Das zweitägige DesirMed-Festival in Larnaka stellte die Bedeutung naturbasierter Lösungen für Klimaanpassung und Küstenresilienz im Mittelmeerraum in den Mittelpunkt.
Workshops und Debatten zeigten, wie wichtig lokale und regionale Initiativen sowie Zusammenarbeit im Rahmen der integrierten Küstenzonenplanung sind.
Ein Höhepunkt war die Giant Interactive Map auf dem Europaplatz an der Phinikoudes-Promenade: eine 17 Meter lange, 160 m² große begehbare Mittelmeerkarte.
Kinder und Erwachsene konnten auf der Karte interaktiv entdecken, wie Wälder, Feuchtgebiete, Dünen, Flüsse und Seegraswiesen bei Dürre, Hitze, Waldbränden, Überschwemmungen und Küstenerosion helfen können.
Die zentrale Botschaft: Der Mittelmeerraum ist ökologisch verbunden, und Natur ist nicht nur vom Klimawandel betroffen, sondern auch ein wichtiger Teil der Lösung.
DesirMed-Festival in Larnaka zeigt Bedeutung von Ökosystemen, regionaler Zusammenarbeit und integrierter Küstenzonenplanung
Naturbasierte Lösungen spielen eine zentrale Rolle bei der Anpassung an den Klimawandel und bei der Stärkung der Widerstandsfähigkeit von Küstenregionen. Diese Botschaft stand im Mittelpunkt des zweitägigen DesirMed-Festivals, das in der Küstenstadt Larnaka stattfand. Während der Veranstaltung wurden Workshops, Debatten und interaktive Aktivitäten organisiert, die deutlich machten, wie wichtig lokale und regionale Initiativen für den Schutz von Küsten, Ökosystemen und Gemeinden im Mittelmeerraum sind.
Das Festival hob insbesondere die Bedeutung von Nature-based Solutions, kurz NbS, hervor. Dabei geht es um Lösungen, die natürliche Prozesse, Ökosysteme und Landschaften nutzen oder wiederherstellen, um gesellschaftliche Herausforderungen zu bewältigen. Im Zusammenhang mit Klimaanpassung und Küstenresilienz können solche Lösungen etwa Wälder, Feuchtgebiete, Dünen, Flüsse, Seegraswiesen und andere Ökosysteme umfassen. Sie können helfen, auf Hitze, Dürre, Waldbrände, Überschwemmungen und Küstenerosion zu reagieren.
Die Veranstaltung wurde gemeinsam vom Department of Environment des zyprischen Ministeriums für Landwirtschaft, ländliche Entwicklung und Umwelt sowie von PAP/RAC organisiert. Unterstützt wurde sie von den DesirMED-Partnern, insbesondere vom Lead Partner CMCC, dem Euro-Mediterranean Center on Climate Change.
Ein besonderer Höhepunkt des Festivals war die Giant Interactive Map auf dem Europaplatz an der Phinikoudes-Promenade in Larnaka. Die riesige interaktive Karte verwandelte den Platz in eine begehbare Miniatur des Mittelmeerraums. Kinder und Erwachsene konnten auf der Karte von Portugal bis Zypern laufen, Inseln und Küsten überqueren, Arten und Ökosysteme entdecken und sich mit den Klimarisiken auseinandersetzen, die die Region bereits verändern.
Larnaka als Schauplatz einer regionalen Klimadebatte
Dass das DesirMed-Festival in Larnaka stattfand, ist symbolisch und praktisch bedeutsam. Larnaka ist eine Küstenstadt, deren Entwicklung, Lebensqualität und Zukunft eng mit dem Meer, der Küste und dem Klima verbunden sind. Wie viele andere Orte im Mittelmeerraum steht auch Larnaka vor Herausforderungen, die durch den Klimawandel verstärkt werden können.
Küstenregionen sind besonders empfindlich gegenüber klimatischen Veränderungen. Steigende Temperaturen, häufigere Hitzewellen, Dürreperioden, starke Niederschläge, Überschwemmungen, Waldbrände und Küstenerosion können Gemeinden, Infrastruktur, Wirtschaft, Natur und Lebensqualität beeinträchtigen. Deshalb ist die Frage, wie Küsten widerstandsfähiger werden können, für Zypern und den gesamten Mittelmeerraum von hoher Bedeutung.
