60 Jahre Unabhängigkeit Zyperns

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Zypern, eine Insel im östlichen Mittelmeer, war seit jeher ein bedeutender Knotenpunkt für Handel und kulturellen Austausch zwischen Europa, Asien und Afrika. Ihre strategische Lage brachte Zypern im Laufe der Geschichte jedoch immer wieder unter fremde Herrschaft. Der historische Hintergrund der geopolitischen Spannungen liegt also in den zahlreichen Eroberungen und der wechselnden Kontrolle. Jede dieser Mächte hinterließ kulturelle und politische Spuren, die bis heute sichtbar sind. Heutzutage gibt es darüber hinaus geopolitische Spannungen um das Land. Verschiedene Länder wie Griechenland, die Türkei und Libyen erheben Ansprüche auf Ressourcen wie Erdöl und Erdgas im östlichen Mittelmeerraum.

Einführung in die Geschichte Zyperns

Zypern hat eine reiche und komplexe Geschichte, die von verschiedenen Kulturen und Herrschaften geprägt wurde. Die strategische Lage Zyperns machte die Insel zu einem begehrten Ziel für Kolonialmächte und Imperien. Über die Jahrhunderte hinweg wurde das Land von den Persern, Römern, Byzantinern, Arabern, Venezianern und Osmanen beherrscht. Jede dieser Mächte hinterließ ihre Spuren in der Kultur und Politik der Insel. Das führt zu einer einzigartigen Mischung aus Einflüssen, die bis heute sichtbar sind. Im späten 19. Jahrhundert trat Großbritannien als neue Kolonialmacht auf den Plan und übernahm 1878 die Verwaltung der Insel. 1925 wurde Zypern offiziell zur britischen Kronkolonie erklärt. Diese Epoche legte den Grundstein für die spätere Unabhängigkeitsbewegung.

Die Unabhängigkeit Zyperns im Jahr 1960 markierte einen wichtigen Meilenstein in der Geschichte der Insel, doch der Konflikt zwischen der griechischen und türkischen Bevölkerung hat die Insel seitdem geteilt. Die geostrategische Bedeutung Zyperns und die historischen Verbindungen zu Griechenland und der Türkei spielen aber weiterhin eine zentrale Rolle in der politischen Landschaft der Insel.

Der Weg Zyperns zur Eigenständigkeit

Der Weg Zyperns zur Eigenständigkeit war von Konflikten und Kompromissen geprägt. Ab 1955 forderte die EOKA (Nationale Organisation der Kyprischen Kämpfer) den Anschluss an Griechenland, was zu Spannungen mit der britischen Kolonialmacht und der türkisch-zypriotischen Minderheit führte. Die Verhandlungen von Zürich und London mündeten 1960 in der Ausrufung der Republik Zypern mit einer Verfassung und Garantiemächten. Ein zentrales Dokument diente dabei als Grundlage für die Verhandlungen. Es stellte sicher, dass die einzelnen Punkte nur im Rahmen einer Gesamteinigung wirksam wurden.

Ab 1955 verschärfte sich die politische Lage auf Zypern erheblich. Die griechisch-zypriotische Mehrheit, angeführt von der Guerillabewegung EOKA unter George Grivas, verfolgte das Ziel der Enosis, also den Anschluss der Insel an Griechenland. Dieses Vorhaben stieß jedoch auf massiven Widerstand von zwei Seiten. Die britische Kolonialmacht wollte Zypern als strategisch wichtige Position im Mittelmeer halten, während sich die türkisch-zypriotischen Minderheit durch die Forderung nach einer Vereinigung mit Griechenland bedroht fühlte. Die griechisch-zyprischen Bestrebungen zur Vereinigung mit Griechenland standen dabei aber immer im Zentrum der Unabhängigkeitsbewegungen auf der Insel.

Die EOKA griff zu gewaltsamen Mitteln, um Druck auf die Briten auszuüben. Anschläge, Partisanenkämpfe und politische Morde bestimmten die 1950er-Jahre. Gleichzeitig formierten sich auch türkisch-zypriotische Widerstandsgruppen wie die TMT (Türk Mukavemet Teşkilatı), die die Forderungen der EOKA bekämpften und die Teilung der Insel als Lösung ansahen.

