Christodoulides will gemeinsames Treffen mit türkisch-zyprischem Führer vorschlagen

Christodoulides will gemeinsames Treffen mit türkisch-zyprischem Führer vorschlagen

  • Präsident Nikos Christodoulides will dem türkisch-zyprischen Führer ein gemeinsames Treffen in der kommenden Woche vorschlagen.

  • Er äußerte die Hoffnung auf eine positive Antwort, um die Diskussion fortzusetzen, die bereits vor der Reise nach New York begonnen hatte.

  • Christodoulides steht in Kontakt mit der UN-Sondergesandten María Angela Holguín, die den Termin ihrer nächsten Zypern-Reise selbst bekannt geben wird.

  • Der Präsident betonte, es gebe politischen Willen und konkrete Ideen zu den drei Themen, die vom UN-Generalsekretär angefordert wurden und positiv aufgenommen worden seien.

  • Zur Frage möglicher Entwicklungen bei der UN-Führung sagte Christodoulides, Zypern stehe mit europäischen Partnern und anderen Ländern in Kontakt; derzeit sei vor allem die Arbeit hinter den Kulissen entscheidend.

    Präsident hofft auf positive Antwort und verweist auf politische Bereitschaft, Ideen und laufende Kontakte mit UN-Gesandter María Angela Holguín

    Der Präsident der Republik Zypern, Nikos Christodoulides, will dem türkisch-zyprischen Führer ein gemeinsames Treffen in der kommenden Woche vorschlagen. Dies erklärte der Präsident am Dienstag gegenüber Journalisten bei seiner Ankunft zur Eröffnungszeremonie des neuen Justizjahres des Obersten Verfassungsgerichts. Christodoulides äußerte die Hoffnung, dass es auf den Vorschlag eine positive Antwort geben werde.

    Der Präsident sagte, er stehe in Kontakt mit der persönlichen Gesandten des UN-Generalsekretärs für Zypern, María Angela Holguín. Sie werde den Zeitpunkt ihrer Ankunft in Zypern selbst bekannt geben. Gleichzeitig habe er den griechisch-zyprischen Verhandlungsführer gebeten, die türkisch-zyprische Seite zu kontaktieren, um ein gemeinsames Treffen mit dem türkisch-zyprischen Führer in der kommenden Woche vorzuschlagen.

    Christodoulides stellte seine Initiative in den Zusammenhang der Gespräche, die bereits vor der Reise nach New York begonnen hatten, sowie der Kontakte mit dem UN-Generalsekretär. Es gehe darum, eine Diskussion fortzusetzen, die bereits im Gang sei, und auf den Daten und Gesprächen aufzubauen, die mit António Guterres geführt worden seien.

    „Wir sind hier, um Fortschritte zu erzielen“, betonte der Präsident. Es gebe politischen Willen und Ideen, die alle drei Themen betreffen, die vom UN-Generalsekretär angefordert worden seien. Diese Ideen seien vom UN-Generalsekretär positiv aufgenommen worden. Deshalb wolle die griechisch-zyprische Seite weitermachen und habe bereits den Verhandlungsführer beauftragt, Kontakt mit der türkisch-zyprischen Seite aufzunehmen.

    Die Aussagen des Präsidenten fallen in eine Phase erneuter diplomatischer Bewegung rund um das Zypernproblem. UN-Generalsekretär António Guterres, dessen Amtszeit sich dem Ende nähert, hatte angekündigt, nach ausreichender Vorbereitung ein weiteres Treffen in erweitertem Format einzuberufen. Einen konkreten Zeitplan nannte er nicht. Er sicherte sich dafür jedoch die Zustimmung beider Seiten sowie der Garantiemächte. María Angela Holguín ist als persönliche Gesandte des UN-Generalsekretärs damit beauftragt, mit den Parteien in Kontakt zu treten.

    Vorschlag für ein Treffen in der kommenden Woche

    Der wichtigste Punkt der Erklärung von Präsident Christodoulides ist seine Absicht, dem türkisch-zyprischen Führer ein gemeinsames Treffen für die kommende Woche vorzuschlagen. Der Präsident sagte ausdrücklich, er hoffe auf eine positive Antwort.

    Diese Formulierung zeigt, dass Nikosia offenbar eine Fortsetzung direkter Kontakte anstrebt. Ein solches Treffen wäre kein endgültiger Verhandlungsschritt, könnte aber ein wichtiges Signal sein. Es würde zeigen, ob beide Seiten bereit sind, die Diskussionen im aktuellen diplomatischen Rahmen fortzuführen.