Das Festival bot einen Rahmen, um diese Herausforderungen nicht nur technisch oder politisch zu diskutieren, sondern auch öffentlich sichtbar zu machen. Workshops und Debatten richteten sich an politische Entscheidungsträger, Fachleute und die breitere Öffentlichkeit. Die interaktive Karte sprach zusätzlich Kinder, Familien und Besucherinnen und Besucher an, die sich auf anschauliche Weise mit dem Mittelmeerraum und seinen Klimarisiken beschäftigen konnten.
Naturbasierte Lösungen als Antwort auf Klimarisiken
Im Zentrum der Diskussion standen naturbasierte Lösungen. Diese setzen darauf, natürliche Systeme nicht nur als schützenswerte Umwelt zu betrachten, sondern auch als aktive Verbündete bei der Bewältigung von Klimarisiken.
Wälder können etwa zur Kühlung beitragen, Kohlenstoff speichern und Erosion verringern. Feuchtgebiete können Wasser aufnehmen, Überschwemmungen abmildern und Biodiversität fördern. Dünen können Küsten schützen und als natürliche Barrieren gegen Erosion und Sturmereignisse wirken. Flüsse und ihre natürlichen Überschwemmungsflächen können helfen, Wasser besser zu verteilen. Seegraswiesen können Küstenökosysteme stabilisieren, Lebensräume schaffen und wichtige ökologische Funktionen erfüllen.
Das Festival machte deutlich, dass solche Lösungen nicht als Ersatz für alle technischen Maßnahmen verstanden werden müssen. Sie können jedoch ein wichtiger Teil moderner Klimaanpassung sein. Gerade in Küstenregionen kann die Kombination aus Planung, Schutz natürlicher Systeme, Wiederherstellung geschädigter Lebensräume und lokaler Beteiligung entscheidend sein.
Integrierte Küstenzonenplanung als Rahmen
Die Veranstaltung trug auch zur Stärkung regionaler Zusammenarbeit im Rahmen des Integrated Coastal Zone Management bei, also der integrierten Küstenzonenplanung. Dieser Ansatz ist wichtig, weil Küstenräume von vielen Interessen geprägt sind.
An Küsten treffen Tourismus, Wohnen, Häfen, Fischerei, Naturschutz, Verkehr, Energie, Freizeit, Landwirtschaft, Infrastruktur und Klimaanpassung aufeinander. Entscheidungen in einem Bereich können Auswirkungen auf andere Bereiche haben. Deshalb reicht es nicht aus, Küsten nur sektoral zu verwalten.
Integrierte Küstenzonenplanung versucht, diese unterschiedlichen Interessen und Risiken gemeinsam zu betrachten. Sie verbindet Umwelt, Wirtschaft, Raumplanung, Sicherheit und gesellschaftliche Beteiligung. Das DesirMed-Festival zeigte, dass regionale Zusammenarbeit dabei unverzichtbar ist, weil viele Herausforderungen des Mittelmeerraums nicht an nationalen Grenzen enden.
Gemeinsame Verantwortung als Europäer
Larnakas Vizebürgermeister Iasonas Iasonides sagte zu den Teilnehmern, Zypern sei ein kleines Land, bemühe sich aber intensiv darum, die Umwelt zu bewahren. Er äußerte die Hoffnung, dass die Teilnehmer viele Ideen austauschen und nach ihrer Rückkehr versuchen würden, etwas besser zu machen und zur Verbesserung des Planeten beizutragen, den wir unser Zuhause nennen.
Er betonte, dass Europäer eine gemeinsame Verantwortung teilen, ihre Gemeinden und den Planeten zu einem besseren Lebensort zu machen. Diese Aussage fasst den Geist des Festivals gut zusammen. Klimaanpassung und Umweltschutz sind keine rein lokalen Aufgaben, auch wenn sie vor Ort umgesetzt werden müssen. Sie sind Teil einer gemeinsamen Verantwortung.
