. Bei posthumen Spendern liegt das Land ungefähr im Mittelfeld der EU, bei lebenden Spendern dagegen sehr hoch im europäischen Vergleich. Ziel des Transplantationsrates ist es, die Zahl potenzieller Spender weiter zu erhöhen.
Die Kooperation zwischen Zypern, Griechenland und Israel zeigt, dass medizinische Zusammenarbeit über Grenzen hinweg unmittelbare menschliche Wirkung hat. Sie verbindet Fachwissen, Organisation, Solidarität und schnelle Koordination – und gibt schwerkranken Menschen eine neue Chance auf Leben.
Quelle: CYPRUS NEWS AGENCY (CNA)