 Trotz langjähriger gewaltsamer Auseinandersetzungen war eine rein militärische Lösung der Probleme nicht in Sicht. Letztendlich wurden Verhandlungen zwischen den Konfliktparteien initiiert. 1959 führten Gespräche in Zürich und London zu einem historischen Kompromiss. Unter Einbeziehung Griechenlands, der Türkei und Großbritanniens einigte man sich darauf, dass Zypern unabhängig werden sollte. Die Bedingungen waren klar definiert:

  • Kein Anschluss an Griechenland (Enosis)
  • Keine Teilung der Insel (Taksim)
  • Anerkennung der Rechte und Sicherheit aller Bevölkerungsgruppen

Diese Verhandlungen führten zu bedeutenden Entwicklungen, die den politischen und diplomatischen Fortschritt im Zypernkonflikt prägten. Die beteiligten Akteure reagierten unterschiedlich auf die Veränderungen, was zu weiteren strategischen Anpassungen führte. Die unterschiedlichen Ansichten der griechisch-zyprischen und türkisch-zyprischen Parteien verdeutlichten die Komplexität der politischen Diskussionen. Dies stellte einen empfindlichen Balanceakt, der die historischen Spannungen zumindest auf dem Papier zu überwinden versuchte, dar.

Am 16. August 1960 wurde die Republik Zypern offiziell gegründet. Die Verfassung des neuen Staates schrieb eine Machtteilung zwischen den griechisch-zypriotischen und türkisch-zypriotischen Bevölkerungsgruppen vor. Der griechische Erzbischof Makarios III. wurde zum ersten Präsidenten gewählt. Währenddessen fungierte Dr. Fazıl Küçük, ein führender Vertreter der türkischen Zyprioten, als Vizepräsident. Um Stabilität und Sicherheit zu gewährleisten, wurden Griechenland, die Türkei und Großbritannien als Garantiemächte eingesetzt. Diese hatten das Recht, in die politischen Angelegenheiten der Insel einzugreifen, falls die territoriale Integrität oder politische Ordnung des Staates gefährdet wäre.

Die Verfassung von 1960 war ein Versuch, die Interessen beider Bevölkerungsgruppen zu wahren. Sie gewährte den türkischen Zyprioten besondere Rechte und Befugnisse wie ein Vetorecht in politischen Entscheidungen. Doch die Umsetzung dieser Regelungen erwies sich als äußerst schwierig. Bereits in den ersten Jahren nach der Unabhängigkeit stieß die Zusammenarbeit im Machtapparat auf erhebliche Probleme. Die Garantiemächte, insbesondere die Türkei und Griechenland, blieben eng in die Angelegenheiten Zyperns involviert. Das fachte die Spannungen auf der Insel immer wieder neu an. Diese fragilen politischen Strukturen konnten die tiefen ethnischen und kulturellen Unterschiede der Inselbewohner nicht dauerhaft überbrücken.

Zypern – Eine geteilte Insel im Schatten des Konflikts

Der Zypern-Konflikt spaltet die Insel bis heute. Innere Spannungen zwischen griechisch- und türkisch-zypriotischen Gruppen eskalierten 1974 mit einem Putsch und einer militärischen Intervention der Türkei. Seitdem ist Zypern geteilt in die Republik Zypern im Süden und die international nicht anerkannte „Türkische Republik Nordzypern“, was eine Wiedervereinigung erschwert. Die Insel ist in ethnisch geprägte Teile aufgeteilt, wobei die griechische Bevölkerung im Süden und die türkischen Einwohner im Norden leben.

 Die Wurzeln des Zypern-Konflikts reichen tief in die Geschichte der Insel. Während die griechisch-zypriotische Mehrheit auf eine Vereinigung mit Griechenland (Enosis) hinarbeitete, forderte die türkisch-zypriotische Minderheit Schutz ihrer kulturellen und politischen Identität. Dieser Gegensatz schuf ein Klima der Unsicherheit und des Misstrauens, welches die Inselgesellschaft weitgehend spaltete. Die ethnische Verteilung der Einwohner Zyperns, bestehend aus zyperntürkischen und zyperngriechischen Gruppen, verstärkte die demografischen und sozialen Spannungen. Die türkischen Zyprer wurden während des Guerillakriegs von den Briten unterstützt. Sie spielten eine bedeutende Rolle in den Referenden zur Wiedervereinigung, indem sie für einen UN-Plan stimmten, der das politische Geschehen auf der Insel maßgeblich beeinflusste.