Für Zypern ist diese Perspektive besonders wichtig. Als kleines Land kann es allein den Klimawandel nicht stoppen. Aber es kann lokal handeln, regionale Kooperation fördern und Teil europäischer und mediterraner Lösungsansätze sein.
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Mehr InformationenKlimawandel und Biodiversität verbinden die Region
Susanne Pedersen, Direktorin des Centre for Science and Knowledge bei der International Union for Conservation of Nature, IUCN, erklärte, dass die Herausforderungen von Klima und Biodiversität alle Menschen verbinden. Die IUCN war für die Zusammenstellung der interaktiven Karte verantwortlich.
Pedersen betonte, dass der Aufbau von Resilienz Wissen, Zusammenarbeit und Beteiligung der Menschen in der gesamten Region erfordere. Was in einer Region des Mittelmeers geschehe, bleibe nicht zwangsläufig dort. Ökosysteme, Meere und viele Herausforderungen wirkten über Grenzen hinweg.
Diese Aussage ist für den Mittelmeerraum besonders relevant. Das Mittelmeer verbindet Länder, Kulturen, Küsten, Inseln und Ökosysteme. Umweltprobleme, Klimarisiken und Biodiversitätsverluste können sich über große Entfernungen auswirken. Gleichzeitig können Lösungen aus einer Region für andere Regionen wertvoll sein.
Natur als Teil der Antwort auf den Klimawandel
Pedersen machte deutlich, dass Natur Teil der Antwort auf den Klimawandel ist. Schon heute erlebten Menschen im Mittelmeerraum Hitze, Dürre, Waldbrände, Überschwemmungen, Küstenerosion und andere klimabezogene Auswirkungen.
Diese Aufzählung zeigt die Breite der Herausforderungen. Es geht nicht um ein einzelnes Risiko, sondern um eine ganze Reihe miteinander verbundener Belastungen. Hitze kann Dürre verstärken. Dürre kann Vegetation schwächen und Waldbrandrisiken erhöhen. Starkregen kann zu Überschwemmungen führen. Küstenerosion kann Gemeinden und Infrastruktur bedrohen.
Naturbasierte Lösungen können helfen, diesen Risiken zu begegnen. Sie können Landschaften widerstandsfähiger machen, Wasser besser speichern, Hitze verringern, Küsten stabilisieren und Lebensräume erhalten. Gleichzeitig fördern sie Biodiversität und Lebensqualität.
Lernen von anderen Mittelmeerregionen
Pedersen erklärte, dass verschiedene Regionen des Mittelmeers Lösungen testen, anpassen und voneinander lernen. Es gebe keine einfache Lösung. Aber Regionen könnten voneinander lernen, was funktioniert, was angepasst werden müsse und wie Natur Teil der Antwort sein könne.
Diese Aussage ist wichtig, weil Klimaanpassung nicht nach einem einzigen Rezept funktioniert. Was in einer Region erfolgreich ist, muss in einer anderen Region möglicherweise verändert werden. Geografie, Klima, Küstenform, Ökosysteme, Verwaltung, Wirtschaft und lokale Gemeinschaften unterscheiden sich.
Das DesirMed-Festival setzte deshalb auf Austausch. Workshops und Debatten ermöglichten es, Erfahrungen zu teilen. Die interaktive Karte machte sichtbar, dass der Mittelmeerraum zwar vielfältig ist, aber gemeinsame Herausforderungen hat.
Eine 160 Quadratmeter große Karte als Erlebnisraum
Eine der wichtigsten interaktiven Aktivitäten des Festivals war die Giant Interactive Map auf dem Europaplatz an der Phinikoudes-Promenade. Die Karte war 17 Meter lang und umfasste eine Fläche von 160 Quadratmetern. Sie verwandelte den Platz in Larnaka in ein begehbares Modell des Mittelmeerraums.
Kinder und Erwachsene konnten sich auf dieser Karte bewegen, Länder und Küsten erkunden, Inseln überschreiten und Zusammenhänge erkennen, die auf einer normalen Darstellung oft abstrakt bleiben. Von Portugal bis Zypern wurde der Mittelmeerraum körperlich erfahrbar.
