EUAA unterstützt Umsiedlung von Asylbewerbern aus Zypern

  • Die EUAA unterstützt Zypern operativ bei der Umsiedlung von Asylbewerbern in andere teilnehmende EU-Mitgliedstaaten.
  • Zypern und Griechenland verzeichneten im ersten Halbjahr 2026 die höchste Zahl von Asylanträgen im Verhältnis zur Bevölkerungsgröße innerhalb der EU.
  • EU-weit gingen die Anträge auf internationalen Schutz im ersten Halbjahr 2026 um 17 % gegenüber dem Vorjahreszeitraum zurück, vor allem wegen weniger Anträge von Syrern, Venezolanern und Bangladeschern.
  • Die EUAA hilft Zypern bei der Identifizierung geeigneter Antragsteller, beim Abgleich mit aufnehmenden Mitgliedstaaten und bei der Information der Betroffenen vor dem Transfer.
  • Die erste Umsiedlung aus Zypern nach Rumänien fand am 25. August statt und betraf 30 Asylbewerber aus Somalia und dem Sudan; weitere Transfers nach Bulgarien und Litauen sollen folgen.

    Zypern und Griechenland verzeichnen im ersten Halbjahr 2026 die höchste Zahl von Asylanträgen im Verhältnis zur Bevölkerungsgröße innerhalb der EU

    Zypern erhält operative Unterstützung der Asylagentur der Europäischen Union, EUAA, bei der Umsiedlung von Asylbewerbern in andere teilnehmende Mitgliedstaaten. Dies erklärte Nina Gregori, Exekutivdirektorin der EUAA, am Mittwoch während einer Diskussion über den Asylbericht 2026 im Ausschuss für bürgerliche Freiheiten, Justiz und Inneres des Europäischen Parlaments, kurz LIBE.

    Nach Angaben Gregoris verzeichneten Zypern und Griechenland im ersten Halbjahr 2026 die höchsten Zahlen von Anträgen auf internationalen Schutz in der Europäischen Union im Verhältnis zur Größe ihrer Bevölkerung. Damit stehen beide Länder, gemessen an ihrer Einwohnerzahl, besonders stark unter Druck. Während in absoluten Zahlen Frankreich und Italien die meisten Anträge auf internationalen Schutz erhielten, ist die Belastung relativ zur Bevölkerungsgröße in Zypern und Griechenland am höchsten.

    Zypern wurde in der Diskussion ausdrücklich im Zusammenhang mit der Umsiedlung von Asylbewerbern genannt. Diese Umsiedlung erfolgt im Rahmen der Umsetzung des Pakts zu Migration und Asyl. Die Exekutivdirektorin der EUAA erklärte, dass die Agentur gemeinsam mit der Europäischen Kommission und dem Solidaritätskoordinator eine spezielle operative Unterstützung für die Umsiedlung von Asylbewerbern aus Zypern in andere teilnehmende Mitgliedstaaten eingerichtet habe.

    Für Zypern bedeutet dies konkrete Hilfe bei einem Bereich, der sowohl politisch als auch administrativ anspruchsvoll ist. Die EUAA unterstützt nach Angaben Gregoris bei der Identifizierung von Antragstellern, die umgesiedelt werden sollen, beim Abgleich mit aufnehmenden Mitgliedstaaten sowie bei der Information der betroffenen Personen vor ihrer Überstellung.

    Die erste Überstellung aus Zypern nach Rumänien fand nach Angaben der EUAA am 25. August statt. Betroffen waren 30 Asylbewerber aus Somalia und dem Sudan. Weitere Umsiedlungen aus Zypern nach Bulgarien und Litauen sollen folgen.

    Gleichzeitig berichtete Gregori, dass die Zahl der Anträge auf internationalen Schutz in der Europäischen Union insgesamt im ersten Halbjahr 2026 um 17 Prozent gegenüber dem entsprechenden Zeitraum des Jahres 2025 zurückging. Dieser Rückgang stand nach ihren Angaben im Zusammenhang mit weniger Anträgen von syrischen, venezolanischen und bangladeschischen Staatsangehörigen. Trotz dieses allgemeinen EU-weiten Rückgangs bleibt die Situation für Zypern im Verhältnis zur Bevölkerungsgröße besonders herausfordernd.