    Christodoulides machte deutlich, dass er den griechisch-zyprischen Verhandlungsführer bereits beauftragt hat, mit der türkisch-zyprischen Seite Kontakt aufzunehmen. Damit wird der Vorschlag nicht nur öffentlich angekündigt, sondern auch operativ vorbereitet.

    Die Pressemitteilung nennt keinen konkreten Termin für das Treffen. Sie hält lediglich fest, dass der Präsident ein Treffen in der kommenden Woche vorschlagen will.

    Fortsetzung einer bereits begonnenen Diskussion

    Christodoulides sagte, er wolle eine Diskussion fortsetzen, die bereits vor der Reise nach New York begonnen habe. Gleichzeitig verwies er auf die Gespräche mit dem UN-Generalsekretär.

    Dieser Hinweis ist wichtig, weil der Präsident sein Treffen nicht als isolierten Schritt darstellt. Es geht ihm offenbar darum, an bereits laufende Kontakte anzuknüpfen. Die diplomatische Bewegung soll nicht neu erfunden werden, sondern auf bestehenden Gesprächen, Daten und Ideen aufbauen.

    Der Präsident spricht damit von Kontinuität. Die Bemühungen um Bewegung im Zypernproblem sollen nicht als einmalige Erklärung oder symbolische Geste verstanden werden, sondern als Teil eines Prozesses, in dem UN, beide Seiten und weitere Akteure eingebunden sind.

    Kontakt mit María Angela Holguín

    Ein weiterer zentraler Punkt ist der Kontakt mit María Angela Holguín, der persönlichen Gesandten des UN-Generalsekretärs für Zypern. Christodoulides sagte, er stehe mit ihr in Verbindung. Zur Frage, ob das Datum ihres Besuchs bereits festgelegt sei, erklärte der Präsident, Holguín werde dieses Datum selbst bekannt geben.

    Damit macht er deutlich, dass die UN-Gesandte weiterhin eine aktive Rolle im Prozess spielt. Ihr Besuch in Zypern ist offenbar geplant, aber die genaue öffentliche Ankündigung soll von ihr selbst erfolgen.

    Holguíns Aufgabe besteht darin, mit den Parteien zu sprechen und den Prozess im Auftrag des UN-Generalsekretärs zu unterstützen. Ihre Rolle ist besonders wichtig, weil António Guterres ein weiteres Treffen in erweitertem Format nach ausreichender Vorbereitung angekündigt hat. Eine solche Vorbereitung hängt wesentlich davon ab, ob die Beteiligten bereit sind, konstruktiv aufeinander zuzugehen.

    Drei Themen des UN-Generalsekretärs

    Christodoulides sagte, es gebe Ideen zu allen drei Themen, die vom UN-Generalsekretär angefordert worden seien. Die Pressemitteilung nennt diese drei Themen nicht im Detail. Daher kann hier nur festgehalten werden, dass der Präsident auf ein Paket von drei Punkten Bezug nahm, das offenbar im Kontakt mit dem UN-Generalsekretär eine Rolle spielt.

    Wichtig ist, dass der Präsident betonte, diese Ideen seien vom UN-Generalsekretär positiv aufgenommen worden. Das soll zeigen, dass Nikosia nicht nur abstrakt Bereitschaft signalisiert, sondern konkrete Überlegungen eingebracht hat, die in New York offenbar auf positive Resonanz gestoßen sind.

    Da die Mitteilung keine Details zu diesen Ideen nennt, wäre es nicht korrekt, ihren Inhalt zu spekulieren. Der Artikel kann nur wiedergeben, dass Christodoulides von politischen Ideen sprach, die alle drei vom UN-Generalsekretär angesprochenen Themen betreffen.

    Politischer Wille als zentrale Botschaft

    Der Präsident betonte ausdrücklich, dass politischer Wille vorhanden sei. Diese Aussage ist im Kontext des Zypernproblems besonders bedeutsam. Friedensprozesse scheitern häufig nicht nur an technischen Fragen, sondern an fehlendem Vertrauen, mangelnder Bereitschaft zu Kompromissen oder unterschiedlichen strategischen Zielen.

    Wenn Christodoulides sagt, dass politischer Wille vorhanden sei, richtet er eine Botschaft an mehrere Adressaten: an die türkisch-zyprische Seite, an die Vereinten Nationen, an die internationale Gemeinschaft und an die eigene Öffentlichkeit.