Diese Form der Darstellung ist besonders wirksam, weil sie Wissen mit Bewegung und Beteiligung verbindet. Besucherinnen und Besucher lesen nicht nur Informationen, sondern gehen durch den Raum, entdecken Orte, beantworten Fragen und interagieren mit Inhalten.
Die größte interaktive Mittelmeerkarte ihrer Art
Die Giant Interactive Map wurde als größte interaktive Karte des Mittelmeers beschrieben, die bisher produziert wurde. Sie war nicht nur ein Ausstellungsobjekt, sondern ein Kommunikationsinstrument.
Besucher wurden eingeladen, auf ihr zu laufen, zu spielen, Fragen zu beantworten, mit Augmented-Reality-Inhalten zu interagieren und zu entdecken, wie unterschiedliche Ökosysteme Gemeinden bei der Anpassung an Klimarisiken unterstützen können.
Gerade für Kinder kann eine solche Karte einen starken Lerneffekt haben. Klimawandel, Küstenerosion oder Biodiversität sind oft schwer greifbare Begriffe. Wenn sie jedoch mit Orten, Arten, Landschaften und konkreten Fragen verbunden werden, werden sie verständlicher.
Augmented Reality und Beteiligung
Die Karte nutzte auch Augmented-Reality-Inhalte. Dadurch konnten Besucher digitale Informationen mit der physischen Karte verbinden. Solche Formate sind besonders geeignet, komplexe Themen anschaulich zu vermitteln.
Statt Klimaanpassung nur in Vorträgen zu erklären, konnten die Teilnehmenden selbst aktiv werden. Sie konnten Fragen beantworten, Inhalte entdecken und Zusammenhänge erleben. Dieses Prinzip der Beteiligung ist wichtig, weil Klimaanpassung nur funktionieren kann, wenn Menschen sie verstehen und unterstützen.
Die interaktive Karte war damit nicht nur ein pädagogisches Element, sondern auch ein Beteiligungsinstrument. Sie machte das Thema zugänglich und brachte Fachwissen in den öffentlichen Raum.
Wälder, Feuchtgebiete, Dünen, Flüsse und Seegraswiesen
Die Karte zeigte, wie verschiedene Ökosysteme bei der Reaktion auf Klimarisiken helfen können. Genannt wurden Wälder, Feuchtgebiete, Dünen, Flüsse, Seegraswiesen und andere Ökosysteme.
Diese Vielfalt ist entscheidend. Naturbasierte Lösungen sind nicht auf einen einzigen Landschaftstyp beschränkt. Sie können an Land, an Flüssen, an Küsten und im Meer wirken. Jedes Ökosystem hat eigene Funktionen und kann unterschiedliche Risiken adressieren.
Wälder können etwa gegen Hitze und Erosion helfen. Feuchtgebiete können Wasser speichern. Dünen schützen Küsten. Flüsse und ihre natürlichen Räume können Hochwasser beeinflussen. Seegraswiesen unterstützen Meeresökosysteme und können zur Stabilität küstennaher Gebiete beitragen.
Dürre, Hitze, Waldbrände, Überschwemmungen und Küstenerosion
Die Karte machte deutlich, dass mediterrane Gemeinden mit mehreren Klimarisiken gleichzeitig konfrontiert sind. Dazu gehören Dürre, Hitze, Waldbrände, Überschwemmungen und Küstenerosion.
Diese Risiken sind im Mittelmeerraum besonders relevant. Heiße Sommer, Wassermangel, trockene Vegetation, intensive Regenereignisse und empfindliche Küstenräume machen viele Regionen verwundbar. Inseln und Küstenstädte wie Larnaka sind davon besonders betroffen.
Naturbasierte Lösungen können helfen, diese Risiken zu reduzieren. Sie müssen jedoch gut geplant, lokal angepasst und langfristig gepflegt werden.
Verbundenheit mediterraner Räume sichtbar machen
Ein wichtiges Ziel der Karte war es, etwas sichtbar zu machen, das in getrennten Diskussionen über Klimafolgen leicht verloren geht: Die Gebiete des Mittelmeers sind miteinander verbunden.