    Zypern im Fokus der europäischen Asyldebatte

    Die Erwähnung Zyperns im LIBE-Ausschuss des Europäischen Parlaments zeigt, dass die Situation der Insel im europäischen Asylsystem besondere Aufmerksamkeit erhält. Zypern gehört zwar nicht zu den größten Mitgliedstaaten der Europäischen Union, trägt aber im Verhältnis zur eigenen Bevölkerungszahl eine besonders hohe Last bei Asylanträgen.

    Diese relative Betrachtung ist wichtig. Wenn nur absolute Zahlen betrachtet werden, stehen große Staaten wie Frankreich und Italien an der Spitze. Wird jedoch die Zahl der Anträge ins Verhältnis zur Bevölkerung gesetzt, zeigt sich eine andere Belastungsstruktur. Genau in dieser Betrachtung zählen Zypern und Griechenland zu den am stärksten betroffenen Ländern.

    Für Zypern ist dieser Punkt politisch bedeutsam. Ein kleines Land kann durch hohe Pro-Kopf-Zahlen stärker belastet werden als ein großer Staat mit deutlich mehr Verwaltungskapazitäten, Infrastruktur und Ressourcen. Deshalb ist operative Unterstützung auf europäischer Ebene ein zentrales Thema.

    Diskussion im Europäischen Parlament

    Nina Gregori äußerte sich im Rahmen einer Diskussion über den Asylbericht 2026 im Ausschuss für bürgerliche Freiheiten, Justiz und Inneres des Europäischen Parlaments. Dieser Ausschuss, bekannt unter der Abkürzung LIBE, befasst sich unter anderem mit Fragen von Asyl, Migration, innerer Sicherheit und Grundrechten.

    Die Vorstellung und Diskussion des Asylberichts bildet einen wichtigen Rahmen, um Entwicklungen im europäischen Asylsystem zu bewerten. Dabei geht es nicht nur um Zahlen, sondern auch um operative Maßnahmen, Solidarität zwischen Mitgliedstaaten und die Umsetzung des Pakts zu Migration und Asyl.

    Die Aussagen Gregoris zeigen, dass die EUAA die Situation Zyperns nicht isoliert betrachtet, sondern als Teil einer europäischen Antwort auf ungleich verteilte Belastungen im Asylsystem.

    Pakt zu Migration und Asyl als Rahmen

    Die Umsiedlung von Asylbewerbern aus Zypern wird in der Mitteilung ausdrücklich mit der Umsetzung des Pakts zu Migration und Asyl verbunden. Dieser Pakt bildet den politischen und rechtlichen Rahmen für neue Mechanismen innerhalb der Europäischen Union.

    Im Zentrum steht dabei auch die Frage der Solidarität zwischen Mitgliedstaaten. Länder, die besonders stark belastet sind, sollen Unterstützung erhalten. Im Fall Zyperns geschieht dies durch operative Hilfe bei der Umsiedlung von Asylbewerbern in andere teilnehmende Mitgliedstaaten.

    Die Pressemitteilung nennt keine Details zu den genauen rechtlichen Bestimmungen des Pakts oder zur Zahl der insgesamt geplanten Transfers. Sie macht jedoch deutlich, dass Zypern ein konkreter Anwendungsfall dieser neuen europäischen Solidaritätsmechanismen ist.

    Spezielle operative Unterstützung eingerichtet

    Die EUAA hat nach Angaben Gregoris gemeinsam mit der Europäischen Kommission und dem Solidaritätskoordinator eine spezielle operative Unterstützung für Zypern eingerichtet. Diese Unterstützung richtet sich auf die Umsiedlung von Asylbewerbern aus Zypern in andere teilnehmende Mitgliedstaaten.

    Der Begriff „operativ“ ist dabei entscheidend. Es geht nicht nur um politische Unterstützung oder allgemeine Erklärungen, sondern um konkrete praktische Hilfe bei der Durchführung von Umsiedlungen.