    Er will deutlich machen, dass die griechisch-zyprische Seite bereit ist, weiterzumachen. Die Einladung zu einem gemeinsamen Treffen soll diese Bereitschaft praktisch unterstreichen.

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Hoffnung auf positive Antwort

Die Hoffnung auf eine positive Antwort zeigt, dass der nächste Schritt nicht allein von Nikosia abhängt. Ein gemeinsames Treffen kann nur stattfinden, wenn auch die türkisch-zyprische Seite zustimmt.

Die Formulierung bleibt diplomatisch. Christodoulides spricht nicht von einer Forderung, sondern von einem Vorschlag und einer Hoffnung. Damit lässt er Raum für die Antwort der anderen Seite, ohne den Prozess öffentlich zu belasten.

In Friedensprozessen kann die Art der Formulierung wichtig sein. Öffentliche Ultimaten können Positionen verhärten. Ein Vorschlag mit offenem Appell kann dagegen die Möglichkeit schaffen, ohne Gesichtsverlust zuzustimmen.

Arbeit hinter den Kulissen wichtiger als öffentliche Erklärungen

Auf die Frage nach möglichen Entwicklungen rund um die Nachfolge des UN-Generalsekretärs sagte Christodoulides, im Moment sei die Arbeit hinter den Kulissen wichtiger als öffentliche Aussagen. Diese Bemerkung ist aufschlussreich.

Sie zeigt, dass die zyprische Regierung offenbar diskrete diplomatische Kontakte für entscheidend hält. Gerade in sensiblen Phasen kann zu viel öffentliche Kommunikation den Spielraum verringern. Wenn Namen, Szenarien oder Positionen zu früh öffentlich diskutiert werden, können Reaktionen ausgelöst werden, die den Prozess erschweren.

Christodoulides sagte, es gebe derzeit viele Szenarien und viele Namen, die nicht auf der Liste stünden, die der UN-Sicherheitsrat aktuell diskutiere. Mehr gebe es im Moment nicht zu sagen. Entscheidend sei die laufende Arbeit im Hintergrund.

Frage eines möglichen türkischen UN-Generalsekretärs

Journalisten fragten den Präsidenten auch, ob es Sorge über die Möglichkeit eines türkischen UN-Generalsekretärs gebe. Christodoulides antwortete, die Türkei tue ihre Arbeit, und Zypern tue seine Arbeit. Er fügte hinzu, dass es viele Szenarien und viele Namen gebe, die nicht auf der aktuellen Liste des UN-Sicherheitsrats stünden.

Diese Antwort ist diplomatisch vorsichtig. Der Präsident vermeidet eine direkte Bewertung einzelner möglicher Kandidaturen und betont stattdessen, dass Zypern seine eigenen Kontakte pflegt und die Entwicklungen beobachtet.

Er sagte, Zypern stehe in Kontakt mit seinen europäischen Partnern sowie mit anderen Ländern. Das zeigt, dass die Republik die Entwicklungen im Zusammenhang mit der künftigen UN-Führung aufmerksam verfolgt, ohne öffentlich weiter ins Detail zu gehen.

Kontakte mit europäischen Partnern und anderen Staaten

Christodoulides erklärte, Zypern stehe mit europäischen Partnern und anderen Ländern in Kontakt und beobachte die Entwicklungen. Dies bezieht sich auf die Frage der UN-Nachfolge, hat aber auch eine breitere diplomatische Bedeutung.

Das Zypernproblem ist seit Jahrzehnten ein internationales Thema. Neben den beiden Gemeinschaften und den Garantiemächten spielen die Vereinten Nationen, die Europäische Union und weitere internationale Akteure eine Rolle. Für Nikosia ist es daher wichtig, laufend diplomatische Kontakte zu pflegen.

Die Erwähnung europäischer Partner unterstreicht auch die EU-Dimension der Zypernfrage. Zypern ist Mitgliedstaat der Europäischen Union. Jede Bewegung im Friedensprozess hat daher auch europäische Bedeutung.

UN-Generalsekretär will weiteres Treffen im erweiterten Format

Die Pressemitteilung erinnert daran, dass UN-Generalsekretär António Guterres angekündigt hat, nach ausreichender Vorbereitung ein weiteres Treffen in breiterem Format einzuberufen. Einen Zeitplan nannte er nicht.