Nach der Unabhängigkeit Zyperns 1960 setzten sich die Spannungen zwischen den beiden Bevölkerungsgruppen fort. Wiederholte politische Krisen und Auseinandersetzungen schürten Gewalt. Griechische Nationalisten putschten gegen die Regierung des Präsidenten Makarios, um Zypern mit Griechenland zu vereinen, was die Konflikte weiter eskalierte. Besonders in den 1960er-Jahren entluden sie sich in blutigen Kämpfen, bei denen die fragile Einheit des jungen Staates immer stärker erschüttert wurde. Ein zentraler Aspekt dieser geopolitischen Situation war die Kontrolle durch die türkische Armee. Sie beeinflusste maßgeblich die politischen Verhandlungen und das Verhältnis zwischen den beiden ethnischen Gruppen.

1974 markierte einen entscheidenden Wendepunkt im Zypern-Konflikt. Ein von der griechischen Militärjunta unterstützter Putsch setzte die Regierung von Erzbischof Makarios III. ab und installierte eine pro-hellenische Administration. Ziel war es, die Enosis, den Anschluss Zyperns an Griechenland entscheidend voranzutreiben. Dieses Vorgehen alarmierte die Türkei und führte zu einer raschen militärischen Reaktion. Am 20. Juli 1974 startete die Türkei eine groß angelegte Militärintervention unter dem Vorwand, die türkisch-zypriotische Bevölkerung vor möglichen Übergriffen zu schützen. Im Verlauf der Operation nahm die türkische Armee etwa 37 Prozent des Inselgebiets im Norden ein. Die militärische Besetzung ließ sich mit dem Ziel der „Sicherheit“ rechtfertigen, doch ihre Auswirkungen waren langfristig und tiefgreifend. Die Konsequenzen der Teilung waren für Zypern verheerend. Rund 200.000 Menschen wurden durch die Kämpfe und die anschließende Grenzziehung vertrieben. Der Norden der Insel wurde zur „Türkischen Republik Nordzypern“ erklärt, die jedoch international keine Anerkennung fand. Gleichzeitig blieb der Süden, die Republik Zypern, die einzige anerkannte Regierung der Insel. Die ethnische Trennung prägte fortan das Leben der Bevölkerung. Eine Wiedervereinigung blieb trotz zahlreicher Verhandlungsversuche unerreicht. Bis heute ist die Insel durch die „Grüne Linie“, eine UN-verwaltete Pufferzone, geteilt.

Der Konflikt selbst ist aber entschärft und Sie merken davon nichts mehr.

Seit 1974 ist Zypern de facto geteilt. Die geteilte Hauptstadt Nikosia symbolisiert die anhaltenden Spannungen und Konflikte zwischen den beiden Volksgruppen. Im Süden existiert die international anerkannte Republik Zypern, während im Norden die „Türkische Republik Nordzypern“ ausgerufen wurde. Diese wird bis heute nur von der Türkei anerkannt. Trotz zahlreicher Bemühungen um eine Wiedervereinigung bleibt die Teilung bestehen. Sie prägt Politik, Gesellschaft und das Leben der Inselbewohner bis heute. Im Alltagsleben als Auswanderer auf Zypern ist sie jedoch nicht relevant.

Die Rolle der Europäischen Union

Mit dem Beitritt Zyperns zur Europäischen Union im Jahr 2004 verbanden sich große Hoffnungen. Die EU engagiert sich aktiv für eine Wiedervereinigung der Insel und fördert die wirtschaftliche und politische Annäherung beider Seiten. Die strategische Bedeutung der EU-Erweiterung spielt dabei eine wesentliche Rolle. Sie beeinflusst die bilateralen Beziehungen zwischen Zypern, Griechenland und der Türkei. Zwar bleibt der Norden von den EU-Regelungen ausgenommen, dennoch profitiert auch er indirekt von Förderprogrammen und Infrastrukturmaßnahmen. Der EU Beitritt Zyperns hat zudem unterschiedliche Sichtweisen der griechisch-zyprischen und türkisch-zyprischen Seiten bezüglich der EU-Mitgliedschaft hervorgebracht. Das hat die politischen Implikationen für die Verhandlungen über die Wiedervereinigung Zyperns verstärkt.