    Die EUAA unterstützt Zypern bei mehreren Schritten. Dazu gehören die Identifizierung geeigneter Antragsteller, der Abgleich mit aufnehmenden Staaten und die Information der Betroffenen vor der Überstellung.

    Damit wird ein Verfahren unterstützt, das präzise Verwaltung, rechtliche Prüfung, Kommunikation mit Mitgliedstaaten und Betreuung der betroffenen Personen erfordert.

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Zusammenarbeit mit Europäischer Kommission und Solidaritätskoordinator

Die Unterstützung wird nicht allein von der EUAA getragen. Gregori erklärte, dass die Agentur in Zusammenarbeit mit der Europäischen Kommission und dem Solidaritätskoordinator handelt.

Diese Zusammenarbeit ist wichtig, weil Umsiedlungen zwischen Mitgliedstaaten mehrere Ebenen betreffen. Die EUAA bringt operative und asylbezogene Expertise ein. Die Europäische Kommission spielt eine koordinierende und politische Rolle bei der Umsetzung europäischer Regelungen. Der Solidaritätskoordinator ist in den Mechanismus eingebunden, der Unterstützung zwischen Mitgliedstaaten organisieren soll.

Für Zypern bedeutet diese Zusammenarbeit, dass die Unterstützung nicht nur bilateral oder technisch erfolgt, sondern in einen breiteren EU-Rahmen eingebettet ist.

Was Umsiedlung praktisch bedeutet

Die Umsiedlung von Asylbewerbern bedeutet, dass Personen, die in einem Mitgliedstaat einen Antrag auf internationalen Schutz gestellt haben oder stellen sollen, in einen anderen teilnehmenden Mitgliedstaat überführt werden. Ziel ist es, besonders belastete Staaten zu entlasten und Verantwortung innerhalb der Europäischen Union breiter zu verteilen.

Im konkreten Fall geht es um Asylbewerber aus Zypern, die in andere Mitgliedstaaten gebracht werden. Die erste Überstellung erfolgte nach Rumänien. Weitere Transfers nach Bulgarien und Litauen sollen folgen.

Die Mitteilung nennt keine Details zu Auswahlkriterien, individuellen Verfahren oder rechtlichen Voraussetzungen. Sie beschreibt jedoch die Rolle der EUAA bei Identifizierung, Zuordnung und Information der Antragsteller.

Identifizierung von Antragstellern

Ein zentraler Teil der EUAA-Unterstützung besteht darin, Antragsteller zu identifizieren, die für eine Umsiedlung vorgesehen sind. Diese Aufgabe ist komplex, weil nicht jede Person automatisch für eine Überstellung infrage kommt.

Die Pressemitteilung nennt keine genauen Kriterien. Es ist jedoch klar, dass eine Auswahl erfolgen muss. Dabei müssen Behörden und unterstützende Stellen feststellen, welche Personen in das Umsiedlungsverfahren einbezogen werden.

Die EUAA hilft Zypern nach Angaben Gregoris genau in diesem Schritt. Damit unterstützt sie die Verwaltung bei der praktischen Umsetzung des Solidaritätsmechanismus.

Abgleich mit aufnehmenden Mitgliedstaaten

Ein weiterer wichtiger Schritt ist das Matching mit aufnehmenden Mitgliedstaaten. Das bedeutet, dass die ausgewählten Antragsteller einem Staat zugeordnet werden, der an der Umsiedlung teilnimmt und bereit ist, Personen aufzunehmen.

Im ersten Fall war Rumänien der aufnehmende Staat. Weitere Überstellungen nach Bulgarien und Litauen werden erwartet.

Der Abgleich ist ein entscheidender operativer Vorgang. Er verbindet die Situation in Zypern mit den Kapazitäten und Zusagen anderer Mitgliedstaaten. Ohne einen solchen Abgleich könnte die Umsiedlung nicht geordnet durchgeführt werden.