Ein erweitertes Format bedeutet, dass nicht nur die beiden Seiten, sondern auch weitere beteiligte Akteure eingebunden werden können. Die Pressemitteilung erwähnt, dass Guterres die Zustimmung beider Seiten und der Garantiemächte für diesen Zweck gesichert habe.

Dies zeigt, dass der UN-Prozess weiterhin lebt, auch wenn noch kein konkreter Termin feststeht. Die Vorbereitung ist entscheidend. Genau in diesem Zusammenhang sind Holguíns Kontakte und der mögliche Vorschlag eines gemeinsamen Treffens einzuordnen.

Bedeutung der ausreichenden Vorbereitung

Guterres will ein weiteres Treffen erst nach ausreichender Vorbereitung einberufen. Diese Bedingung ist wichtig. Frühere Verhandlungsrunden zeigten, dass Treffen ohne genügend Vorarbeit Gefahr laufen, ohne Ergebnis zu enden.

Ausreichende Vorbereitung kann bedeuten, dass die Positionen geklärt, mögliche Themen strukturiert, Vertrauen aufgebaut und realistische Erwartungen entwickelt werden müssen. Dazu können direkte Treffen, Kontakte der UN-Gesandten, Gespräche mit den Garantiemächten und Abstimmungen mit der Europäischen Union gehören.

Christodoulides’ Vorschlag für ein gemeinsames Treffen kann daher als Teil dieser Vorbereitung gesehen werden. Wenn beide Seiten miteinander sprechen, kann dies helfen, den Boden für weitere Schritte zu bereiten.

Rolle der Garantiemächte

Die Pressemitteilung erwähnt, dass der UN-Generalsekretär die Zustimmung beider Seiten und der Garantiemächte für ein weiteres Treffen in breiterem Format gesichert habe. Die Garantiemächte sind im Kontext der Zypernfrage ein zentrales Element.

Ihre Beteiligung macht die Zypernfrage nicht nur zu einer innerzyprischen, sondern auch zu einer internationalen und sicherheitspolitischen Frage. Deshalb ist ein erweitertes Format komplexer als ein bilaterales Treffen der beiden Führer.

Die aktuelle Ankündigung von Christodoulides betrifft zunächst ein gemeinsames Treffen mit dem türkisch-zyprischen Führer. Dieses könnte jedoch in den größeren Rahmen der Vorbereitung auf ein mögliches erweitertes Treffen passen.

María Angela Holguín als Vermittlungsfigur

Holguín ist als persönliche Gesandte des UN-Generalsekretärs damit beauftragt, mit den Parteien in Kontakt zu treten. Ihre Rolle besteht darin, Bewegung auszuloten und die Voraussetzungen für weitere Schritte zu schaffen.

Dass Christodoulides auf seinen Kontakt mit Holguín verweist, zeigt, dass ihre Mission weiter relevant ist. Ihr Besuch in Zypern könnte neue Kontakte ermöglichen oder bestehende Gespräche vertiefen.

Die Pressemitteilung gibt keine Details darüber, wann sie ankommt, mit wem sie sich treffen wird oder welche Themen auf ihrer Agenda stehen. Sie hält lediglich fest, dass sie das Datum ihrer Ankunft selbst bekannt geben wird.

Europäische Kommission durch Raffaele Fitto eingebunden

Die Meldung erwähnt außerdem, dass Executive Vice-President Raffaele Fitto als Sondervertreter der Europäischen Kommission für Zypern tätig ist. Er folgt auf den früheren EU-Sondergesandten Johannes Hahn.

Diese Information zeigt, dass auch die Europäische Kommission in den Prozess eingebunden ist. Eine Lösung des Zypernproblems hätte eine klare europäische Dimension, weil die Republik Zypern Mitgliedstaat der Europäischen Union ist und eine mögliche Lösung mit EU-Recht und EU-Mechanismen verbunden wäre.

Die Rolle Fittos ist in der Pressemitteilung nicht weiter ausgeführt. Sie wird jedoch als Teil des aktuellen diplomatischen Rahmens genannt.

Historischer Hintergrund: Teilung seit 1974

Zypern ist seit 1974 geteilt, nachdem die Türkei einmarschierte und das nördliche Drittel der Insel besetzte. Diese Teilung prägt das politische Leben, die Sicherheit, die Gesellschaft und die internationalen Beziehungen der Republik bis heute.

Die CNA-Meldung erinnert daran, dass wiederholte Runden UN-geführter Friedensgespräche bislang zu keinem Ergebnis geführt haben, aufgrund türkischer Unnachgiebigkeit. Der letzte große Verhandlungsversuch fand im Juli 2017 im Schweizer Ferienort Crans-Montana statt und endete ergebnislos.