Die EU-Mitgliedschaft hat der Republik Zypern geholfen, ihre internationale Position zu stärken und ihre wirtschaftliche Entwicklung voranzutreiben. Zugleich bleibt der ungelöste Konflikt mit dem Norden eine zentrale Herausforderung für die europäische Außen- und Sicherheitspolitik.

Die politische Lage heute

Der politische Alltag ist von einem angespannten Status quo geprägt. Wiederholt hat es UN-vermittelte Friedensgespräche gegeben, doch eine dauerhafte Lösung steht bis heute aus. Die Bemühungen um eine Wiedervereinigung stoßen immer wieder auf Misstrauen, historische Wunden und geopolitische Interessen. Die Spannungen gehen auf den Putsch von 1974, als griechisch-zyprische Offiziere gegen den zyprischen Präsidenten Makarios putschten, zurück.

Wirtschaftliche Entwicklung und Herausforderungen

Die Wirtschaft der Republik Zypern hat sich seit der Unabhängigkeit stark gewandelt. Aus einer agrarisch geprägten Gesellschaft wurde eine moderne Dienstleistungswirtschaft mit Schwerpunkt auf Tourismus, Finanzwesen und Schifffahrt. Der südliche Teil der Insel Zyperns zählt heute zu den wohlhabenderen Regionen des Mittelmeerraums. Zypern ist zugleich ein attraktiver Standort für internationale Investoren – nicht zuletzt durch steuerliche Anreize. Der Norden hingegen leidet unter seiner politischen Isolation und wirtschaftlichen Abhängigkeit von der Türkei. Dennoch entwickelt sich auch dort vor allem in den Küstenregionen eine gewisse touristische Infrastruktur.

Die gesellschaftliche Situation

Seit der Teilung der Insel im Jahr 1974 trennt die „Green Line“ den griechischen Süden vom türkischen Norden. Diese physische Barriere hat zu einer weitgehenden Trennung der beiden Bevölkerungsgruppen geführt. Seitdem haben die verschiedenen ethnischen Gruppen getrennte Verwaltungen eingerichtet. Etwa 70 % der Bevölkerung Zyperns sind griechisch-zypriotisch, während rund 30 % türkisch-zypriotisch sind. Die Wirtschaft Zyperns ist stark vom Tourismus abhängig und die Insel ist ein beliebtes Ziel für ausländische Investoren. Der südliche Teil der Insel, die Republik Zypern, hat sich zu einer modernen Dienstleistungswirtschaft entwickelt, während der Norden, die Türkische Republik Nordzypern, wirtschaftlich und politisch eng an die Türkei gebunden ist.

Bildung und Kultur spielen eine wichtige Rolle in der Gesellschaft, wobei sowohl die griechische als auch die türkische Kultur stark betont werden. Trotz der Teilung gibt es immer wieder Bemühungen, die beiden Gemeinschaften durch kulturelle und soziale Projekte näher zusammenzubringen.

Die Auswirkungen des Konflikts auf die Umwelt

Der Konflikt in Zypern hat auch erhebliche Auswirkungen auf die Umwelt der Insel. Die Teilung hat zu einer Fragmentierung der natürlichen Ressourcen geführt, da unterschiedliche Umweltstandards und -vorschriften in den beiden Teilen der Insel gelten. Dies hat die effektive Verwaltung von Umweltproblemen wie Abfallentsorgung und Wasserwirtschaft erschwert. Die Abfallentsorgung ist ein großes Problem, da es keine einheitliche Strategie gibt, die auf der gesamten Insel angewendet wird. Ähnlich verhält es sich mit der Wasserwirtschaft, die durch die klimatischen Bedingungen und die begrenzten Wasserressourcen der Insel zusätzlich belastet wird. Zypern ist auch anfällig für Naturkatastrophen wie Erdbeben und Dürren, was die Notwendigkeit einer umfassenden und koordinierten Umweltstrategie unterstreicht.

Zypern und die Türkei: Schwierige Nachbarn

Die Beziehungen zwischen der Republik Zypern und der Türkei sind angespannt. Ankara erkennt die Regierung im Süden nicht an und unterstützt weiterhin militärisch und wirtschaftlich den Nordteil der Insel. Besonders umstritten sind die Fragen der territorialen Souveränität und der wirtschaftlichen Nutzung der Küstengewässer – vor allem im Zusammenhang mit Erdgasvorkommen vor der zyprischen Küste. Die Rolle der Griechen in diesen Konflikten ist ebenfalls bedeutend, da die Spannungen zwischen der griechischen und der türkischen Bevölkerung auf der Insel die gescheiterten Versuche zur Wiedervereinigung Zyperns beeinflussen. Diese anhaltenden Schwierigkeiten in den Friedensverhandlungen erschweren eine Lösung des Konflikts.