Information vor der Überstellung

Die EUAA unterstützt außerdem dabei, die betroffenen Antragsteller vor ihrer Überstellung zu informieren. Dieser Schritt ist wichtig, weil Menschen wissen müssen, wohin sie gebracht werden, was der Transfer bedeutet und wie das Verfahren weitergeht.

Die Mitteilung nennt keine Details zum Inhalt dieser Informationen. Sie zeigt aber, dass die Umsiedlung nicht nur ein administrativer Akt ist. Sie betrifft Menschen, die Orientierung und klare Kommunikation benötigen.

Gute Information kann dazu beitragen, Unsicherheit zu reduzieren und den Ablauf geordneter zu gestalten.

Erste Überstellung nach Rumänien

Nach Angaben von Nina Gregori fand die erste Überstellung aus Zypern nach Rumänien am 25. August statt. Dabei wurden 30 Asylbewerber aus Somalia und dem Sudan umgesiedelt.

Diese erste Überstellung ist ein konkretes Ergebnis des neuen Unterstützungsmechanismus. Sie zeigt, dass die operative Zusammenarbeit nicht nur geplant, sondern bereits umgesetzt wurde.

Die Zahl von 30 Personen ist im Verhältnis zur Gesamtbelastung Zyperns möglicherweise begrenzt, aber als erster praktischer Schritt bedeutsam. Sie zeigt, dass der Mechanismus funktioniert und weitere Transfers folgen können.

Somalia und Sudan als Herkunftsländer

Die erste Gruppe der umgesiedelten Asylbewerber bestand aus Menschen aus Somalia und dem Sudan. Die Mitteilung nennt keine genaue Aufteilung zwischen beiden Herkunftsländern.

Die Erwähnung der Herkunftsländer ist relevant, weil sie zeigt, welche Personengruppe in der ersten Überstellung betroffen war. Weitere Angaben zu individuellen Hintergründen, Schutzgründen oder familiären Situationen enthält die Mitteilung nicht.

Der Artikel beschränkt sich daher auf die gesicherte Information: 30 Asylbewerber aus Somalia und dem Sudan wurden am 25. August von Zypern nach Rumänien überstellt.

 

Weitere Transfers nach Bulgarien und Litauen erwartet

Gregori erklärte, dass weitere Umsiedlungen aus Zypern nach Bulgarien und Litauen erwartet werden. Damit ist klar, dass die erste Überstellung nach Rumänien nicht als einmaliger Vorgang gedacht ist.

Die Pressemitteilung nennt keine Termine, Zahlen oder Herkunftsländer für die nächsten Transfers. Sie macht jedoch deutlich, dass der Mechanismus fortgesetzt werden soll.

Für Zypern ist diese Perspektive wichtig. Wenn weitere Mitgliedstaaten Personen aufnehmen, kann die Belastung des zyprischen Asylsystems schrittweise reduziert werden.

Griechenland ebenfalls stark betroffen

Neben Zypern wurde auch Griechenland als Land mit besonders hoher Zahl von Asylanträgen im Verhältnis zur Bevölkerungsgröße genannt. Damit stehen zwei Länder im östlichen Mittelmeerraum im Fokus der relativen Belastung.

Die Mitteilung nennt keine spezifischen Umsiedlungsmaßnahmen für Griechenland. Sie stellt jedoch fest, dass Zypern und Griechenland im ersten Halbjahr 2026 die höchsten Pro-Kopf-Zahlen in der EU verzeichneten.

Diese Information zeigt, dass die Migrations- und Asyldynamik im östlichen Mittelmeer weiterhin eine wichtige Rolle im europäischen System spielt.

Frankreich und Italien mit höchsten absoluten Zahlen

Während Zypern und Griechenland relativ zur Bevölkerung am stärksten betroffen waren, erhielten Frankreich und Italien in absoluten Zahlen die meisten Anträge auf internationalen Schutz im ersten Halbjahr 2026.

Diese Unterscheidung ist für die politische Debatte wichtig. Große Mitgliedstaaten können absolut mehr Anträge verzeichnen, während kleinere Staaten relativ stärker belastet sein können.