Klimawirkungen können hunderte Kilometer voneinander entfernt auftreten, doch die betroffenen Ökosysteme und viele der Lösungen sind Teil derselben regionalen Geschichte. Eine Küstenregion in einem Land kann ähnliche Herausforderungen haben wie eine andere Küstenregion weit entfernt. Gleichzeitig können Erfahrungen aus einem Ort für einen anderen Ort wertvoll sein.
Diese Sichtweise fördert regionale Solidarität. Der Mittelmeerraum ist kein Mosaik isolierter Probleme, sondern ein verbundenes System aus Küsten, Meeren, Städten, Landschaften und Gemeinschaften.
Workshops und Debatten für Fachleute und Entscheidungsträger
Das zweitägige Festival brachte politische Entscheidungsträger und Fachleute zusammen, um über naturbasierte Lösungen und widerstandsfähige Küstenplanung in der Region zu diskutieren.
Solche Formate sind wichtig, weil Klimaanpassung Fachwissen, politische Entscheidungen und praktische Umsetzung verbinden muss. Wissenschaftliche Erkenntnisse müssen in Planung übersetzt werden. Politische Ziele müssen mit lokalen Bedürfnissen vereinbar sein. Fachleute müssen mit Gemeinden und Verwaltung zusammenarbeiten.
Die Veranstaltung bot Raum für Austausch und Diskussion. Dadurch konnte sie nicht nur Bewusstsein schaffen, sondern auch zur Entwicklung von Kooperationen beitragen.
Organisation durch zyprische und internationale Partner
Das Festival wurde gemeinsam vom Department of Environment des Ministeriums für Landwirtschaft, ländliche Entwicklung und Umwelt der Republik Zypern und PAP/RAC organisiert. Unterstützt wurde es von den DesirMED-Partnern, insbesondere dem Lead Partner CMCC.
Lokale Partner waren das Cyprus Marine and Maritime Institute, die Cyprus Energy Agency und die Municipality of Larnaka.
Diese breite Partnerschaft zeigt, dass Klimaanpassung und Küstenresilienz viele Institutionen betreffen. Umweltbehörden, Forschungseinrichtungen, Energieexpertise, kommunale Verwaltung und internationale Organisationen müssen zusammenarbeiten.
DesirMED als europäisches Projekt
Die Giant Interactive Map of the Mediterranean wurde von der IUCN in Zusammenarbeit mit Giant Interactive Maps im Rahmen des DesirMED-Projekts produziert. Das Projekt wird von der Europäischen Union im Rahmen von Horizon Europe sowie vom Schweizer Staatssekretariat für Bildung, Forschung und Innovation, SERI, finanziert.
Diese Finanzierung zeigt, dass das Thema nicht nur lokale oder nationale Bedeutung hat. Die Europäische Union unterstützt Forschung, Kommunikation und Zusammenarbeit zu Klimaanpassung im Mittelmeerraum. Die Beteiligung der Schweiz über SERI unterstreicht die internationale Dimension.
DesirMED steht damit für einen europäischen und mediterranen Ansatz: Wissen, Praxis, Kommunikation und regionale Kooperation sollen zusammenkommen, um Anpassung an Klimarisiken zu stärken.
Warum Kommunikation entscheidend ist
Die interaktive Karte zeigt, wie wichtig Kommunikation in der Klimaanpassung ist. Fachberichte, wissenschaftliche Daten und politische Strategien sind notwendig, erreichen aber nicht immer die breite Bevölkerung.
Eine begehbare Karte auf einem öffentlichen Platz kann Menschen direkt ansprechen. Sie macht abstrakte Risiken sichtbar und lädt zum Mitmachen ein. Sie ermöglicht Kindern und Erwachsenen, Fragen zu stellen, Orte zu entdecken und Lösungen zu verstehen.