Die natürlichen Ressourcen bergen darüber hinaus großes Potenzial für die Insel, aber auch Konfliktstoff mit der Türkei, die ebenfalls Ansprüche in der Region erhebt. Internationale Vermittlungsversuche wie etwa durch die EU oder die USA zeigen bislang nur begrenzten Erfolg. Auch der UN-Generalsekretär, zuletzt António Guterres, konnte trotz intensiver Bemühungen keine dauerhafte Lösung herbeiführen.

Die Bedeutung von Energie und Ressourcen

Die Entdeckung von Erdöl- und Erdgasvorkommen vor der Küste Zyperns hat die politische und wirtschaftliche Dynamik der Region verändert. Für Zypern bedeutet dies eine große Chance, sich unabhängiger von Energieimporten zu machen und neue Einnahmequellen zu erschließen. Zugleich hat der Ressourcenreichtum neue Spannungen mit der Türkei entfacht. Das Land macht Gebietsansprüche im östlichen Mittelmeer geltend. Energiepolitik ist heute ein zentrales Thema in den Gesprächen über die Zukunft der Inseln – sowohl im Hinblick auf wirtschaftliche Entwicklung als auch auf die Frage von Souveränität und internationaler Anerkennung. Die politische und territoriale Situierung Zyperns, insbesondere die Beziehung zwischen den griechischen und türkischen Zyprern und der Einfluss von Griechenland und der Türkischen Republik auf die Insel, spielt dabei eine entscheidende Rolle.

Die Rolle der Garantiemächte

Griechenland, die Türkei und das Vereinigte Königreich sind seit der Gründung der Republik Zypern als Garantiemächte fest in die Sicherheitsstruktur der Insel eingebunden. Besonders Großbritannien, das weiterhin zwei Militärbasen auf der Insel betreibt, ist ein bedeutender geopolitischer Akteur. Die Staatsform Zyperns, die in der Verfassung festgelegt ist, regelt die Machtverteilung zwischen Zyperngriechen und Zyperntürken. Sie enthält ethnische Klauseln, die die politische Stabilität und die interethnischen Beziehungen beeinflussen. In den Verhandlungen über eine Wiedervereinigung oder mögliche Föderationsmodelle wird immer wieder über die Rolle dieser Garantiemächte sowohl in Bezug auf Sicherheit als auch auf ihre Einflussnahme auf die politischen Prozesse auf der Insel diskutiert. Dabei spielen ebenfalls die verschiedenen Staaten eine wichtige Rolle.

Sie sind in den Verhandlungen um Zypern vertreten und tragen zur Wahrung der Souveränität Zyperns bei.

Fazit: Auf dem Weg zur Selbstbestimmung

60 Jahre nach der Unabhängigkeit steht Zypern noch immer vor der Herausforderung, als vereinte Nation zu existieren. Die Teilung der Insel bleibt eine offene Wunde, doch zugleich hat die Republik Zypern beachtliche Fortschritte gemacht – in der Wirtschaft, in der europäischen Integration und im internationalen Ansehen. Ein zentraler Konflikt, der die Beziehungen zwischen Griechenland und der Türkei belastet, ist aber die Zypernfrage. Die Inselhauptstadt Nikosia, die durch die sogenannte „Grüne Linie“ geteilt ist, spielte während der Konflikte eine zentrale Rolle. Historische Ereignisse wie das gescheiterte Referendum zur Wiedervereinigung 2004 sowie die gescheiterten Verhandlungen unter UN-Vermittlung verdeutlichen die Komplexität und die anhaltenden Streitpunkte um die Teilung der Insel.

Die Hoffnung auf Wiedervereinigung ist nicht erloschen. Solange ein Dialog zwischen den Volksgruppen, eine konstruktive Rolle der Garantiemächte und die Unterstützung der internationalen Gemeinschaft bestehen, gibt es Chancen auf eine gemeinsame Zukunft. Der Weg zur vollständigen Selbstbestimmung ist lang – aber Zypern hat gezeigt, dass es ihn gehen kann.

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