Beide Perspektiven sind wichtig. Absolute Zahlen zeigen die Gesamtmenge an Verfahren. Pro-Kopf-Zahlen zeigen die Belastung im Verhältnis zu Bevölkerung und staatlicher Kapazität.

EU-weite Anträge sinken um 17 Prozent

Insgesamt ging die Zahl der Anträge auf internationalen Schutz in der Europäischen Union im ersten Halbjahr 2026 um 17 Prozent gegenüber dem entsprechenden Zeitraum des Jahres 2025 zurück.

Diese Entwicklung zeigt, dass die EU insgesamt weniger Anträge verzeichnete als im Vorjahr. Dennoch bedeutet ein allgemeiner Rückgang nicht automatisch Entlastung für alle Mitgliedstaaten gleichermaßen.

Zypern bleibt trotz des EU-weiten Rückgangs im Verhältnis zur Bevölkerungsgröße besonders stark betroffen. Genau deshalb spielt die operative Unterstützung für Umsiedlungen eine wichtige Rolle.

Rückgang durch weniger Anträge bestimmter Herkunftsgruppen

Gregori erklärte, der Rückgang der EU-weiten Anträge sei mit weniger Anträgen von syrischen, venezolanischen und bangladeschischen Staatsangehörigen verbunden.

Diese Information zeigt, dass Veränderungen bei bestimmten Herkunftsgruppen erhebliche Auswirkungen auf die Gesamtzahlen haben können. Wenn weniger Menschen aus großen Antragstellergruppen Schutz beantragen, sinkt die Gesamtzahl der Anträge deutlich.

Die Mitteilung enthält keine weiteren Details zu den Gründen für den Rückgang dieser Gruppen. Sie nennt lediglich den Zusammenhang, den Gregori im Europäischen Parlament erläuterte.

Zyperns Belastung trotz EU-weitem Rückgang

Für Zypern ist entscheidend, dass die eigene Belastung relativ zur Bevölkerungsgröße weiterhin hoch bleibt. Selbst wenn die EU insgesamt weniger Anträge verzeichnet, kann ein kleiner Mitgliedstaat weiterhin unter Druck stehen.

Dies erklärt, warum Zypern ausdrücklich im Zusammenhang mit der Umsiedlung von Asylbewerbern genannt wurde. Der europäische Solidaritätsmechanismus soll gerade solchen Situationen begegnen, in denen die Lasten ungleich verteilt sind.

Die operative Unterstützung durch die EUAA ist daher Teil einer gezielten Entlastung.

Operativer Plan mit Zypern, Bulgarien und Rumänien

Gregori erklärte außerdem, dass ein operativer Plan ausgearbeitet und kürzlich mit Zypern, Bulgarien und Rumänien unterzeichnet wurde.

Dieser Plan bildet offenbar die praktische Grundlage für die Umsetzung der Umsiedlungen. Er verbindet Zypern als Ausgangsland mit anderen Mitgliedstaaten, die in den Prozess eingebunden sind.

Die Pressemitteilung nennt keine Einzelheiten zum Inhalt des Plans. Sie erwähnt jedoch, dass er mit Zypern, Bulgarien und Rumänien unterzeichnet wurde und in der Praxis bereits zu einer ersten Überstellung nach Rumänien geführt hat.

Rumänien als erster aufnehmender Staat

Rumänien war der erste Mitgliedstaat, in den im Rahmen des beschriebenen Verfahrens Asylbewerber aus Zypern überstellt wurden. Die erste Überstellung am 25. August umfasste 30 Personen.

Dies zeigt, dass Rumänien eine konkrete Rolle im Solidaritätsmechanismus übernimmt. Die Mitteilung nennt keine weiteren Angaben zur Aufnahme oder zum weiteren Verfahren in Rumänien.

Für Zypern ist dieser erste Transfer ein praktisches Beispiel dafür, wie die EU-Unterstützung funktionieren kann.

Bulgarien und Litauen als nächste Ziele

Neben Rumänien werden Bulgarien und Litauen als nächste aufnehmende Staaten genannt. Weitere Umsiedlungen aus Zypern dorthin sollen folgen.

