Produktionsindex legt im November 2025 um 8,5 % zu
Die zypriotische Industrie hat im November 2025 ein deutliches Lebenszeichen gesendet. Nach Angaben des Statistical Service of Cyprus stieg der Allgemeine Industrieproduktionsindex (Basis 2021 = 100) auf 111,2 Punkte und lag damit 8,5 % über dem Niveau von November 2024.
Auch auf Jahressicht bestätigt sich der positive Trend: Im Zeitraum Januar–November 2025 erhöhte sich die industrielle Produktion insgesamt um 3,7 % gegenüber dem entsprechenden Zeitraum des Vorjahres.
Verarbeitendes Gewerbe als Haupttreiber
Der wichtigste Wachstumsmotor war erneut das verarbeitende Gewerbe, das im November ein Plus von 9,6 % gegenüber dem Vorjahresmonat verzeichnete. Besonders auffällig sind dabei einzelne Teilbereiche:
Sonstige nichtmetallische Mineralprodukte
+83,6 % im November
+13,3 % im Zeitraum Januar–November
→ ein außergewöhnlich starkes Wachstum, das auf eine hohe Nachfrage aus dem Bau- und Infrastrukturbereich hindeutet.Möbelherstellung, sonstige industrielle Erzeugnisse sowie Reparatur und Installation von Maschinen
+10,3 %Holzindustrie (ohne Möbel)
+9,3 %Metallerzeugung und -verarbeitung
+8,9 %
Diese Zahlen zeigen, dass Zyperns Industrie nicht nur punktuell wächst, sondern breit abgestützt ist – insbesondere in baunahen und investitionsgetriebenen Segmenten.
Rückgänge bleiben begrenzt
Nur wenige Teilbereiche verzeichneten im November leichte Rückgänge:
Textilien, Bekleidung und Lederwaren: –1,2 %
Papier, Druckerzeugnisse und Reproduktion von Datenträgern: –1,2 %
Die Rückgänge fallen moderat aus und ändern nichts am insgesamt positiven Gesamtbild.
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Mehr InformationenWeitere Sektoren mit deutlichem Beitrag
Neben dem verarbeitenden Gewerbe entwickelten sich auch andere Industriesegmente erfreulich:
Bergbau und Gewinnung von Steinen und Erden
+32,5 % im November
+7,3 % im Zeitraum Januar–NovemberWassergewinnung, -aufbereitung und -versorgung sowie Abfall- und Recyclingwirtschaft
+4,7 % im November
+7,0 % im Wassersegment über elf Monate
Diese Entwicklungen unterstreichen die zunehmende Bedeutung von Rohstoff-, Wasser- und Umweltinfrastruktur für die zypriotische Wirtschaft.
Energieversorgung bleibt Schwachpunkt
Einziger klarer Negativposten bleibt die Stromerzeugung, die:
im November um 0,9 % zurückging,
und im Zeitraum Januar–November ein Minus von 1,8 % verzeichnete.
Dies spiegelt unter anderem strukturelle Herausforderungen im Energiesektor wider, etwa den Umbau des Energiemixes, Wartungszyklen sowie die noch begrenzte industrielle Eigenerzeugung.
Einordnung: Industrie gewinnt strategisch an Bedeutung
Die aktuellen Zahlen fügen sich in ein größeres Bild ein:
Während Zypern traditionell stark dienstleistungsorientiert ist, zeigt sich zunehmend, dass Industrie, Bauzulieferung, Wasserwirtschaft und rohstoffnahe Sektoren wieder an Gewicht gewinnen.
Das robuste industrielle Wachstum:
stützt das gesamtwirtschaftliche Wachstum,
sorgt für breitere Wertschöpfung,
und reduziert die Abhängigkeit von einzelnen Sektoren wie Tourismus oder Finanzdienstleistungen.
Kurz gesagt: Die Industrie ist zurück – nicht spektakulär laut, aber konsequent und stabil.
Quelle: Cyprus News Agency (CNA)