Dieser Hintergrund ist entscheidend, um die Bedeutung selbst kleiner diplomatischer Schritte zu verstehen. Ein vorgeschlagenes gemeinsames Treffen in der kommenden Woche ist kein endgültiger Durchbruch. Es kann aber ein Zeichen sein, dass die Bemühungen um Wiederaufnahme oder Vorbereitung neuer Gespräche weitergehen.

Crans-Montana als letzter großer Einschnitt

Die Gespräche in Crans-Montana im Juli 2017 waren ein zentraler Moment im UN-geführten Prozess. Ihr ergebnisloses Ende markierte eine lange Phase ohne umfassende Verhandlungen auf vergleichbarem Niveau.

Seitdem ist die Frage, wie der Prozess wiederbelebt werden kann, immer wieder auf die Tagesordnung zurückgekehrt. Jede neue Initiative wird vor diesem Hintergrund bewertet: Kann sie Vertrauen schaffen? Kann sie zu substantiellen Gesprächen führen? Kann sie die Seiten auf einen gemeinsamen Rahmen zurückbringen?

Der Vorschlag von Christodoulides für ein Treffen ist daher Teil einer größeren Suche nach einem Weg zurück zu strukturiertem Dialog.

Neue Dynamik oder vorsichtiger diplomatischer Schritt?

Die Aussagen des Präsidenten können als vorsichtiger diplomatischer Schritt verstanden werden. Er vermeidet überzogene Erwartungen, betont aber den politischen Willen und die vorhandenen Ideen.

Er sagt nicht, dass ein Durchbruch unmittelbar bevorsteht. Er sagt, dass Zypern bereit ist, Fortschritte zu erzielen, und dass ein gemeinsames Treffen in der kommenden Woche vorgeschlagen wird.

Diese vorsichtige Haltung ist nachvollziehbar. Friedensprozesse können leicht durch überhöhte Erwartungen belastet werden. Gleichzeitig braucht es öffentliche Signale, um zu zeigen, dass Bemühungen laufen.

Die Bedeutung direkter Kommunikation

Direkte Treffen zwischen den Führern können in einem festgefahrenen Prozess wichtig sein. Sie ermöglichen es, Missverständnisse zu reduzieren, Positionen direkt zu erläutern und politische Signale ohne Umwege zu senden.

Auch wenn technische Teams und Verhandlungsführer eine wichtige Rolle spielen, kann politischer Fortschritt oft nur durch direkte Kommunikation der Führungsebene entstehen. Der Vorschlag für ein gemeinsames Treffen zielt daher auf einen politischen Kontakt, nicht nur auf administrative Abstimmung.

Ob ein solches Treffen zustande kommt, hängt nun von der Reaktion der türkisch-zyprischen Seite ab.

Die Rolle des Verhandlungsführers

Christodoulides sagte, er habe den griechisch-zyprischen Verhandlungsführer gebeten, Kontakt mit der türkisch-zyprischen Seite aufzunehmen. Das zeigt, dass die Vorbereitung des Treffens über die etablierten Verhandlungskanäle läuft.

Der Verhandlungsführer spielt eine zentrale Rolle bei der praktischen Umsetzung politischer Entscheidungen. Er kann Kontakte herstellen, Terminvorschläge übermitteln, Formate klären und Rückmeldungen aufnehmen.

Damit bleibt die Initiative des Präsidenten nicht nur eine öffentliche Aussage, sondern wird in den diplomatischen Arbeitsprozess übertragen.

Zurückhaltung bei öffentlichen Aussagen

Am Ende seiner Antworten betonte Christodoulides, dass im Moment die Arbeit hinter den Kulissen wichtiger sei als öffentliche Erklärungen. Diese Zurückhaltung kann als Versuch verstanden werden, den Prozess nicht unnötig öffentlich zu belasten.

In sensiblen diplomatischen Fragen kann zu viel öffentliche Kommentierung kontraproduktiv sein. Akteure könnten unter Druck geraten, Positionen verhärten oder aus innenpolitischen Gründen weniger flexibel reagieren.

Der Präsident signalisiert daher: Die Kontakte laufen, Zypern beobachtet die Entwicklungen, aber entscheidend ist derzeit die stille diplomatische Arbeit.