Gerade bei naturbasierten Lösungen ist Kommunikation wichtig. Menschen müssen verstehen, warum Ökosysteme geschützt, wiederhergestellt oder in Planung einbezogen werden sollten. Wenn Natur als Infrastruktur für Sicherheit, Gesundheit und Lebensqualität verstanden wird, steigt die Bereitschaft, sie zu schützen.
Kinder als Zielgruppe der Klimabildung
Die Pressemitteilung betont, dass Kinder und Erwachsene die Karte nutzen konnten. Die Einbindung von Kindern ist besonders wichtig, weil sie die Generation sind, die am längsten mit den Folgen des Klimawandels leben wird.
Klimabildung sollte nicht nur Angst erzeugen, sondern Handlungsmöglichkeiten zeigen. Die Karte tat genau das: Sie zeigte nicht nur Risiken wie Hitze, Dürre oder Küstenerosion, sondern auch, wie Ökosysteme helfen können.
Dadurch entsteht ein positiver Bildungsansatz. Kinder lernen, dass Natur nicht nur bedroht ist, sondern auch Teil der Lösung sein kann.
Lokale Initiativen und regionale Kooperation
Das Festival hob die Rolle lokaler und regionaler Initiativen hervor. Klimaanpassung beginnt oft vor Ort: in Gemeinden, an Küstenabschnitten, in Schutzgebieten, in Stadtplanung, bei Wasserbewirtschaftung oder bei der Wiederherstellung von Ökosystemen.
Gleichzeitig müssen lokale Initiativen regional vernetzt werden. Was in Larnaka, Zypern oder einem anderen Mittelmeerort ausprobiert wird, kann für andere Regionen relevant sein. Kooperation ermöglicht Lernen, Anpassung und gemeinsame Standards.
Das DesirMed-Festival trug dazu bei, diese Verbindung zu stärken.
Bedeutung für Zypern
Für Zypern ist das Thema besonders relevant. Als Inselstaat mit Küstenstädten, Tourismussektor, empfindlichen Ökosystemen und klimatischen Herausforderungen steht das Land vor der Aufgabe, seine Küsten langfristig widerstandsfähiger zu machen.
Naturbasierte Lösungen können dabei eine wichtige Rolle spielen. Sie können Küsten schützen, Biodiversität erhalten, Lebensqualität verbessern und Gemeinden auf Klimarisiken vorbereiten.
Das Festival in Larnaka zeigt, dass Zypern nicht nur betroffen ist, sondern aktiv an regionalen Lösungsansätzen arbeitet. Die Beteiligung des Umweltministeriums und lokaler Partner unterstreicht diesen Anspruch.
Keine einfache Lösung, aber viele lernbare Ansätze
Ein wichtiger Satz von Susanne Pedersen lautete, es gebe keine einfache Lösung. Diese Ehrlichkeit ist entscheidend. Klimaanpassung ist komplex. Jede Region hat andere Bedingungen, Interessen und Risiken.
Doch das bedeutet nicht, dass nichts getan werden kann. Im Gegenteil: Regionen können voneinander lernen. Sie können testen, anpassen, Erfahrungen austauschen und naturbasierte Lösungen in lokale Planung integrieren.
Diese Lernorientierung ist vielleicht eine der wichtigsten Botschaften des Festivals. Der Mittelmeerraum braucht keine Einheitslösung, sondern ein Netzwerk von angepassten, erprobten und gemeinsam weiterentwickelten Ansätzen.
Klimaanpassung als gemeinsame mediterrane Aufgabe
Das Festival zeigte, dass Klimaanpassung im Mittelmeerraum eine gemeinsame Aufgabe ist. Länder, Städte und Regionen sind durch das Meer, ähnliche Klimarisiken und ökologische Zusammenhänge verbunden.
Was in einer Region geschieht, kann Auswirkungen auf andere Regionen haben. Gleichzeitig können Lösungen über Grenzen hinweg inspirieren. Die interaktive Karte machte diese Verbundenheit sichtbar und verständlich.
Darin liegt der besondere Wert solcher Veranstaltungen. Sie schaffen nicht nur Wissen, sondern auch ein Gefühl gemeinsamer Verantwortung.