Die Einbeziehung mehrerer Staaten zeigt, dass die Entlastung Zyperns nicht allein von einem einzigen Partner abhängt. Je mehr Mitgliedstaaten teilnehmen, desto breiter kann Verantwortung verteilt werden.

Die Pressemitteilung nennt keine Zahlen für diese kommenden Transfers. Daher bleibt offen, wie groß die nächsten Gruppen sein werden.

Bedeutung der EUAA

Die EUAA spielt in diesem Prozess eine zentrale operative Rolle. Sie unterstützt Mitgliedstaaten bei Asylverfahren, Verwaltungskapazitäten und praktischer Umsetzung europäischer Asylpolitik.

Im Fall Zyperns hilft die Agentur konkret bei der Umsiedlung. Sie identifiziert Antragsteller, unterstützt das Matching mit aufnehmenden Staaten und informiert die Betroffenen vor der Überstellung.

Diese Aufgaben zeigen, dass die EUAA nicht nur beobachtet oder berichtet, sondern direkt in operative Prozesse eingebunden ist.

Bedeutung für das zyprische Asylsystem

Für das zyprische Asylsystem kann die Umsiedlung eine wichtige Entlastung darstellen. Wenn Menschen in andere teilnehmende Mitgliedstaaten überstellt werden, reduziert dies zumindest teilweise den Druck auf Unterbringung, Verfahren und Verwaltung.

Die Mitteilung nennt keine Angaben zur Gesamtzahl der Asylbewerber in Zypern oder zu den Kapazitäten des Systems. Sie betont jedoch die hohe Zahl der Anträge im Verhältnis zur Bevölkerung und die konkrete EUAA-Unterstützung.

Daraus ergibt sich, dass der europäische Mechanismus für Zypern von praktischer Bedeutung ist.

Solidarität als praktischer Mechanismus

Die Meldung zeigt, wie Solidarität in der europäischen Asylpolitik praktisch umgesetzt werden soll. Es geht nicht nur um politische Erklärungen, sondern um konkrete Transfers von Personen aus einem belasteten Mitgliedstaat in andere teilnehmende Staaten.

Die Rolle des Solidaritätskoordinators unterstreicht diesen Rahmen. Solidarität wird als organisierter Prozess verstanden, der Auswahl, Matching, Information und Überstellung umfasst.

Für Zypern ist dies ein wichtiger Ansatz, weil das Land im Verhältnis zur eigenen Bevölkerung besonders viele Anträge verzeichnet.

Keine Angaben zu langfristigen Zielzahlen

Die Pressemitteilung enthält keine Angaben dazu, wie viele Asylbewerber insgesamt aus Zypern umgesiedelt werden sollen. Auch ein Zeitplan für künftige Transfers wird nicht genannt.

Nicht genannt werden:

  • Gesamtziel der Umsiedlungen,
  • Zahl der teilnehmenden Mitgliedstaaten,
  • Auswahlkriterien für Betroffene,
  • rechtliche Details der Verfahren,
  • genaue Rolle jedes Mitgliedstaats,
  • finanzielle Unterstützung,
  • Dauer des operativen Plans,
  • Zeitpunkte weiterer Transfers.

Der Artikel bleibt daher bei den Angaben, die in der Mitteilung enthalten sind.

Politische Bedeutung für Zypern

Für Zypern hat die operative Unterstützung auch politische Bedeutung. Die hohe Pro-Kopf-Belastung bei Asylanträgen ist seit Jahren ein zentrales Thema in der nationalen und europäischen Debatte. Die aktuelle Meldung zeigt, dass diese Belastung auf EU-Ebene anerkannt und durch praktische Maßnahmen adressiert wird.

Die erste Überstellung nach Rumänien und die erwarteten Transfers nach Bulgarien und Litauen können als Zeichen europäischer Solidarität gewertet werden.

Gleichzeitig bleibt offen, wie groß die tatsächliche Entlastung sein wird. Dafür wären weitere Zahlen und langfristige Planungen erforderlich, die in der Mitteilung nicht genannt werden.