Was offen bleibt

Die Pressemitteilung lässt mehrere Fragen offen. Es wird nicht genannt, welcher genaue Termin für das vorgeschlagene Treffen vorgesehen ist. Auch wird nicht gesagt, ob die türkisch-zyprische Seite bereits reagiert hat. Der Zeitpunkt von Holguíns Ankunft wird ebenfalls nicht genannt, da sie ihn selbst bekannt geben soll.

Offen bleibt auch, welche drei Themen der UN-Generalsekretär angefordert hat und welche konkreten Ideen Nikosia eingebracht hat. Christodoulides sagte lediglich, diese Ideen seien positiv aufgenommen worden.

Diese Zurückhaltung entspricht der sensiblen Natur des Prozesses. Gleichzeitig bedeutet sie, dass seriöse Berichterstattung keine zusätzlichen Details hinzufügen sollte, die in der Mitteilung nicht enthalten sind.

Überblick über die wichtigsten Aussagen

Die wichtigsten Punkte der CNA-Meldung lassen sich zusammenfassen:

Präsident Nikos Christodoulides kündigte an, dem türkisch-zyprischen Führer ein gemeinsames Treffen für die kommende Woche vorzuschlagen.

Er äußerte die Hoffnung auf eine positive Antwort.

Der Präsident steht in Kontakt mit María Angela Holguín, der persönlichen Gesandten des UN-Generalsekretärs für Zypern.

Holguín wird das Datum ihrer Ankunft in Zypern selbst bekannt geben.

Christodoulides bat den griechisch-zyprischen Verhandlungsführer, die türkisch-zyprische Seite zu kontaktieren und das Treffen vorzuschlagen.

Der Präsident sagte, es gehe darum, eine Diskussion fortzusetzen, die bereits vor New York begonnen habe, und auf den Gesprächen mit dem UN-Generalsekretär aufzubauen.

Er betonte, es gebe politischen Willen und Ideen zu allen drei Themen, die vom UN-Generalsekretär angefordert worden seien.

Diese Ideen seien vom UN-Generalsekretär positiv aufgenommen worden.

Zur Frage eines möglichen türkischen UN-Generalsekretärs sagte Christodoulides, die Türkei tue ihre Arbeit und Zypern tue seine Arbeit. Zypern stehe mit europäischen Partnern und anderen Ländern in Kontakt und beobachte die Entwicklungen.

Der Präsident betonte, dass derzeit die Arbeit hinter den Kulissen wichtiger sei als öffentliche Erklärungen.

Fazit: Christodoulides setzt auf Dialog und vorsichtige diplomatische Bewegung

Präsident Nikos Christodoulides will dem türkisch-zyprischen Führer ein gemeinsames Treffen in der kommenden Woche vorschlagen. Er hofft auf eine positive Antwort und sieht darin eine Möglichkeit, eine bereits begonnene Diskussion fortzusetzen.

Die Initiative steht im Zusammenhang mit den Kontakten zur persönlichen Gesandten des UN-Generalsekretärs, María Angela Holguín, sowie mit den Gesprächen, die mit UN-Generalsekretär António Guterres geführt wurden. Christodoulides betonte, es gebe politischen Willen und Ideen zu den drei Themen, die vom UN-Generalsekretär angefordert wurden. Diese Ideen seien positiv aufgenommen worden.

Gleichzeitig bleibt der Präsident vorsichtig. Er nennt keine Details zu den Inhalten der Ideen, keinen konkreten Termin für Holguíns Besuch und keine öffentlichen Spekulationen über mögliche Entwicklungen im Zusammenhang mit der künftigen UN-Führung. Stattdessen verweist er auf laufende Kontakte mit europäischen Partnern und anderen Ländern sowie auf die Bedeutung der Arbeit hinter den Kulissen.

Der Vorschlag für ein gemeinsames Treffen ist daher kein großer öffentlich erklärter Durchbruch, sondern ein diplomatischer Schritt in einem sensiblen Prozess. Er soll zeigen, dass Nikosia bereit ist, weiterzuarbeiten, und dass die griechisch-zyprische Seite Fortschritte anstrebt.

Vor dem Hintergrund der seit 1974 bestehenden Teilung Zyperns und der ergebnislosen letzten großen Verhandlungsrunde in Crans-Montana 2017 ist jede Bewegung im Prozess politisch bedeutsam. Ob aus dem Vorschlag ein tatsächliches Treffen wird, hängt nun von der Antwort der türkisch-zyprischen Seite ab.

Quelle CYPRUS NEWS AGENCY (CNA)

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