Überblick über die wichtigsten Punkte
Die wichtigsten Aussagen der Pressemitteilung lassen sich zusammenfassen:
Das zweitägige DesirMed-Festival in Larnaka stellte die Bedeutung naturbasierter Lösungen für Klimaanpassung und Küstenresilienz in den Mittelpunkt.
Workshops und Debatten hoben die Rolle lokaler und regionaler Initiativen hervor und stärkten die Zusammenarbeit im Rahmen der integrierten Küstenzonenplanung.
Organisiert wurde das Festival vom Department of Environment des zyprischen Ministeriums für Landwirtschaft, ländliche Entwicklung und Umwelt und PAP/RAC, mit Unterstützung der DesirMED-Partner und insbesondere des Lead Partners CMCC.
Ein Hauptbestandteil war die Giant Interactive Map auf dem Europaplatz an der Phinikoudes-Promenade in Larnaka.
Die 17 Meter lange und 160 Quadratmeter große Karte verwandelte den Platz in eine begehbare Miniatur des Mittelmeerraums.
Kinder und Erwachsene konnten auf der Karte von Portugal bis Zypern laufen, Inseln und Küsten entdecken, Fragen beantworten, Augmented-Reality-Inhalte nutzen und erfahren, wie Ökosysteme bei Dürre, Hitze, Waldbränden, Überschwemmungen und Küstenerosion helfen können.
Die Karte wurde von der IUCN in Zusammenarbeit mit Giant Interactive Maps im Rahmen des EU-finanzierten DesirMED-Projekts erstellt.
Fazit: Natur ist Teil der Antwort auf die Klimakrise
Das DesirMed-Festival in Larnaka hat deutlich gemacht, dass naturbasierte Lösungen eine wichtige Rolle bei Klimaanpassung und Küstenresilienz spielen können. In einer Region, die bereits heute von Hitze, Dürre, Waldbränden, Überschwemmungen und Küstenerosion betroffen ist, braucht es Ansätze, die Natur nicht nur schützen, sondern aktiv in Lösungen einbeziehen.
Wälder, Feuchtgebiete, Dünen, Flüsse, Seegraswiesen und andere Ökosysteme können Gemeinden helfen, widerstandsfähiger zu werden. Sie sind Teil der natürlichen Infrastruktur des Mittelmeerraums und können Risiken reduzieren, Biodiversität fördern und Lebensqualität sichern.
Das Festival zeigte auch, dass Klimaanpassung Zusammenarbeit erfordert. Lokale Initiativen sind entscheidend, aber sie müssen in regionale und internationale Kooperation eingebettet werden. Was in einer Mittelmeerregion geschieht, bleibt nicht immer dort. Ökosysteme, Meere und Klimarisiken verbinden Menschen über Grenzen hinweg.
Die Giant Interactive Map in Larnaka machte diese Verbundenheit auf eindrucksvolle Weise sichtbar. Auf 160 Quadratmetern konnten Kinder und Erwachsene den Mittelmeerraum begehen, Arten und Ökosysteme entdecken und verstehen, wie Natur bei der Bewältigung klimatischer Herausforderungen helfen kann.
Die Veranstaltung war damit nicht nur ein Fachtreffen, sondern auch ein öffentliches Bildungs- und Beteiligungsformat. Sie verband Wissenschaft, Politik, lokale Partner und Bevölkerung. Gerade diese Verbindung ist wichtig, wenn Klimaanpassung gelingen soll.
Zypern zeigte mit dem Festival, dass auch ein kleines Land eine aktive Rolle im Umwelt- und Klimaschutz spielen kann. Larnaka wurde für zwei Tage zu einem Ort, an dem mediterrane Küstenresilienz, europäische Zusammenarbeit und naturbasierte Lösungen anschaulich zusammenkamen.
Die zentrale Botschaft lautet: Es gibt keine einfache Lösung für die Klimarisiken des Mittelmeerraums. Aber es gibt viele Ansätze, Erfahrungen und natürliche Systeme, von denen Regionen lernen können. Natur ist nicht nur Opfer des Klimawandels. Sie ist auch ein wesentlicher Teil der Antwort.
Quelle CYPRUS NEWS AGENCY (CNA)