Bedeutung für die EU-Asylpolitik

Die Meldung ist auch für die gesamte EU-Asylpolitik relevant. Sie zeigt, wie der Pakt zu Migration und Asyl in der Praxis umgesetzt werden soll. Besonders belastete Länder erhalten Unterstützung, andere Mitgliedstaaten übernehmen Verantwortung durch Aufnahme.

Der Fall Zypern ist dabei ein konkretes Beispiel. Die operative Unterstützung wurde eingerichtet, ein Plan wurde unterzeichnet, und der erste Transfer fand bereits statt.

Ob dieser Mechanismus langfristig ausreichend ist, wird in der Mitteilung nicht bewertet. Sie beschreibt den aktuellen Stand und die nächsten erwarteten Schritte.

Überblick über die wichtigsten Zahlen

Die wichtigsten Zahlen der Mitteilung lauten:

Zypern und Griechenland verzeichneten im ersten Halbjahr 2026 die höchsten Zahlen von Anträgen auf internationalen Schutz in der EU im Verhältnis zur Bevölkerungsgröße.

In absoluten Zahlen erhielten Frankreich und Italien die meisten Anträge.

EU-weit sank die Zahl der Anträge auf internationalen Schutz im ersten Halbjahr 2026 um 17 Prozent gegenüber dem gleichen Zeitraum 2025.

Die erste Überstellung aus Zypern nach Rumänien fand am 25. August statt und umfasste 30 Asylbewerber aus Somalia und dem Sudan.

Weitere Umsiedlungen aus Zypern nach Bulgarien und Litauen werden erwartet.

Fazit: EUAA unterstützt Zypern bei konkreter Entlastung durch Umsiedlungen

Zypern erhält operative Unterstützung der EUAA bei der Umsiedlung von Asylbewerbern in andere teilnehmende Mitgliedstaaten. Dies erklärte EUAA-Exekutivdirektorin Nina Gregori im Europäischen Parlament während einer Diskussion über den Asylbericht 2026 im LIBE-Ausschuss.

Die Bedeutung dieser Unterstützung ergibt sich aus der besonderen Belastung Zyperns. Gemeinsam mit Griechenland verzeichnete die Republik im ersten Halbjahr 2026 die höchste Zahl von Anträgen auf internationalen Schutz in der Europäischen Union im Verhältnis zur Bevölkerungsgröße. In absoluten Zahlen lagen Frankreich und Italien vorne.

Die EUAA hat in Zusammenarbeit mit der Europäischen Kommission und dem Solidaritätskoordinator eine spezielle operative Unterstützung für Zypern eingerichtet. Diese umfasst die Identifizierung von Antragstellern, die umgesiedelt werden sollen, den Abgleich mit aufnehmenden Mitgliedstaaten und die Information der Betroffenen vor der Überstellung.

Ein operativer Plan wurde kürzlich mit Zypern, Bulgarien und Rumänien unterzeichnet. Die erste Überstellung aus Zypern nach Rumänien fand am 25. August statt und betraf 30 Asylbewerber aus Somalia und dem Sudan. Weitere Transfers nach Bulgarien und Litauen sollen folgen.

Gleichzeitig gingen die Anträge auf internationalen Schutz in der EU insgesamt im ersten Halbjahr 2026 um 17 Prozent gegenüber dem entsprechenden Zeitraum des Vorjahres zurück. Dieser Rückgang hängt nach Angaben Gregoris mit weniger Anträgen von syrischen, venezolanischen und bangladeschischen Staatsangehörigen zusammen.

Für Zypern bleibt die operative EU-Unterstützung dennoch wichtig. Der allgemeine Rückgang der EU-weiten Antragszahlen ändert nichts daran, dass kleinere Mitgliedstaaten relativ zur Bevölkerungsgröße besonders stark belastet sein können. Die Umsiedlungen sollen daher praktische Solidarität schaffen und das zyprische Asylsystem entlasten.

Quelle: CYPRUS NEWS AGENCY (CNA)

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